Fußball

Der VfK greift nach dem letzten Strohhalm

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Letztes Spiel auf der VfK-Bank: Sven Kaczor (hinter Olaf Römer) möchte mit einem Sieg abtreten.

Bönen - Der VfK Nordbögge hat den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga B nicht mehr in der eigenen Hand, aber die kleine Chance, die noch da ist, will die Mannschaft gegen den PSV Bork II unbedingt nutzen. Am Sonntag steigt um 17 Uhr auf dem Platz von Eintracht Werne das vorsorgliche Relegationsspiel der beiden Drittletzten der Staffeln 1 und 2. Der Verlierer ist abgestiegen, der Sieger muss darauf hoffen, dass beide A-Liga-Meister aufsteigen.

„Das ist eine schwierige Situation“, sagt Sven Kaczor, der vor seinem letzten Spiel als Coach steht, „weil man ja nicht weiß, ob man gerettet ist, wenn man gewinnt.“ So bleibt den Nordböggern nur übrig, die Aufgabe anzunehmen, die Partie gegen den unbekannten Gegner zu gewinnen, und „dann können wir nur hoffen“, wie Co-Trainer Olaf Römer sagt.

Nach einer enttäuschenden Spielzeit heißt es also, beim Nachsitzen die Kräfte zu bündeln. „Die Grundtugenden, nach wie vor“, fordert Kaczor von seinem Team ein. Laufbereitschaft, aggressives Zweikampfverhalten und ein sicheres Passspiel seien gefordert. Doch in den vergangenen Monaten hat der VfK wenigstens eines davon vermissen lassen, sonst wäre er jetzt nicht in dieser Lage.

Mut macht den Nordböggern der jüngste Auftritt bei Westfalia Rhynern III. Mit 4:3 schlugen sie den Tabellendritten, ließen sich auch von einem Rückstand nicht beeindrucken und zeigte große Moral. „Da hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt. Das war für die Motivation nicht schlecht, dass wir gegen einen spielerisch starken Gegner die Saison mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen haben“, sagt Kaczor. „Ich hoffe, dass wir daran anknüpfen können“, ergänzt Römer: „Es war gut, dass wir gesehen haben, dass wir noch gewinnen können.“

Die PSV-Reserve gewann nur eines ihrer vergangenen sieben Spiele, verlor sogar gegen den Vorletzten SV Afferde. Bork rutschte an den letzten drei Spieltagen von Rang zwölf noch auf den Relegationsplatz ab. Vor Wochenfrist zog TIU Rünthe II mit einem Sieg vorbei. 23 Punkte stehen bei 51:111 Treffern auf dem Konto. Nordbögge holte zehn Zähler mehr, weist mit 73:83 auf das bessere Torverhältnis auf. Doch das zählt am Sonntag alles nicht. Nur der Sieger des direkten Aufeinandertreffens darf noch auf den Klassenerhalt hoffen.

Kaczor versucht, seinem Team den Druck zu nehmen, ließ das Training am Dienstag ausfallen. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten fehlt ihm nur Torwart Robin Wittenborn, der im Urlaub ist. Für ihn wird Sebahattin Celik zwischen den Pfosten stehen. Außerdem war Lars Lenser angeschlagen.

Derweil geisterte durch das Internet, dass Rhynern seine dritte Mannschaft zurückgezogen habe und deshalb der Sieger der Partie Nordbögge gegen Bork in der Liga bleibt. Zum einen dementierte der Verein dies umgehend, zum anderen werden etwaige freie Plätze erst nach dem Ende der Meldefrist vergeben. Dann könnten die Relegationsteilnehmer als Erste profitieren.

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