Bönener Teams wollen Heimbilanz weiter aufpolieren

SpVg-Stürmer Kevin Scheibke (rechts) fällt gegen Lohauserholz II aus. - Fotos: Baur

BÖNEN -  Die Saison in der Fußball-Kreisliga A1 biegt auf die Zielgerade ein. Zurücklehnen kann sich aber alleine der VfK Nordbögge, der nur noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft besitzt. Für die SpVg und die IG zählen dagegen im Titel- beziehungsweise Abstiegskampf am viertletzten Spieltag nur Siege.

SpVg Bönen – TuS Germania Lohauserholz II (Sonntag 15 Uhr, Rehbusch/Hinspiel 3:1).

Die Rechnung ist einfach: Zwölf Punkte sind in der Spielzeit der Kreisliga A1 noch zu vergeben, fünf Punkte Vorsprung hat die SpVg Bönen an der Tabellenspitze vor dem 1. FC Pelkum. „Das ist ein schöner Vorsprung, aber gewonnen haben wir noch gar nichts“, sagt SpVg-Trainer Axel Maurischat.

Beim torlosen Unentschieden beim TuS Wiescherhöfen II versiebte die SpVg-Elf zahlreiche hochkarätige Torchancen. „Es war wie verhext. Der eine war zu lässig abgeschlossen, der nächste geht an die Latte – und so weiter“, sagt Maurischat im Rückblick. „Da haben wir gesehen, wie schnell das gehen kann. Wenn wir gegen Hölzken wieder nur Unentschieden spielen, sind es nur noch drei Punkte Vorsprung“, so Maurischat.

Für den Trainer steht eines vor dem Treffen mit Lohauserholz fest: „Wir möchten nicht nur gewinnen, wir müssen gewinnen.“ Damit will er dem Gegner nicht die Qualität absprechen, aber auf die Notwendigkeit von drei Punkten im Titelrennen abheben. Dass der Liga-Neunte es Bönen leicht machen wird, sieht Maurischat nicht: „Die wollen den Tabellenführer sicher gerne ärgern.“ Der wird am Rehbusch ohne Stürmer Kevin Scheibke auskommen müssen, für den allerdings der zuletzt fehlende Ramazan Dincer wieder zur Verfügung steht. Weitere Personallücken wird Maurischat mit den bisher verlässlichen A-Jugend-Spielern füllen.

VfK Nordbögge – SVF Herringen II (Sonntag 15 Uhr/Feuerwache/2:2).

Das Puzzle, das Dennis Juraschuk Sonntag für Sonntag lösen muss, ist zwar nicht groß. Für den Spielertrainer des VfK haben es die 14 Teile, die er zusammenlegen muss, um eine schlagkräftige Mannschaft inklusive Ersatzbank aufzubieten, deswegen aber trotzdem in sich – zumal sich die Zusammensetzung ständig ändert. „Das Personal ist jede Woche anders“, sagt Juraschuk: „Das ist es, was es schwierig macht, eine konstant gute Mannschaftsleistung abzurufen.“ Gegen den Tabellenzehnten fehlen der gesperrte Marcel Kloda und der verhinderte Eike Hoffmann. Dazu sind Juraschuk selbst (Rücken) sowie Manuel Müller (Daumen) und Marc Aschmoneit (Zerrung) angeschlagen. Auf jeden Fall kehrt Björn Kempe zurück.

Die vielen Ausfälle, die den Nordböggern seit Wochen zu schaffen machen, schlagen sich auf die Leistung nieder. Die Konsequenz war, dass die Erfolgsserie des VfK nach elf Spielen ohne Niederlage am vergangenen Sonntag beim TuS Uentrop (1:3) gerissen ist. „Man hat es kommen sehen. Wir haben uns in den letzten Spielen schwer getan“, sagt Juraschuk, der sich daher nur kurz über die Pleite ärgerte. „Man merkt, dass die Luft raus ist“, sagt er. Dennoch wollen die Nordbögger natürlich ihren dritten Rang verteidigen. „Und auch Platz zwei ist noch in Reichweite“, gibt sich der VfK-Coach kämpferisch.

IG Bönen – TuS Wiescherhöfen II (Sonntag 15 Uhr, Schulzentrum/ 1:5).

Der IG gelangen an den vergangenen beiden Wochenenden zwei Siege in Folge – zum ersten Mal in dieser Saison. Und deshalb haben sie am Schulzentrum auch die Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Fünf Punkte liegt Bönen hinter Gurbet Spor Bergkamen. Am Sonntag könnte allerdings eine Vorentscheidung fallen, ob der drittletzte Rang weiter in Reichweite bleibt. Den Gurbet Spor trifft auf Schlusslicht TIU Rünthe, das wiederum drei Zähler hinter der IG rangiert. „Ich hoffe auf ein Unentschieden“, will Sezer möglich den Abstand nach unten und die Chance nach oben in jedem Fall wahren.

Sezer selbst ist für die Partie nach seiner Gelb-Roten Karte beim 3:1-Erfolg in Heessen gesperrt. Mit Wiescherhöfen gibt der Liga-Vierte und der Zweite der Rückrundentabelle sein Gastspiel am Schulzentrum. „Die haben uns schon im Hinspiel Kopfschmerzen bereitet“, sagt Sezer zum 1:5. Er muss zudem auf Harun Dogan verzichten, der am Tag zuvor heiratet. Zur Feier sind auch große Teile der Mannschaft eingeladen. „Ich habe ein Auge darauf“, scherzt Sezer. Fraglich ist weiter der Einsatz von Laye Toure. Das Sturmproblem soll im Saisonendspurt Sedat Cakir lösen, dessen einjährige Sperre nach einem Angriff auf einen Schiedsrichter abgelaufen ist. - jan/bob

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