GSV „ein schlafender Riese“ / Aber 1. Vorsitzender fehlt

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Karsten Schilling (links) und Uwe Varlemann glauben fest an die Zukunft und die Bedeutung des GSV, nur einen ersten Vorsitzenden haben sie noch nicht gefunden. - Fotos: Baur

BÖNEN - Die Zeit drängt ein wenig: Im vergangenen Mai rückten Uwe Varlemann und Karsten Schilling unfreiwillig an die Spitze des Gemeindesportverbandes. Nach den Rücktritten von Detlef Renk als Vorsitzenden und Rudolf Mäkler als Geschäftsführer wurde damals auf der Jahreshauptversammlung kein Nachfolger gefunden. Varlemann als Renks Stellvertreter und Schilling als der Mann hinter Mäkler mussten übernehmen, damit der GSV überhaupt handlungsfähig blieb.

Seitdem sind einige Monate vergangen, in denen die Vorsitzenden der TuS Bönen und des RSV Altenbögge nach Möglichkeiten suchen, den geschrumpften Vorstand wieder breiter aufzustellen und den GSV zu stärken. Einiges haben sie bereits geschafft, nur einen neuen 1. Vorsitzenden haben die beiden noch nicht gefunden. Im Gespräch mit Boris Baur äußerten sich die beiden nun zu Fortschritten, Rückschlägen und die Zukunft des Verbandes.

...zur momentanen Besetzung des GSV-Vorstandes:

Schilling: Außer uns ist noch Klaus Rudack als 1. Kassierer dabei, und Sandra Deutsch als zweite Kassiererin. Birgit Stephan ist Jugend-Obfrau. Varlemann: Manfred Theymann haben wir gewonnen, der als Geschäftsführer die Lücke, die Rudolf Mäklers Rücktritt gerissen hat, zu schließen. Er arbeitet auch schon mit. Schilling: Der GSV ist ein schlafender Riese. Wir sind gut aufgestellt. Es sind Leute aus den größeren Vereinen daran beteiligt. Und insgesamt gibt es eine gute Resonanz und die Bereitschaft, einen funktionsfähigen Vorstand hinzubekommen.

...zu der derzeitigen Arbeit des GSV:

Schilling: Die Vorstandsarbeit war im letzten Jahr auf das Notwendigste beschränkt. Das ist der Situation geschuldet. So recht handlungsfähig sind wir ja nicht. Wir haben unsere Arbeit auf die Sportabzeichen, die Hallennutzung und die Vertretung für die Dachverbände reduziert. Eine Zusammenkunft mit den Vereinsvertretern hat es auch gegeben. Varlemann: Da ist uns von einigen auch die Bereitschaft signalisiert worden, etwas im Vorstand zu machen. Außerdem wurde uns der Tipp gegeben: ‘Versucht es doch mal, nach einem Vorsitzenden außerhalb der Sportvereine zu suchen.’' Schilling: Und da sind wir jetzt bei. Es wäre zum Beispiel gut jemanden aus der Wirtschaft zu haben, der da anders rangeht als wir.

... zu den Schwierigkeiten bei der Suche nach einem 1. Vorsitzenden:

Schilling: Es war vielleicht ein Fehler, aus den Vertretern der Vereine jemanden finden zu wollen für die Spitze des GSV. Denn das sind in der Regel die Vorsitzenden. Varlemann: Die Arbeit ist nicht nebenbei zu erledigen. Schilling: Das geht für keinen Vorsitzenden bei keinem Verein. Varlemann: Das beste ist daher, jemanden zu bekommen, der nicht in Amt und Würden in einem Verein ist. Wir haben es versucht, aber für jeden einzelnen Verein gilt das Gleiche wie für uns beide. Schilling: Wir haben ein paar Namen auf der Liste mit denen wir Gespräche führen wollen. Wir überlegen, jemanden von außerhalb zu fragen. Da gibt es ein paar Ideen.

... zu dem Profil, dass der 1. Vorsitzende bestenfalls haben soll:

Varlemann: Das Entscheidende ist das Repräsentative. Das schaffen wir beide zeitlich nicht, weil wir beide arbeiten sind. Es muss jemand da sein, der tagsüber Termine entgegennehmen kann. Der Vorsitzende ist gewissermaßen das Oberhaupt aller Vereine und damit von rund 6000 Leuten, die Sport treiben. Schilling: Die Organisation des GSV steht. Die Vereine stehen dahinter. Derjenige, der es macht, wird keine Probleme haben. Das ist erstmals seit Jahren so.

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