Torwart-Patzer bringt IG auf Verliererstraße

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Auf dem durchnässten Boden am Birkenfeld verlor die IG (vorne Sener Yagci) gegen die Arminen mit 1:3.

HAMM -  Es waren letztlich zu viele Ausfälle: „Wir konnten unsere Stammformation nicht ersetzen – vor allem unseren Torwart nicht“, sagte Trainer Ayhan Sezer nach der 1:3 (1:2)-Niederlage seiner IG Bönen beim Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga A1, dem SC Arminia Hamm. „Wir hatten ein paar Chancen, aber das war zu wenig.“ Die Arminen freuten sich über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Ohne ein halbes Dutzend Stammspieler musste Sezer, der selbst auflief, am Birkenfeld auskommen. Das schlug merklich auf das Zusammenspiel. Zunächst wussten aber auch die Gastgeber nicht, wie sie auf dem rutschigen Rasen mit dem Ball umgehen sollten. Die Partie plätscherte dahin.

Wie aus dem Nichts fiel nach 24 Minuten das 1:0. Es war ein Tor aus dem Kuriositätenkabarett. Einen völlig ungefährlichen Pass ließ die Bönener Abwehr zu Schlussmann Ali Gökce passieren, doch der schlug bei seinen Klärungsversuch per Grätsche ein Luftloch an der Strafraumgrenze. Dominik Röse, der schon abgedreht hatte, brauchte die Kugel nur einschieben. Der Treffer gab den Hammern Selbstvertrauen. Sie waren nun besser im Spiel und erhöhten durch einen Schuss von Dimitri Hindemit aus knapp 30 Metern über Gökce, der zwischenzeitlich zweimal gut pariert hatte, auf 2:0 (35.). „Das macht im Kopf auch Probleme, weil das wieder zwei unnötige Gegentore waren“, haderte Sezer.

Erst kurz vor der Pause kam die IG zu ersten Chancen. Nach einem Freistoß hielt Arminen-Keeper Tobias Gerhardt reaktionsschnell Sezers Kopfball vom langen Pfosten (43.). Der Anschlusstreffer fiel mit dem Halbzeitpfiff: Mehmet Duman köpfte die Ecke von Raphael Thiemann ins Netz.

Gleich nach Wiederbeginn lenkte Gerhardt einen Flachschuss von Erkan Vakifli zur Ecke (46.). Doch der Schwung der Bönener verpuffte schnell. Die Hammer setzten auf Konter. „Wir haben das aber nicht konsequent genug ausgespielt“, meinte Trainer Maamman Kaichouch. Er klärte selbst in höchster Not gegen den nach Thiemanns flacher Heinreingabe einschussbereiten Tufan Kabakci (63.), der eine Minute zuvor an Gerhardt gescheitert war. Das war es aber mit Chancen für die Gäste. Als Sezer verletzungsbedingt draußen war (Verdacht auf schwere Prellung), machte Hindemit mit dem 3:1 alles klar (84.). Mücahit Dikenkli sah noch die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit gegen Marvin Obermann (88.).

„Das war ein verdienter Sieg. Die IG hatte keine Chance aus dem Spiel heraus“, so Kaichouch. „Wir haben bom Kämpferischen verloren“, war Sezer mit der Einstellung seiner Mannschaft nicht einverstanden. - bob

Arminia: Gerhardt – Kaichouh – Bongers, Mellmann – Chonieikh, Hindemit, Scheuer – Winkler (72. Poppowitsch (53. Obermann, Hahn (58. Brillowski) – Röse (53. Cyranek)

IG: A. Gökce – Sezer – Özgüc (46. Dikenli), Duman, Karahan – Yagci, Arslanbey (74. Cetin), Kabakci, Toure – Thiemann

Tore: 1:0 Röse (24.), 2:0 Hindemit (35.), 2:1 Duman (45.), 3:1 Hindemit (84.)

Rote Karte: Dikenli wegen Tätlichkeit (88.)

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