Bönens Ringer sind absolut chancenlos

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Auch Bönens Robin Herger hatte dem Duisdorfer Marek Daransky nichts entgegenzustellen.

BÖNEN -  Chancenlos waren die Verbandsligaringer der TuS Bönen gegen Duisdorf. Absolut! Ihre vier Punkte holten sie durch den Aufgabesieg von Jan-Lukas Harth. Frederik Kosch (66 kg, Freistil) bekam sie zugesprochen. Sieben der zehn Kämpfe beendeten die hoch überlegenen Gäste vorzeitig. Lediglich Tobias Falkenstein und Lukas Korte schafften die vollen sechs Minuten, gaben jeweils nur einen Punkt ab.

Dass der Tabellenführer sich so eindrucksvoll in Szene setzte, hat einen simplen Grund: Duisdorf stellte voll, also ein bundesligataugliches Team auf die Matte in der Goethehalle. Der TKSV hatte bekanntlich seine erste Mannschaft aus der höchsten Klasse zurückgezogen. Einige der Kämpfer blieben dem Verein allerdings treu, treten nun eben zum Leidwesen der Konkurrenz vier Klassen tiefer an. Dazu stellten die Duisdorfer hoch talentierte Jugendliche gegen die Bönener.

Daniel Keim, der den urlaubenden TuS-Trainer Ingo Manz vertrat, musste am Samstagabend jeden einzelnen Kampf aufs Genaueste sezieren, um das Positive herausstreichen zu können. Wenig zu sagen hatte er zu seinem eigenen Auftritt. Sein Gegner Ibrahim Mavua Kazai zeigte, warum er seit 2006 unterhalb der Bundesliga unbesiegt ist. Er drehte Keim im letzten Kampf eines sehr kurzen Abends ganz wörtlich durch die Mangel. Nach 46 Sekunden stand es 0:16. Technisch unterlegen waren außerdem Robin Herger aus der zweiten Mannschaft, der gegen Marek Daransky immerhin 3:12 standhielt und Fatih Karabulut. Ansonsten Punktegarant der TuS-Auswahl holte der 98-Kilomann keinen Zähler gegen Duisdorfs Nachwuchstalent Justin James. Immerhin schaffte es Karabulut in die zweite Runde. „Da hat man auch gesehen, dass Fatih kein Freistilringer ist“, urteilte Keim.

„In den unteren Gewichtsklassen ist ja oft etwas drin“, war Keim mäßig enttäuscht über Dennis Thiemann. Der Bönener wurde nach 20 Sekunden von Furkan-Firat Mutluer überrascht und verlor auf Schulter.

Seinen stärksten Kampf vor heimischem Publikum in dieser Saison lieferte Tobias Falkenstein ab. Der Bönener hielt gegen David Harth gut mit und trat hochkonzentriert an. Letztlich verlor auch er, gab nach sechs Minuten und 0:2 Punkten nur einen Zähler ab. „Er hat überrascht, nur einen Durchdreher kassiert“, so Keim

Stark war auch Lukas Korte. „Er war dran“, sagte Keim. Allerdings holte er „nur“ zwei Punkte. Gegner Dennis Monschau ließ sich den 4:2-Sieg nicht mehr nehmen.

Schade für das wohl angesichts der Ausgangssituation spärlich erschienene Publikum war, dass Jan-Lukas Harth in seinem Kampf passte. Kosch hätte den bisher sieglosen Jugendlichen wohl besiegt. - ml

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