Tischtennis

Virtuelle Trainingsstunde bei den TTF Bönen

Übungsleiter Fabian Neumann (Bild) und Jonas Mittermüller trainierten sechs Tischtennis-Nachwuchsspieler der TTF Bönen virtuell.
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Übungsleiter Fabian Neumann (Bild) und Jonas Mittermüller trainierten sechs Tischtennis-Nachwuchsspieler der TTF Bönen virtuell.

Sechs Nachwuchsspieler der Tischtennisfreunde Bönen nutzten am Samstag das Angebot einer virtuellen Trainingsstunde via Zoom-Konferenzsoftware. Übungsleiter waren Fabian Neumann und Jonas Mittermüller, der die einzelnen Einheiten auch vorturnte. Als „stiller Beobachter“ verfolgte Cheftrainer Walter Darenberg am heimischen Laptop das Geschehen.

Bönen - „Wir machen heute was für die stabile Mitte“, eröffnete Neumann die Stunde. Die Körperspannung zu halten, sei wichtig. Er merke es heute, dass er ein solches Training in der Jugend nicht gemacht habe, motivierte er. Die einzelnen Übungen kannten die Teilnehmer zwar aus dem normalen Training in der Halle der Pestallozzischule. Wichtig sei eine Regelmäßigkeit. „Dazu braucht ihr kein Material und auch nicht viel Zeit“, so Neumann. Der Erfolg sei aber spürbar.

„Ihr wisst ja: Bei mir gibt es keinen Sport ohne sich warmzumachen“, startete der Trainer den schweißtreibenden Teil der Übungseinheit mit „auf der Stelle laufen“ und „Hampelmännern.“

Konzentration bei den Teilnehmern

Neumann verlor seine Schüler ab und an aus dem Blick. „Ich denke, an der Kameraaufstellung müssen wir noch arbeiten“, sagte er. Der TTF-Coach achtete nämlich penibel darauf, dass der Rücken bei diversen „Planken“ gerade gehalten wurde und korrigierte, wenn es angesagt war. „Nicht so einen Katzenbuckel, Colin!“ Der Angesprochene korrigierte umgehend. Die meisten der Teilnehmer machten konzentriert mit. „So ruhig sollte es auch in der Halle sein, keiner albert rum“, bemerkte Neumann.

Zum Abschluss „vergaß“ das Trainergespann dann mal die Planke. „Jetzt kommt Colins Lieblingsübung“, scherzte Neumann, „das Wandsitzen.“

Sport soll mehr in den Vordergrund rücken

Selbstkritisch beendete er dann die erste virtuelle Trainingseinheit mit einem Tischtennisschläger in der Hand und dem Versprechen, dass der eigentliche Sport beim nächsten Mal mehr in den Fokus rücken werde.

„Ich fand es heute ein bisschen trocken, aber es ja war das erste Mal.“ Das Trainerteam wolle daran arbeiten, neue Ideen entwickeln. Eine kam schon im Laufe der Stunde auf. „Wir brauchen noch Musik im Hintergrund“, vermisste Mittermüller zwischenzeitlich den Takt.

Positive Resonanz

Die Resonanz der Teilnehmer an der virtuellen Trainingsstunde war durchweg positiv. Maximilian wirkte zwar angestrengt, wie Neumann beobachtete. Er fand die die Aktion aber gut. Ganz untrainiert war der Schüler auch nicht eingestiegen. „Ich laufe und mache Workouts“, berichtete er von seinem Lockdown-Programm. Mia fand das Angebot zwar anstrengend, gab aber ebenfalls ein positives Feedback wie auch Emma. Sie hatte sogar den Tischtennisschläger während der Auszeit in der Hand. „Wir haben ´ne Platte zu Hause“, sagte sie.

Gespannt dürfen die Tischtennisfreunde sein, wer das nächste Training vorbereiten wird. Die Testphase ist für einen Monat, jeden Samstag um 11 Uhr, angedacht. Die Übungsstunden sollen durch Challenges ergänzt werden. „Jeder wird den anderen über die Teamfit-App Aufgaben stellen“, erklärte Mittermüller. „Dann hat das mehr Wettbewerbscharakter.“ Den vermissen die jungen Tischtennisspieler am meisten.

„Es waren weniger als bei unserem Online-Meeting dabei, aber doch mehr als ich erwartet hatte“, zog Neumann eine kurze Bilanz. Eine Erkenntnis des lockeren Treffens via Zoom und des ersten virtuellen Trainings ist für ihn, dass der Verein das hätte schon früher anbieten sollen. Das sei zudem eine persönliche Quintessenz. Er habe die Trainingsstunden mit der TTF-Jugend extrem vermisst, so der Athletiktrainer des Vereins.

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