Vier RSV-Talente im Notizblock der Landestrainer

RSV Altenbögge C-Junioren bei der Westfalen-Sichtung von links: Felix Isenbeck, Marvin Wollek, Max Miebach, Damian Jablonski

Bönen - Beim Blick auf die Handball-Karte ist der RSV Altenbögge nur ein kleiner Fleck zwischen den vielen großen Traditionsvereinen in Westfalen. Dennoch wurden jetzt gleich vier Bönener zum Sichtungstraining der Westfalenauswahl des Jahrgangs 2002 eingeladen. 28 Jugendliche aus Südwestfalen wurden von den Landestrainern im Handball-Leistungszentrum (HLZ) Ahlen genauestens unter die Lupe genommen. Für Felix Isenbeck, Dennis Jablonski, Marvin Wollek und Max Miebach war es ein besonderes Erlebnis.

Es war nicht nur ein normales Training, was das RSV-Quartett am Samstag in Ahlen absolvierte. Einen ganzen Tag lang wurden die Bönener auf Herz und Nieren geprüft. Größe und Gewicht, Sprung- und Wurfkraft, Ausdauer und Geschwindigkeit und einiges mehr wurde von den sechs Trainern gewogen und ausgemessen. Um die Koordination zu beurteilen gehörte auch Bodenturnen zu den Übungen. Der Handball-Verband Westfalen (HVW) sucht seine Auswahl für das kommende Jahr zusammen. Einen Tag später wurden ebenfalls 28 Talente aus Nordwestfalen gescoutet.

Die Auswertung erhalten die jungen Sportler nach dem Sommerferien, ab dann wird auch alle zwei Wochen ein Stützpunkttraining in Ahlen oder Dortmund durchgeführt. Die Torhüter wie Marvin Wollek erhalten zusätzlich alle zwei Wochen ein Torwarttraining. Isenbeck ist als Linkshänder Rechtsaußen, Jablonski spielt am Kreis und Miebach besetzt die Position auf Rückraum Mitte. Im kommenden Frühjahr erfolgt dann eine erneute Leistungsdiagnostik. Anschließend wird der 22 Mann starke Kader benannt, der zu Ländervergleichsspielen antritt und zur Bildung der Nationalmannschaft herangezogen wird. „Ein hohes Kriterium ist auch das Schulzeugnis. Und auch die sozialen Verhältnisse zählen mit“, sagt Thomas Wollek, der wie andere Eltern seinen Sohn nach Ahlen begleitete und vom Verband eine Einführung erhielt.

Wollek betreut die Bönener auch in der Kreisauswahl. Im Verein sind Konni Volkmer und Stephanie Pelzel für die aktuelle C1-Jugend-Mannschaft zuständig. Und für die ist es eine echte Freude. „Alle sind willig, das macht es relativ einfach“, sagt Volkmer, die in Max Vogt, Rico Schröder, Valentin Korkowski und Jan Eikel vier weitere Kreisauswahl-Talente zum Kader zählt. „Den Luxus hat nicht jeder, das man ohne Qualitätsverlust wechseln kann“, sagt Volkmer.

RSV-C-Jugend will in die Oberliga

Sie betreut das Team nun im dritten Jahr und hat sich viel vorgenommen. Die Oberliga ist das Ziel, weswegen der RSV für die Qualifikation gemeldet hat. Darin trifft Altenbögge auf Ahlen, Handball Hamm, Soest, Heeren und Oberaden und will Erster werden, um den Direktplatz zu erhalten und nicht durch die Relegationsmühle zu müssen. Am ersten Wochenende nach den Ferien geht die Kurzsaison los.

Schon im Vorjahr hatten die Bönener ihr Team, zu dem damals Vogt und Schröder gestoßen waren, als Jungjahrgang für die Quali gemeldet, Der RSV wurde starker Dritter, verpasste anschließend aber die Ober- und Bezirksliga. „Sie sind am Kopf gescheitert, nicht an der Qualität“, betont Volkmer. Letztlich gab der körperliche Vorsprung der Altjahrgänge den Ausschlag zuungunsten der Altenbögger. So war es auch in der Kreisliga, in der Bönen hinter dem TV Werne Vize-Meister wurde.

Als Neuzugang ist nun Miebach mit dabei, der aus Heeren kam. „Die Jungs kennen sich alle über die Kreisauswahl“, sagt Volkmer, die den Zusammenhalt der Spieler als herausragend bezeichnet. Die Jugendlichen unternehmen auch außerhalb der Halle etwas zusammen. „Sie harmonieren sehr gut. Das habe ich so ganz wenige Male erlebt “, erklärt die Trainerin, die immerhin auf eine 30-jährige Tätigkeit zurückblickt. Um für die Quali am gerüstet zu sein, wird dreimal die Woche trainiert – auch in den Ferien. Einzig ein zweiter Torhüter fehlt dem Altenbögger Team noch. - bob

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