RSV verliert spannendes Spiel gegen Brambauer

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Tom Beutner (rechts) nimmt Maß: Am Ende gingen er und der RSV Altenbögge jedoch leer aus.

BÖNEN -  Am Ende stand der Aufsteiger mit leeren Händen da: Der VfL Brambauer entschied das Duell der Kreisliga-Meister der vergangenen beiden Jahre in der Handball-Bezirksliga beim RSV Altenbögge mit 35:32 (15:17) für sich.

„Wir haben vorne in der spielentscheidenden Phasen die falschen Entscheidungen getroffen“, sagte RSV-Betreuer Björn Dörnemann nach 60 aufregenden Minuten, in denen beide Teams sich auf Augenhöhe begegneten.

Der Unterschied lag an diesem Tag vielleicht daran, dass einige Bönener in der Offensive nicht den besten Tag erwischt hatten, weswegen sich die Last des Torewerfens auf wenige Schultern verteilte. Es waren derer sogar nur vier. Denn außer Tino Stracke, Tom Beutner, Dennis Geckert und Melvyn Leniger warf kein RSV-Spieler den Ball ins Netz. „Wir sind mehr als Mannschaft aufgetreten und hatten variablere Mittel“, sagte daher auch Brambauers Trainer Ingo Nagel, der das „erwartet schwere“ Spiel für den Vizemeister des Vorjahres erlebt hatte.

Altenbögge erwischte einen guten Start. „Wir sind losgegangen wie die Feuerwehr“, meinte Dörnemann. Der RSV führte sofort, lag zwischenzeitlich 6:3 und 8:5 vorne. Doch dann fand der VfL in die Partie und glich schnell aus (8:8/17.). Von da an war die Begegnung völlig offen. Die Gäste bekamen Dennis Geckert nicht in den Griff, der von Linksaußen eine beeindruckende Trefferquote verzeichnete. Sieben Tore warf er allein bis zur Pause und war mitverantwortlich dafür, dass der RSV mit einer 17:15-Führung in die Kabine ging.

Doch der Vorsprung schmolz schnell. In der 37. Minute bejubelte Brambauer die erste Führung (21:20) und es schien so, als würde die Partie in Windeseile kippen. Eine Viertelstunde vor Schluss lag Altenbögge mit 24:27 zurück, ehe Trainer Thomas Richter eine Auszeit nahm. Dessen Worte hatte sich vor allem Stracke zu Herzen genommen. Der Rückraumshooter glich im Alleingang zum 27:27 (49.) aus, warf insgesamt acht Tore im zweiten Durchgang. Dazu steigerte sich Torhüter Michael Springhoff nach einem Durchhänger zu Anfang von Hälfte zwei von Minute zu Minute. „Tino und Michael halten uns durch ihre guten Leistungen am Leben“, wusste Dörnemann, warum der RSV in der Schlussphase noch Siegchancen besaß.

Doch die letzten Minuten liefen aus RSV-Sicht dann völlig verkehrt, während VfL-Coach Nagel nun die richtigen Joker aus dem Ärmel zog. Vor allem der aushelfende A-Jugendliche Vitus Forsmann drehte auf, machte drei Tore in zwei Minuten zum 31:33 (54.). Bönen leistete sich dumme Ballverluste und Fehlwürfe, verlor Leniger nach der dritten Zeitstrafe (57.) und ging am Ende als Verlierer von der Platte. - bob

RSV: Springhoff (1.-41., 45.-60.), Czok (1 Siebenmeter, 41.-45.) – Michalik, Florian, Beutner (7/1), Stracke (11), Leniger (4), Geckert (10), Bettermann, Denger, Abel, Altner

VfL: Welski, Müller (n.e.) – Ruch (7), L. Langmann (2), Bangemann (3), Wolke (5), Nowak, Eder (6/6), Pape (5), R. Langmann (1), Greinert, Forsmann (4)

Torfolge: 6:3, 8:5, 8:8, 13:11, 17:15 – 20:22, 24:27, 28:27, 30:32, 32:35

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