Volleyball-Frauen des TuS bleiben auf Trainersuche

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Nadine Wilmes und ihre Kolleginnen vom TuS Bönen bleiben auf Trainersuche.

Bönen – Bereits Anfang März  hatte Michael Salaw den Volleyball-Frauen des TuS Bönen mitgeteilt, dass er für die Spielzeit 20/21 als Trainer nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Seither suchen die Bönener Verbandsliga-Spielerinnen einen neuen Coach, haben diesen aber noch nicht gefunden.

 „Der Pool der Trainer im Volleyballbereich ist nun einmal nicht so groß und der Markt nicht so gut bestückt wie zum Beispiel im Fußball“, sagt Nadine Wilmes, Fachwartin Volleyball im TuS 01. Inzwischen haben die Bönener Frauen das Training unter Corona-Bedingungen wieder aufgenommen und zumindest einen Kandidaten in einem Probetraining gesichtet. Dieser hat eine A-Lizenz und laut Wilmes einen guten Eindruck hinterlassen. Ein zweiter Kandidat, der sich über Facebook gemeldet hatte, sollte sich am vergangenen Donnerstag präsentieren, musste aber aus beruflichen Gründen absagen.

 Die Entscheidung ist vertagt, und gerne würden Nadine Wilmes und Kolleginnen weiteren Kandidaten auf den Zahn fühlen. Wichtig für mögliche Kandidaten: Sie wollen eine qualitativ und quantitativ gute Truppe vorgestellt bekommen. Und da sieht es beim TuS 01 derzeit gut aus. „Zehn, elf Spielerinnen“, sagt Nadine Wilmes, haben für die kommende Spielzeit ihre Bereitschafts signalisiert. Bei einer Spielerin könne der weite Anfahrtsweg zum Training und zu den Spielen dazu führen, dass sie sich einen Klub näher an ihrem Wohnort suchen wird. 

Mit eingeplant ist im Kader für 2020/2021 auch die Oberadener Mittelblockerin Anna Wendel, die sich aktuell noch mit Knieproblemen herumplagt. Drei Spielerinnen wollen sich noch vorstellen. „Wir suchen vor allem für den Mittelblock und das Zuspiel“, sagt Wilmes – nicht, weil es dafür keine Spielerin gibt, sondern um „alle Positionen gleichmäßig und gut“ zu besetzen. 

„Wir haben es in den letzten zwei, drei Jahren immer so gehabt, dass wir mit mehr Spielerinnen gestartet sind als die zwölf, die ins Protokoll passen“, sagt Nadine Wilmes, und: „Wir nehmen jede gerne, wenn es menschlich und sportlich passt. Aber wer kommt, dem können wir keine Spielanteile zu 100 Prozent versprechen.“ Auch die zweite Mannschaft, die in der kommenden Saison in der Bezirksklasse antritt, sucht weitere Mitspielerinnen – und auch einen neuen Trainer. 

Inzwischen steht zumindest für die erste Frauenmannschaft fest, in welcher Verbandsliga-Gruppe sie in der kommenden Saison antreten wird. Sie muss sich aus der vertrauten Gruppe 3 verabschieden und wird es in der Gruppe 5 vornehmlich mit Mannschaften aus Ostwestfalen aufnehmen müssen – Minden, Paderborn oder Preußisch Oldendorf gehören zu den Auswärtsstationen. Hinzu kommen aus dem Münsterland der SuS Olfen und Union Lüdinghausen sowie eine Auswahl des Westdeutschen Verbandes, die in Münster stationiert ist. 

„Wir hätten natürlich lieber Lünen oder Schwerte gehabt, aber wir liegen genau dazwischen. Wir nehmen es jetzt so, wie es gekommen ist“, sagt Wilmes. Wann die Saison fortgesetzt werden kann oder soll, darüber herrscht noch keine Klarheit. Es gibt zwar einen Rahmenterminplan, doch ist dieser unverbindlich. 

Die Vorbereitung auf den Neustart läuft bei den Bönener Frauen weiter. Nadine Wilmes: „Ich hoffe, dass es möglich gemacht wird, dass wir auch in den Ferien trainieren.“ Ob mit einem neuen Trainer, das ist offen. In dieser Woche wird sich der Hauptvorstand mit dem Thema beschäftigen – wohl auch vor dem Hintergrund, dass gute Trainer eben nicht aus der Portokasse zu bezahlen sind...

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