Fehlentscheidung der Knackpunkt

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Gestoppt: Bönens Florian Bednarek bleibt in dieser Szene am ausgestreckten Bein von Dennis Wieland hängen.

Bönen - Die Ausgangslage war nicht gut für die IG Bönen gewesen. Vor dem Spiel gegen den BV 09 Hamm fehlten sowieso schon drei Verteidiger und dann sagte auch noch Torhüter Emre Tuczuolglu wegen eines allergischen Schocks kurzfristig ab. Trainer Ayhan Sezer ging ins Tor, doch die Niederlage fiel aus anderen Gründen mit 1:6 (0:0) so deutlich aus.

45 Minuten lang hielten die Bönener den Tabellenvierten nämlich mit viel Einsatz vom Tor weg. „Es war ein Spiel in einer Hälfte. Wir haben klar dominiert, aber uns keine Chance herausgespielt“, ärgerte sich BVH-Coach Heinz Schroth. Die IG zeigte zwar nur wenige Konter, die waren allerdings so gefährlich, dass Schroth froh über das 0:0 zur Pause sein konnte.

Immerhin verfügte er im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen Sezer über gewinnbringende Alternativen. Die Stürmer Modibo Doumbia und Patrick Schroth sorgten nach der Pause für mehr Torgefahr. Und in der 55. Minute war es dann soweit, dass Doumbia den Ball an Sezer vorbei ins Tor bugsierte. Bönener Dummheit spielte beim 0:2 eine Rolle, als die Hammer nach einem Einwurf weit in der eigenen Hälfte über drei Stationen Jorg Siewert freispielten, der mit einem Heber aus 30 Meter den zu früh aus seinem Tor herausgeeilten Sezer überwand (66.). „Wir haben individuelle Fehler in der Abwehr und im Mittelfeld gemacht und hatten ein Spielertorwart, der auch nicht immer richtig steht“, so Sezer selbstkritisch.

Die Gastgeber gaben sich allerdings nicht auf. Sie gingen nun mehr Risiko und wurden belohnt. Als Arif Suludere nach der Kopfball-Ablage von Ramazan Dincer von Hamms Schlussmann Mischa Faesing nach dem schwachen Schuss gefoult wurde, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Faesing parierte gegen Nihat Isik, doch der Strafstoß wurde wiederholt, weil Spieler in den Sechzehnmeterraum hineingelaufen waren. Nun schickte Isik den Keeper in die falsche Ecke.

Die Bönener drehten nun auf, verloren allerdings auch die Ordnung. Dennoch wäre es offen gewesen, wie die Partie geendet hätte, wenn der Unparteiische die Abseitsstellung von Manuel Kampmann, nachdem Pass von Doumbia vor dem 1:3 geahndet hätte (79.). „Für mich war das Abseits. Danach sind wir in den Köpfen nicht frei. Da war es mit der Moral vorbei“, so Sezer. Während die IG-Spieler fortan jede Entscheidung des Schiedsrichters ausdiskutierten, spielte der Gast weiter Fußball und markierte im Vorbeigehen drei Tore. - bob

IG: Sezer – Isik – Duman, Karka – D. Bednarek, Dogan (54. M. Akkaya) – Soyarslan (86. G. Tekelier), F. Bednarek, Oturak (68. Özdemir) – Dincer, Suludere

BVH: Faesing – Kessler, S. Herfurth, Krivan – Wotschel, Slowik, Siewert – Kampmann, Samardzik (46. Doumbia), Pfafenroth (46. P. Schroth)

Tore: 0:1 Doumbia (55.), 0:2 Siewert (66.), 1:2 Isik (wiederholter Foulelfmeter/72.), 1:3 Kampmann (79.), 1:4 Kampmann (81.), 1:5 Kampmann (84.), 1:6 Schroth (89.)

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