TuS-Damen haben keine Lust auf die Relegation

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TuS-Trainer Jochen Schönsee hat eine gute Entwicklung bei seinem Team festgestellt. Luft nach oben sei für die Bönerinnen aber noch vorhanden.

Bönen - Ein langes Volleyballjahr liegt hinter den Damen der TuS Bönen. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga in der Relegation war ihnen nur eine kurze Pause vergönnt. Ab Ende Mai bat Jochen Schönsee sein Team durchgehend zum Training, schließlich wollte der neue Coach seine Ideen umsetzen. Erfolgreich war der Plan, denn die TuS führt die Landesliga-Tabelle an.

„Es läuft alles gut“, meint Schönsee, stellt aber gleichzeitig klar: „Da ist überall noch Luft nach oben.“ Neun Spiele, neun Siege bei 27:5 Sätzen sind eine starke Bilanz. Derzeit haben die Bönenerinnen fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger Jahn Dortmund, der allerdings nur acht Partien absolviert hat. Die drittplatzierten Brechtenerinnen folgen einen weiteren Zähler dahinter. Im Februar trifft die TuS nacheinander auf die beiden Kontrahenten. „Das sind die Spiele, die wir vorne überleben müssen“, sagt Schönsee.

Jetzt ist aber erst einmal Pause angesagt. „Es soll mal 14 Tage nicht an Volleyball gedacht werden“, erklärt der Trainer. Denn er hat festgestellt, dass seine Mannschaft nach sieben Monaten eine Pause braucht: „Die letzten Spiele waren ein bisschen wacklig.“ Bönen gewann zwar auch gegen RC Sorpesee III und TV Hasperbach. Beim 3:2 gegen die Sauerländerinnen gab es aber den ersten Punkt in dieser Saison ab und drehte die Partie nur mit einem Kraftakt. Und auch das 3:1 gegen den TV war knapp. Die TuS verlor Durchgang zwei mit 12:25, ehe sie sich anschließend mit 25:10 durchsetzte. „Das geht eigentlich gar nicht“, so Schönsee. Zunehmende Konzentrationsschwächen nach der langen Serie und zuletzt vier Spielen in fünf Wochen machten sich breit.

Auf der anderen Seite haben auch die Gegner den Vorsprung, den die TuS durch die lange Trainingsphase besaß, langsam aufgeholt. „Die Mannschaften wachsen immer mehr zusammen. Hasperbach hatte eine ganz andere Qualität als in der Hinrunde“, meint Schönsee zum ersten Spiel der Rückserie. Dementsprechend mahnt der Trainer seine Schützlinge, angesichts des ersten Platzes nicht in Selbstzufriedenheit zu verfallen. „Es ist toll, wen man alles gewinnt, aber es ist kein Selbstläufer. Es muss allen bewusst sein, dass wir uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen können.“

Das Ziel lautet schließlich Rückkehr in die Verbandsliga, die die TuS nach nur einem Jahr wieder verlassen musste. „Der Abstieg war völlig unnötig“, betont Schönsee, der schon damals einige Spiele gesehen hatte, in denen Bönen leichtfertig Punkte aus der Hand gegeben hatte. Seitdem hat der Nachfolger von Michael Salaw vor allem an der Schnelligkeit und der Beweglichkeit sowie an der Flexibilität seiner Spielerinnen gearbeitet. Mit Erfolg, wie er nach einem gutem halben Jahr registriert: „Die Feldabwehr ist schon schneller geworden als letztes Jahr, und wir sind grundsätzlich flexibler im Angriff.“ Aber wie gesagt, der Trainer sieht überall noch Potenzial.

Bereits am 5. Januar stehen die Bönenerinnen wieder in der Halle. Zwei Tage ist ein Freundschaftsspiel angesetzt, damit das Team wieder in den Rhythmus kommt, wenn es am 16. Januar gegen Oberaden wieder um Punkte geht. Dann können sich die TuS-Damen auch die beiden Konkurrenten noch einmal aus der Nähe ansehen, denn Brechten und Jahn treffen direkt vorher in der Brechtener Grundschule aufeinander. Der Bönener Kader erhält dann wieder Verstärkung durch Ricarda Rinschede, die ihr Auslandssemester beendet hat. Dann geht es darum, den Siegeszug fortzusetzen. Der Aufstieg soll auf jeden Fall auf kürzestem Weg erfolgen: „Es hat keiner Bock darauf, Relegation zu spielen“, betont Schönsee.

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