Derby in Bönen

VfK moralischer Derbysieger, aber trotzdem Letzter

Derby am Rehbusch: VfK Nordbögges Spielertrainer Lars Lenser im Zweikampf mit Yusuf Senel.
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Derby am Rehbusch: VfK-Spielertrainer Lars Lenser im Zweikampf mit Yusuf Senel.

Es waren intensive zwei Stunden, in denen sich beide Teams mit allen fairen Mitteln bekämpften. Zweimal ließ der Unparteiische, bei dem Nordbögge etwas besser, aber nicht entscheidend wegkam, lange nachspielen. Gab es für die zehn Minuten im zweiten Durchgang keinen Grund, so musste im ersten Abschnitt bereits nach sieben Minuten Mohammed Elias länger behandelt werden. Er war mit einem Mitspieler zusammengerasselt. Für die SpVg folgte kurz darauf der zweite Nackenschlag, als sich Luke Schnieber energisch durchsetzte und sein Distanzschuss vom Innenpfosten ins Tor flog (12.). Die Bönener hatte der Ausfall von Elias geschockt, für den sogar der Krankenwagen wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung auf die Laufbahn gefahren kam. Doch schon im Verlauf der Partie ging es dem Bönener wieder besser.

Es entwickelte sich ein intensives Derby, in dem die Nordbögger Fans lautstark Stimmung machten. Beide Mannschaften scheuten keine Zweikämpfe und suchten, wann immer möglich den Weg nach vorne, auch wenn sich dabei etwas zu viele Fehler einschlichen. Deshalb gab es bis zur Pause nur wenige Chancen. Der starke VfK-Keeper Maximilian Kleibohm parierte gegen Salih Tasdelen (33.), Atakan Iscan schoss aus guter Position vorbei (37.).

Packendes Derby am Rehbusch endet Unentschieden

Packendes Derby am Rehbusch endet Unentschieden

Erst nach dem Wechsel war auch vor den Tore mehr los. Bönen glich in der 55. Minute aus, als Kleibohm bei einem Freistoß fast von der Mittellinie seine Torlinie verließ, Iscan aber per Kopf eher am Ball war. „Das 1:1 fällt aus dem Nichts“, ärgerte sich Nordbögges Spielertrainer Lars Lenser. Nur eine Minute später machte der Schlussmann im Eins-gegen-Eins gegen Arman Kuba mit einem Fußreflex wieder gut. Auf der anderen Seite zirkelte Hagen Reiber zwei Freistöße aufs Tor, doch Eloy Hahne war zur Stelle (59., 60.). Kurz darauf rettete der Keeper gegen Sven Koslowski glänzend.

Die Bönener drehten zunächst das Spiel und bejubelten das 2:1 von Patrick Luboch.

Luboch gleicht aus, doch Iscan verpasst das 3:1

Die SpVg setzte nach dem Ausgleich auf schnelle Gegenzüge, beim Abschluss wurde Iscan aber zweimal entscheidend gestört und verzog (67., 68.). Ein von Kuba in der VfK-Hälfte eroberter Ball, führte dann zum 2:1 für den Tabellenführer. Er bediente Patrick Luboch von Strafraumgrenze genau Maß nahm (80.). Nur eine Minute später verpasste Iscan das 3:1 gegen Kleibohm. „Da war bei uns etwas die Luft raus“, meinte Schnieber.

Die Gäste rappelten sich aber wieder auf und hatten bei einem zweiten Ball nach einem Standard das Glück, dass Cüneyt Tuczunoglu zu Beginn der Nachspielzeit im Strafraum ein Luftloch fabrizierte. Schnieber erzielte den Ausgleich. Und das war noch nicht der Schlusspunkt: Iscan – wieder alleine vor dem Torwart traf nur den Pfosten, während Hahne Lensers Schuss stark entschärfte.

Die Nordbögger feierten das 2:2 durch Luke Schnieber enthusiastisch.

SpVg-Zweite bleibt Erster, Nordbögge rutscht auf den letzten Platz

„Für die Zuschauer war es ein geiles Spiel“, meinte Bönens Samet Özgüc, der mit seinem Team weiter ungeschlagen und Erster bleibt. Die Nordbögge fühlten sich zwar als moralischer Gewinner, warten aber weiter auf den ersten Sieg und sind Letzter. bob

SpVg II: Hahne – Y. Senel, Duman, S. Özgüc, Tuczunoglu – E. Senel, D. Bednarek, Elik, Quint – Elias – Iscan; eingewechselt: Tasdelen, Herger, Kuba, Luboch
VfK: Kleibohm – Oturak, Reiber, Tacke, Seepe – Lenser, Strauß – Koslowski, Francki, Schnieber – Killian; eingewechselt: Peitsch, Budde, P. Wittenborn
Tore: 0:1 Schnieber (12.), 1:1 Iscan (55.), 2:1 Luboch (75.), 2:2 Schnieber (90.+3)

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