Weiteres Talent verlässt den RSV - Max Vogt wechselt nach Soest

Max Vogt wechselt zur neuen Saison vom RSV Altenbögge zum Soester TV.
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Max Vogt wechselt zur neuen Saison vom RSV Altenbögge zum Soester TV.

Beim Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge ist schwer, als Nachwuchsspieler in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen. Einige sehen ihre Zukunft daher nicht in Bönen.

Bönen – Zwischen der ersten Mannschaft des Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge und der Reserve in der Kreisliga besteht ein großes Leistungsgefälle. Das soll zwar mit der Teilnahme der zweiten Mannschaft an der Aufstiegsrunde etwas abgeflacht werden. Dennoch ist die Hürde in die „Erste“ eine hohe, da deren routinierter Kader steht und kurzfristig kein Stammplatz frei werden wird.

Wohin also als talentierter A-Junior auf dem Sprung in die Seniorenmannschaften? Nicht jeder ambitionierte Jugendliche sieht seine Zukunft in Bönen. Regisseur Max Miebach wechselte kurz vor dem Saisonstart der A-Jugendlichen zum Konkurrenten ASV Hamm. Jetzt gab mit Max Vogt die zweite Stütze des RSV-Nachwuchses bekannt, den Verein am Saisonende in Richtung Soester TV verlassen zu wollen. Der Südkamener Miebach hatte das Pech, dass die Saison gar nicht erst anlief. Er sich also gar nicht präsentieren konnte. Der gebürtige Soester Vogt hat immerhin noch die Chance, die Aufstiegsrunde der Altenbögger Reserve mitzuspielen.

Kein Abschied im Groll

Das habe er auch vor, bestätigt der 18-Jährige. Vogt geht nicht im Groll, hat immerhin sechs Jahre lang das Altenbögger Trikot getragen – wie die meisten A-Jugendlichen, die jetzt den Stamm der zweiten Mannschaft bilden sollen. „Es war eine tolle Zeit“, sagt Vogt. „Einmal Kreismeister, zweimal Verbandsligameister, dreimal in die Oberliga aufgestiegen“, zählt er die Erfolge der Sieben auf.

Auch sein aktueller Trainer ist nicht böse über die Entscheidung. „Ich kann es nachvollziehen“, schaut Thomas Wollek auf die eigene Vita, „bin ich doch damals selbst als C-Jugendlicher zum OSC Dortmund gewechselt. So ein Angebot muss man annehmen. Und Max wollte eben professionell trainieren.“

Sportstudium in Bochum

Er sei nach dem Abi in einem neuen Lebensabschnitt, erzählt Vogt vom Sportstudium in Bochum. Dort ist auch sein neuer Lebensmittelpunkt. „Und man kommt mit dem Zug von dort eben schneller nach Soest als nach Bönen“, erklärt er einen Aspekt des Wechsels. „Ansonsten war der RSV durchaus eine Option.“

Dreimal in der Woche wird Vogt beim Oberligisten Soest trainieren. „Normalerweise, momentan machen wir einmal in der Woche ein Onlinetraining.“ Mit seinem neuen Coach Max Loer sei er schon eingelaufen, als der noch Spieler war. Im zweiten D-Jugendjahr wechselte der halblinke Rückraumspieler mit Vater Stefan, der als Co-Trainer beim RSV aktiv war, nach Altenbögge. „Ich kannte ihn aber schon aus der Kreisauswahl“, verlängert Wollek die gemeinsame Vergangenheit.

„Ganz klar ein Perspektivspieler“

„Ich bin ganz klar ein Perspektivspieler“, sieht Vogt seine Rolle zunächst in der zweiten Reihe. Auch wenn der Oberligist auf seiner Position momentan Not hat: Torben Voss-Fels hat seine Karriere beendet, Nilas Praest ist gegangen, Benni Haake tritt kürzer und Axel Loer komme womöglich nur noch als Abwehrspieler in Frage, heißt es aus der Bördestadt. „Ich gehe trotzdem nicht mit der Erwartung dahin gleich in der Oberliga zu spielen“, erklärt Vogt, „das Ziel ist aber, mich in ein, zwei Jahren zu verbessern und in die Mannschaft zu spielen. Soest ist zugleich ein Kindheitstraum und eine Herausforderung für mich.“

Schade findet Vogt, dass die Oberligasaison mit dem RSV Corona zum Opfer gefallen ist. „Mal sehen, ob wir noch einmal zusammen spielen.“ Die Aufstiegsrunde wäre eine Gelegenheit, „wenn es die denn geben wird.“

Türen zurück nach Bönen stehen offen

Beim Aufstieg der Altenbögger wird es mutmaßlich zu einem Wiedersehen in der Bezirksliga kommen. Soest II gehört der Liga an, der RSV II will hinein. „Und die Bezirksliga ist eine hervorragende Spielklasse für A-Jugendliche, sich weiter zu entwickeln“, meint Wollek. Er traut Vogt durchaus mehr zu. „Die Leidenschaft bringt er mit. Wenn er es packt – Respekt.“ Wenn nicht, und wenn der Wunsch nach den alten Spielkameraden stärker wird: „Die Türen nach Bönen stehen immer offen. Das hab ich ihm auch gesagt“, so der RSV-Jugendtrainer und Jugendleiter. Das gelte auch für Max Miebach.

Zur Zukunft der anderen A-Jugendlichen kann Wollek noch nichts abschließendes Sagen. „Wir führen noch finale Gespräche“, sagt er.

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