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Nordbögge atmet nach Pflichtsieg durch

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Von: Markus Liesegang

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Mit seinem Viererpack gegen Isenbeck verschaffte Sven Koslowski (links) seinen Nordböggern ein bisschen Luft im Abstiegskampf.
Mit seinem Viererpack gegen Isenbeck verschaffte Sven Koslowski (links) seinen Nordböggern ein bisschen Luft im Abstiegskampf. © Markus Liesegang

Konkret sagen, wann er das letzte Mal vier Tore erzielt hatte, konnte Sven Koslowski nicht. „Damals in der Dritten bei Bönen vielleicht“, sagte der Stürmer des VfK Nordbögge nach dem 5:1-Sieg über die SG Isenbeck. „Es fing aber auch gut an mit dem ersten Tor.“ Das zum 1:0 erzielte er per Strafstoß schon in der 17. Minute. „Der Elfer brachte Sicherheit und dann klappte alles.“ Nicht nur bei Koslowski, sondern bei der Mannschaft, die in den vergangenen Wochen ständig einem Rückstand hinterherlaufen musste.

Bönen – Der Kantersieg – erst der zweite Erfolg in der Saison nach dem 3:1-Aufftaktsieg gegen den TuS Uentrop III – kam zur rechten Zeit. Zuvor hatte der Fußball-B1-Ligist beim VfL Mark II (0:5) und gegen die SG Bockum-Hövel II (1:5) selbst Klatschen kassiert und war auf den ersten Abstiegsplatz gerutscht. Diese beiden Teams waren jedoch nicht der Maßstab, weil sie beide in den Top Fünf der Liga beheimatet sind. Doch in der Mark war der VfK zeitweise auseinandergefallen.

Das Tabellenbild sieht mit dem elften Platz nun etwas freundlicher für den VfK aus. Allerdings sieht Spielertrainer Lars Lenser noch keine Trendwende. Die Nordbögger hatten leichtes Spiel mit dem Hammer Kellerkind, das nun selbst Vorletzter ist und sich kaum Chancen herausspielte. Das Gegentor fiel in der Nachspielzeit, als der Gastgeber das Spiel gedanklich komplett abgehakt hatte.

Nur ein Pflichtsieg

„Diese Gegner musst du schlagen“, hatte Lenser, der sich Mitte der zweiten Hälfte selbst einwechselte, zurecht gefordert. „Er hatte Bock zu spielen“, erklärte Nordbögges gelb-rot gesperrter Mittelfeldmann Philipp Wittenborn am Spielfeldrand. Not hatte sein Team nicht. Zwar musste der Coach kurzfristig drei Ausfälle verkraften, zuletzt hatte sich Luca Steinke im Spiel der Reserve verletzt. Außerdem schonte er den angeschlagenen Jan-Niklas Dalley. Aber die Ersatzleute wie Tobias Poschmann auf der linken Angriffsseite erledigten den Job gut.

„Die Einstellung stimmte heute. Die Jungs haben einfach gemacht“, lobte Lenser. Er hatte die „Basics“ verlangt. Aggressivität und Laufbereitschaft passten am Sonntagnachmittag. Es stand eine Mannschaft auf dem Platz. Lenser hatte sein Team mit dem Comeback des Liberos stabilisiert. Martin Francki ordnete als freier Mann die wackelige Nordbögger Deckung.

Gutes Mannschaftsklima als Voraussetzung

Gute Stimmung war ganz offensichtlich eine weitere Voraussetzung für den Erfolg. Wie Lenser betonte Koslowski: „Ich hatte die ganze Woche Bock auf Fußball.“ Und er ergänzte, dass es nicht wichtig sei, selber zu treffen. „Wir müssen Erfolg haben.“

Zur Unterstützung der Mannschaft hatten sich auch die Hardcore-Fans der Nordbögger aus der dritten Mannschaft hinter der Auswechselbank versammelt. Sie feuerten lautstark an, feierten gelungene Aktionen, indem sie die Spieler namentlich vorstellten.

Lenser selbst verbreitete zudem gute Laune. „Schlag! Komm!“, forderte er den Stürmer der mit Spitznamen „Schlagkette“ oder eben „Schlag“ heißt, auf, seinen schnellen Einwurf anzunehmen. Für den Scherz – Lenser war zu dem Zeitpunkt noch nicht im Spiel – sah er die gelbe Karte.

Schweres Restprogramm bis zur Winterpause

Doch gute Laune alleine wird im Abstiegskampf nicht reichen. Und in dem steckt der VfK trotz des Dreiers weiterhin. Vier Punkte beträgt der Vorsprung nur auf Isenbeck – und den TVG Flierich-Lenningsen, der ebenfalls unten drin steckt. Schon vor der Partie hatte Lenser daher gesagt, dass es bei einer Pleite am Sonntag „dunkel“ aussehen würde. Das Programm bis zum Jahresende ist happig. Am kommenden Sonntag gastiert mit dem Tabellenachten Yunus Emre HSV noch der auf dem Papier einfachste Gegner an der Feuerwache.

Es folgen die Kräftemessen mit Spitzenreiter TuS 59 Hamm am 31. Oktober und SVE Heessen II am 7. November, bevor die Partie gegen die IG-Zweite (28. November) die Derbywochen für die Nordbögge einleitet. Im Dezember geht es erst nach Flierich, wenn denn am Butterwinkel gespielt werden kann, und dann gegen die SpVg-Reserve.

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