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VfK hat nach gutem Start stark abgebaut, ist aber noch über dem Strich

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Von: Boris Baur

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Einen Viererpack schnürte Sven Koslowski gegen Isenbeck. Mit acht Toren ist er der einzige Nordbögger, der zuverlässig trifft.
Einen Viererpack schnürte Sven Koslowski gegen Isenbeck. Mit acht Toren ist er der einzige Nordbögger, der zuverlässig trifft. © Markus Liesegang

Die Fußballer sind in der Winterpause. In der Kreisliga B1 haben die vier Teams aus der Gemeinde sehr unterschiedlich abgeschnitten. Zeit für eine Bilanz. Zum Abschluss mit dem VfK Nordbögge, der akut abstiegsgefährdet ist, aber vor dem Jahreswechsel immerhin noch über dem Strich steht.

Wie lief die Hinrunde?

Enttäuschend. Zwar hatten alle an der Feuerwache mit einer schweren Saison gerechnet, mehr als zwei Siege und acht Zähler waren dann aber schon eingeplant. Vor allem als der Start mit vier Punkten aus zwei Spielen gelungen schien, hofften viele Nordbögger auf eine ruhige Saison. Doch danach verlor der VfK erst dreimal in Folge unglücklich mit einem Tor, danach kamen auch hohe Niederlagen hinzu. Erfolgserlebnisse gab es nur noch gegen den Vorletzten SG Isenbeck, was sich am Ende als ganz wichtig herausstellen könnte, und zum Abschluss beim 3:3 gegen eine ersatzgeschwächte SpVg Bönen II.

Was war gut?

Allen voran natürlich der Start, bei dem letztlich jedoch zu wenig Zählbares heraussprang. Sonst ist angesichts der zehn Niederlagen und 24:49 Gegentoren wenig Positives auszumachen. Immerhin die weichen Faktoren stimmen: Coach Lars Lenser hatte eigentlich immer genügend personelle Alternativen, obwohl an einigen Wochenenden mehr personelle Wechsel nötig waren, als ihm lieb sein dürften. Die Trainingsbeteiligung war vorhanden, die Stimmung im Team, in dem sich viele noch aus der Jugend kennen, blieb gut. Trotz hoher Rückstände brach Nordbögge nur selten ein, kämpfte bis zum Abpfiff. Zudem zeigten Youngster wie Lucio Correira, Benjamin Kurz oder Fynn Täuber ihr Potenzial.

Was war schlecht?

Der Negativlauf mit nur vier Punkten aus den vergangenen elf Spielen war schon beachtlich. An der Tabellensituation des Drittletzten ist lediglich aufmunternd, dass bei der mageren Ausbeute mit der SG Isenbeck (sieben Zähler) und TuS Uentrop III (0) zwei Mannschaften noch schlechter sind. Gegen die Teams aus dem oberen Tabellendrittel bekam der VfK bei teilweise deutlichen Niederlagen die Grenzen aufgezeigt. In diesen Partien, aber auch in vielen anderen, leistete sich das junge Team zu viele gravierende Fehler und riss die guten Ansätze oft eigenständig ein.

Was war der Höhepunkt?

Das 5:1 gegen Isenbeck war nicht nur für die Tabelle wichtig, es war auch eine sehr ordentliche Leistung. Einer wird die Partie vermutlich nicht so schnell vergessen: Sven Koslowski erzielte einen Viererpack.

Was war der Tiefpunkt?

Koslowski war auch am Tiefpunkt der Hinrunde entscheidend beteiligt. Ein 0:6 ist nie schön, in einem Derby schmerzt es besonders. Koslowski hatte nach einer Viertelstunde eine harte Rote Karte gesehen. Bitter war auch das 0:5 beim VfL Mark II, als sich der VfK nach ordentlicher erster Halbzeit seinem Schicksal ergab und gleich zwei dumme Platzverweise kassierte. Drei Rote und zwei Gelb-Rote Karten sind sowieso zu viele für 13 Partien.

Was muss im neuen Jahr besser werden?

Der VfK muss die Fehler abstellen, die das Team besonders im Spielaufbau in gefährlichen Situationen zu häufig fabriziert und den Gegner so zu Treffern einlädt. Dazu kommt die fehlende Torgefahr, die allerdings auch daher rührt, dass es keinen echten Stürmer im Kader gibt. Auch erfahrene Führungsspieler, die wirklich vorangehen, sind willkommen. Dass beispielsweise Danny Strauß die ganze Hinserie verletzt fehlte, war eine große Bürde. Zuletzt war immerhin der kämpferische Einsatz hervorragend, das muss er jedes Mal sein, damit Nordbögge eine Chance hat.

Wo geht die Reise hin?

Angesichts von zehn Punkten Rückstand auf den nächsten Konkurrenten geht nach oben nicht mehr viel. Die beiden Gegner im Abstiegskampf haben allerdings noch weniger Qualität gezeigt. Nordbögge muss die direkten Duelle mit Isenbeck und Uentrop gewinnen und darüber hinaus noch ein paar Punkte sammeln, dann könnte es mit dem Klassenerhalt schon klappen. Lernfähig genug ist die junge Mannschaft. Richtig haarig dürfte es allerdings werden, wenn es in der B-Liga mehr als zwei Absteiger geben sollte.

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