Tischtennis-Verband mit Vier-Punkte-Szenario:

Walter Darenberg von den TTF Bönen glaubt nicht an eine Fortsetzung der Saison

Walter Darenberg, Trainer und Geschäftsführer bei den TTF Bönen.
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Walter Darenberg, Trainer und Geschäftsführer bei den TTF Bönen.

Im vergangenen Jahr noch hatten sich die Tischtennisfreunde Bönen noch geärgert über die mangelnde Entschlossenheit des Westfälischen Tischtennisverbandes bei Entscheidungen in Bezug auf den Spielbetrieb.

Bönen – Erst zwei Wochen nach dem ersten Lockdown entschied das Gremium des WTTV den Abbruch der Saison 2019/20. Jetzt reagiert der Verband zeitnah mit Blick auf das Lockdown-Ende am 14. Februar.

Hoffen auf Fortsetzung nach den Osterferien

Die Spielleiter sollten die bis Ende Februar geplanten Mannschaftskämpfe bereits verlegt haben, heißt es in einem Vierpunkte-Szenario, das der WTTV veröffentlichte. Wenn dann im März wegen verlängerter Coronamaßnahmen oder gesperrter Spielstätten weiterhin kein Spielbetrieb möglich ist, soll die Saison nach den Osterferien ab dem Wochenende des 24. und 25. April zu Ende gespielt werden. Sollte dann auch keine Fortsetzung der beschlossenen Einfachrunde möglich sein, denken die Verbands-Oberen an den Abbruch der Saison. Eine reguläre Spielzeit endet im April. Daran schließen sich die Relegationsspiele an.

„Ich gehe nicht davon aus, dass am 15. Februar irgendetwas passiert“, meint Bönens Trainer und Geschäftsführer Walter Darenberg. Er persönlich geht davon aus, dass die Saison abgebrochen wird. In allen Ligen, in denen die TTF aktiv sind, würden Spiele fehlen. „Unsere Erste in der NRW-Liga eins hat noch sechs Spiele ausstehen“, sagt der TTF-Trainer. Die Einfachrunde zu beenden sei bei einem Start nach den Osterferien bis Juni aber noch drin.

Keine Wertung im Fall des Saisonabbruchs

„Ich finde es gut, dass der Verband klipp und klar entschieden hat, die Saison nicht zu werten, auch wenn die 50-Prozentregel der modifizierten Wettkampfordnung es theoretisch zulassen würde“, sagt Darenberg zu dem Fall, dass ein Spielbetrieb ab dem 24. April auch noch nicht möglich sein wird. „Wenn dann gewertet würde, wäre es sehr ungerecht“, so der Bönener. Gegenüber der regulären Saison würden die Mannschaften nur zu 25 Prozent gewertet. „Die, die unten ständen, also absteigen würden, haben vielleicht nur gegen die starken Mannschaften verloren und eben umgekehrt mit Blick auf den Aufstieg. Das Bild ist ganz schön verzerrt.“

Als Beispiel nennt Darenberg die Situation der eigenen Spitzenmannschaft. „Wir sind Fünfter, haben aber ein Spiel weniger. Wenn wir gegen Neheim nur mit 7:5 gewinnen würden, wären wir Erster, weil wir das bessere Spielverhältnis haben“, rechnet er vor.

Spitzenreiter SV Brackwede hat sechs Spiele absolviert, 8:2 Punkte und 36:24 Spiele, Bönen 6:2 Punkte bei 30:18 Spielen. Die Partie der Tischtennisfreunde gegen den TTV Neheim-Hüsten wurde wegen der Teilnahme von Tyson Tan Hasse an einem Top Ten-Turnier verlegt auf Anfang Februar. Jetzt ist das Spiel auf den 24. April nach hinten geschoben worden.

„Dazu kommt noch der Faktor, wann denn die Hallen geöffnet werden“, sagt Darenberg, „die Spieler müssen ja die Möglichkeit bekommen, zu trainieren. Zwei Wochen vor dem Neustart sind da sicherlich angesagt.“ Wenn nicht, seien die Spieler klar im Vorteil, die sowieso nicht trainieren würden, übt er sich in Galgenhumor. Offensichtlich hat sich der WTTV die Kritik der Vereine aus dem Frühjahr 2020 zu Herzen genommen.

„Sie können etwa Mitte Februar eine neue Beschlussfassung des Vorstands für Sport des WTTV erwarten. Mit Sicherheit werden wir uns dem Pokal- und Einzelspielbetrieb widmen, mit einiger Wahrscheinlichkeit auch dem Punktspielbetrieb ab März“, heißt es in Punkt drei der Veröffentlichung, für die Walter Almesberger, der Vorsitzende des Ausschusses für Erwachsenensport im westdeutschen Verband, verantwortlich ist.

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