Leichtathletik

Ultra-Ballonlauf: Sieben Läufer schaffen 100 Meilen

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154 Frauen und Männer nahmen am Ballon-Ultralauf 2020 mit Basis in Alteheide teil.

Sieben Läufer schafften tatsächlich die 100 Meilen der Sommeredition des Ballon-Ultralaufs 2020.

Bönen - Darunter war mit dem Salzkottener Rainer Mika ein Wiederholungstäter, den Veranstalter Jan-Philipp Struck vor dem 15 Meilen-Lauf am Samstag noch ausgezeichnet hatte.

Struck selbst, im vergangenen Jahr Sieger des eigenen Laufs, verzichtete diesmal auf das „volle Programm.“ Der Bönener Lauffreund beließ es bei 70 Meilen (112,65 Kilometer). Nach nicht ganz so vielen, nämlich 65 (104,61), beendete Vereinskollegin Barbara Baur ihren zweiten Auftritt in Unna. Schlau: Sie ließ nach fünf und zehn die 15 Meilen am schwülwarmen Samstagnachmittag aus und startete nach der Pause zuhause am Abend mit 20 Meilen.

Dabei war der Kurs am Nachmittag durchaus attraktiv. „In Kamens Innenstadt könnt ihr euch ein Eis kaufen, aber Maske nicht vergessen“, ermahnte Struck, bevor er die Läufer auf den dritten Durchgang schickte. Er selbst zockelte hinterher. „Ich hab ja fünf Stunden Zeit“, scherzte er mit Blick auf den nächsten Start zum 20 Meilen-Lauf um 20 Uhr.

Neben Struck und Baur gingen acht weitere Lauffreunde am Bürgerhaus Alteheide an den Start. Darunter auch Monika Busch. „Wir haben sie am Dienstag beim Training erst überredet mitzumachen, und jetzt ist sie hier gleich 15 Meilen gelaufen“, stellte Dauerläuferin Birte Gillmann die über 55-Jährige ins Rampenlicht. Die war miz Recht stolz auf die Leistung, ihren ersten Halbmarathon geschafft zu haben. Nach einer Erholung ging Busch am Sonntag auch noch die zehn Meilen an. „Es sind viele Lauffreunde an diesem Wochenende über sich hinausgewachsen“, meinte Birte Gillmann. Das drückende Wetter am Samstag fanden die meisten auch besser als die Hitze beim Anreisetag am Freitag.

154 Teilnehmer aus ganz Deutschland

Insgesamt kamen zum Ultra-Ballonlauf 154 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Viele übernachteten auf dem ehemaligen Fußballplatz im Zelt oder im Wohnmobil. „Es waren diesmal viele Finisher, die viele Kilometer zusammengelaufen haben“, fasste Struck zufrieden zusammen: „Über 70 davon haben die 50 Meilen und mehr geschafft, also zwei Marathons.“ Die Hall of Fame, die Tafel, auf der sich diese Läufer mit Namen und Fußabdruck verewigen konnten, ist also nach dem ersten Einsatz bereits gut gefüllt. Sehr diszipliniert seien die Teilnehmer gewesen. Mit Abstand beim Sammeln vor dem jeweiligen Start, artig in der Reihe bei der Nutzung des Toilettenwagens, mit Maske am Getränkeausschank. „Eine Besuch vom Ordnungsamt habe ich nicht mitgekriegt“, so Struck.

Ganz eng zusammen liefen aber Judith Sebastian und Reimund Brömmelhaus. Am vergangenen Freitag heirateten die Münsterländer. „Und hier haben sie die fünf Meilen ihres Flitterwochenendes im Brautkleid und im Anzug absolviert“, schmunzelte Struck. Der Ultralauf ist oft ein Happening.

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