Wittwer schießt SpVg mit Doppelpack zum Sieg

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Tobias Wittwer sorgte schon vor der Pause mit zwei Treffern für die 2:0-Führung der SpVg in Lohauserholz.

Hamm - Beinahe hätte sich der schludrige Umgang mit den eigenen Möglichkeiten für die SpVg Bönen gerächt. Deshalb hieß es kräftig Durchatmen bei den Gästen, als der Schiedsrichter nach einer kurzen Nachspielzeit die Partie bei der zweiten Mannschaft des TuS Germania Lohauserholz abpfiff. Die Rehbusch-Elf hatte am Hahnenbach 2:1 (2:0) gewonnen und ihre Tabellenspitze verteidigt.

„Wir müssen den Sack zumachen. Dann wird es hier nicht mehr spannend“, legte SpVg-Trainer Hendrik Dördelmann den Finger in die Wunde. Zwischen der 60. und 73. Minute boten sich seinem Team zahlreiche Großchancen, doch statt beim Stand von 2:0 den Deckel auf die Partie zu packen, vergaben die Gäste reihenweise. Zunächst verstolperte Tobias Wittwer im Fünfmeterraum nach einer flachen Hereingabe den Ball, weswegen TuS-Keeper Mohammed Salhi seine Hände an die Kugel bekam (62.). Dann überlief Yannic Weißenberg seinen Gegenspieler, drang von der linken Seite in den Strafraum ein, doch seinen Schlenzer ins kurze Eck klärte Salhi zur Ecke. Wittwer hätte völlig frei gestanden (68.). Zwei Minuten später wurde Weißenbergs Schuss aus 20 Metern abgefälscht und landete über dem Tor. Florian Bednareks Heber frei vor Salhi war ebenfalls zu hoch (71.). Und in der 73. Minute wollte es Wittwer von der Strafraumgrenze zu schön machen und zielte auch drüber.

Zum Glück für die Gäste führten sie zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2:0. Denn in der ersten Hälfte, in der Bönen tonangebend war, hatte Ersatz-Stürmer Wittwer zweimal seine Torjägerqualitäten gezeigt (10., 25.). Der Kapitän vertrat erneut die verletzten Niclas Arenz und Thorsten Renk und schoss seine Mannschaft zum Sieg.

„Wir haben die erste Halbzeit total verpennt“, meinte Germanen-Coach Orhan Sezer: „Da sind wir nur hintergelaufen.“ Nach dem Wechsel schaffte es die SpVg allerdings nicht, die Partie zu kontrollieren. Lohauserholz war zwischenzeitlich gleichwertig, hatte aber „zu wenige Abschlüsse“, wie Secer kritisch anmerkte. Manuel Müller, der Stammkeeper Patrick Heller ersetzte, musste nur zweimal eingreifen. Ein Distanzschuss von Tim Walter war dabei eine sichere Beute für den Feldspieler (62.), einen sich spät senkenden Freistoß fast von der Mittellinie lenkte er zur Ecke.

Da es die Bönener aber versäumt hatten, die Begegnung vorzeitig für sich zu entscheiden, hätte der TuS beinahe noch zum Lucky Punch angesetzt. Als Sebastian Kromke und Yusuf Senel nach einem langen Ball schlecht aussahen, markierte Dennis Schlenkhoff aus kurzer Distanz das 1:2. „Lohauserholz hat gut gekämpft und sich zu unserem Glück erst spät mit dem Tor belohnt“, freute sich Dördelmann über die drei Punkte. - bob

TuS II: Salhi – Kree, Schmersträter, D. Ruppel, J. Ruppel – Yilmaz (30. Jaßmann, 67. Lange), Schroer, Rafalski (46. Schimmler), Schlenkhoff – Walter, Havers

SpVg: Müller – M. Öncül, Sorge, Kromke, Senel – Kempe (60. Keil), Lenser (86. Holtmann) – F. Bednarek (80. Wöllert), Güner, Weißenberg – Wittwer

Tore: 0:1 Wittwer (10.), 0:2 Wittwer (25.), 1:2 Schlenkhoff (88.)

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