Unterhaltsames Derby: VfK und TVG trennen sich 3:3

+
Heißer Zweikampf in rassigem Derby: Jonas Wiggermann gegen Björn Müller.

BÖNEN - Im dritten Anlauf klappte es schließlich doch. Das Kreisliga-B-Derby zwischen dem VfK Nordbögge II und TVG Flierich-Lenningsen wurde gespielt – und es endete leistungsgerecht 3:3. Eine von Kampf und Leidenschaft, weniger aber von Spielkultur geprägte Partie bot dabei eine unterhaltsame Nachspielzeit mit zwei Treffern.

Bei eisigen Temperaturen an der Feuerwache erwischte die TVG einen Kaltstart und ging in der sechsten Minute durch Tobias Weiß in Führung. Der Rechtsaußen, von Bastian Eickhoff schön freigespielt, überlupfte Nordbögges Schlussmann Jan-Phillip Preiß. In der Folge waren die Fliericher zwar spielerisch stärker, wurden jedoch nur durch Thorsten Bennemann per Freistoß (16.) und Weiß im Eins gegen Eins mit Marcel Kloda (34.) zwingend. Der VfK blieb bis auf einen gefährlichen Schuss von Eike Hoffmann (26.) harmlos, musste in der 38. Minute zudem das bittere 0:2 hinnehmen. Denn Preiß ließ einen eigentlich harmlosen Flugball durch die Hände rutschen, Eickhoff stand goldrichtig und schob ein. Doch die Antwort der Gastgeber folgte postwendend: Eike Hoffmann bediente mit einem 50-Meter-Traumpass Lukas Hermyt, der Tilman Rademacher zum 1:2 überwand (39.).

Im zweiten Durchgang tendierte die offensive Durchschlagskraft beider Teams gegen Null, auch wenn der VfK gegenüber defensiven Gästen aktiver war. In der 69. Minute belohnten sich die Nordbögger für ihr Engagement mit dem Ausgleich. Nach einem Foul von Sebastian Klemp an Manuel Müller entschied der Unparteiische korrekt auf Elfmeter. Der Gefoulte selbst verwandelte souverän.

Nordbögge wollte den Sieg, Flierich wirkte entkräftet und wollte sich offenbar mit dem Remis abfinden. Doch dann ging der Nachspielzeits-Wahnsinn los: Thorsten Bennemann schickte nach einem starken Ballgewinn Weiß, der direkt auf Eickhoff weiterleitete. Ohne Probleme erzielte der Angreifer das überraschende 3:2. Die Gastgeber konterten: Der vorgerückte Keeper Preiß schlug den Ball aus 40 Metern in den Strafraum, wo Hermyt mit dem Kopf ins Tor verlängerte und den VfK jubeln ließ.

In der Spielanalyse waren sich beide Trainer einig. „Es war zwar letztendlich unglücklich, wir hatten den Sieg aber auch nicht verdient“, gab TVG-Coach Thorsten Müller zu. Sein Gegenüber Uwe Hilbk schloss sich dem an: „Es war ein leistungsgerechtes Remis.“ - krz

VfK: Preiß – Wöllert, Koska, Rodriguez, Gehrke-Müller – Wache – Müller, Hoffmann – P. Wittenborn – Wiggermann, Hermyt; Alhassan, Gellenbeck, Büscher

TVG: Rademacher – Busch, M. Bennemann, Unterkötter, Daude – Müller, Mocker – Weiß, T. Bennemann, Andric – Eickhoff; eingewechselt: Klemp, Konrad, T. Lüblinghoff

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare