Delegierte vertagen Satzungsänderung beim KSB

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Der neue Vorstand des Kreissportbundes Unna inklusive Beauftragter um Rudolf Mäkler (Dritter von links) und Jürgen Korvin (Vierter von rechts).

BÖNEN -  Klaus Stindt bleibt Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Unna. Er wurde am Montagabend von der Delegiertenversammlung einstimmig wiedergewählt wie auch seine Vorstandskollegen Peter Schmidt (stellvertretender Vorsitzender) und Ludger Töpfer (Kassenwart).

Neu im KSB-Vorstand sind Günter Langkau, 2. Vorsitzender des Stadtsportbundes Lünen, und der Heerener Anwalt Oliver Stute-Redlin, der bisher ohne Verbandserfahrung ist – ein Vorschlag Stindts, der den KSB-Vorstand verjüngen möchte.

Während die Delegierten mit der praktischen Arbeit ihres Führungsgremiums also offensichtlich zufrieden waren, bereitete ihnen die anstehende Satzungsänderung Bauchschmerzen. Die vorliegende Neufassung wurde nicht beschlossen.

Der Vorstand wollte die Satzung hinsichtlich einer Professionalisierung der Arbeit reformieren. Zum Beispiel sollen eine Art „Tochtergesellschaften“ als juristische Personen, neue Tätigkeitsfelder wie den Reha- und Gesundheitssport eigenständig erschließen. Die Kooperation mit Schulen und Kindertagesstätten wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut, der Umsatz des KSB bewegt sich inzwischen bei fast einer Dreiviertelmillion Euro. Vor drei Jahren wurde zudem mit Matthias Hartmann ein hauptamtlicher Geschäftsführer bestellt. Ein Grund für den ehrenamtlichen Amtsinhaber, Jürgen Korvin, seinen Posten in Frage zustellen und die Satzungsänderung voranzutreiben.

Die treibende Kraft der Revoluzzer war Wernes Stadtsportbundvorsitzender Jürgen Zielonka. Er befürchtete zum einen, dass durch die Ausgliederung von Bereichen der Einfluss des Hauptausschusses, quasi des Aufsichtsrates aus den Vorsitzenden der einzelnen Gemeindesport- und Stadtsportverbände, schwinden würde. Zielonka machte dies am Wortlaut des entsprechenden Paragraphen fest: „Früher hieß es, der Hauptausschuss lenkt die Arbeit des KSB, jetzt steht hier, er begleitet die Arbeit.“ Stindt bestätigte, dass dem Vorstand der Hauptausschuss zu mächtig sei und die Gewichtung neu geregelt werden sollte. Zielonka bekam Unterstützung, auch weil Mitglieder die fehlende Kommunikation zur Satzungsänderung im Vorfeld kritisierten. Vorstand, Geschäftsführung und Delegierte einigten sich auf eine Vertagung des Beschlusses bis zur nächsten Klausurtagung im November. Bis dahin bekommen die einzelnen Verbände die Möglichkeit, an der Reform – sprich einer neuen Satzung – mitzuarbeiten.

Aber wie schon gesagt, mit der Arbeit von Stindt und seiner Mannschaft, waren die Delegierten durchaus zufrieden. Das Hauptaugenmerk des Vorsitzenden, die Netzwerkarbeit wurde ausgebaut. Der KSB kooperiert inzwischen mit den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Institutionen wie zum Beispiel dem Frauennetzwerk. In dieses Schema passt die neue Integrationsbeauftragte des KSB, Sevgi Kahraman-Brust. Sie ist nicht nur Mitarbeiterin des Integrationszentrum des Kreises Unna, sondern auch in zahlreichen Gremien aktiv. - ml

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