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Früher Platzverweis sorgt für klare Verhältnisse im Derby

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Von: Boris Baur

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Das Derby am Butterwinkel fand einen klaren Sieger.
Das Derby am Butterwinkel fand einen klaren Sieger. © Baur Boris

Überraschend fand das Gemeindederby in der Fußball-Kreisliga B1 am Butterwinkel doch statt, und zumindest alle, die es mit dem TVG Flierich-Lenningsen halten, haben sich darüber gefreut. Die Germania gewann gegen den VfK Nordbögge deutlich mit 6:0 (3:0), was vor allem mit einer Szene in der 16. Minute zu tun hatte.


Bönen – „Ich hätte mir das Spiel gerne mit elf gegen elf angeguckt“, sagte VfK-Coach Lars Lenser zu der Entscheidung von Schiedsrichter Andreas Lehmkuhl, die den weiteren Verlauf beeinflussen sollte. Auch sein Gegenüber Thorsten Müller zollte dem Gegner für einen couragierten Auftritt in der Anfangsphase Respekt. „Nordbögge ist gut reingekommen und hat uns echt gut Paroli geboten“, so Müller. Nur langsam bekam der TVG Kontrolle über die Partie. Hilfreich war, dass Bastian Eickhoff in der 14. Minute einen Freistoß von Fabian Henkel unbedrängt einköpfte und zwei Minuten später Sven Koslowski vom Platz flog.

Der VfK-Stürmer ging tief in der gegnerischen Hälfte in einem Zweikampf mit Christoph Wöllert unnötig rustikal mit der Grätsche zu Werke. „Ich habe ihn gar nicht getroffen, er ist erst nachher über mich gestolpert“, so der Übeltäter. Beide gaben sich die Hände, doch der Schiedsrichter griff in die Gesäßtasche und holte die Rote Karte heraus. „Das ist hart“, meinte auch Wöllert, als er mit Koslowski nach dem Spiel die Szene besprach.

Weicher Rasen nur schwer zu bespielen

Flierich bekam durch Tor und Überzahl innerhalb kürzester Zeit Überwasser. „Wir haben Nordbögge danach eingeschnürt“, fand Müller: „Aber wir haben nicht gut Fußball gespielt, das war auf dem Platz nicht möglich.“

Der Butterwinkel war vor allem in der Mitte sehr seifig. „Man ist richtig tief reingekommen“, war für Nordbögges Mattias Reger jede Richtungsänderung ein Balanceakt. Flierichs Simon Maletz fand die Verhältnisse „besser als erwartet. In der Mitte war es schlimmer als Außen.“

Der TVG machte Druck und erhielt bei den nächsten Toren Schützenhilfe vom Gegner. Beim 0:2 schob Hagen Reiber einen Rückpass an Keeper Robin Wittenborn vorbei ins leere, allerdings auch eigene Tor (30.). Fünf Minuten später traf Wöllert nach einer Ecke. „Das erste und dritte Tor ist zu einfach. Wir stehen nur da, greifen aber nicht ein. Da fehlt mir der letzte Wille“, monierte Lenser. „Und wenn wir ein Tor kassieren, ist ja nicht erstmal Ruhe, dann fangen wir uns auch immer noch den Zweiten und Dritten“, war er bedient.

Nordbögge zeigt Moral, aber Flierich baut Ergebnis aus

Das Derby war zur Pause entschieden, dennoch zeigte der VfK Moral, ackerte auf dem tiefen Platz, versuchte, nach vorne zu spielen. Das erkannte auch Müller an, der in der Halbzeit dreimal gewechselt hatte, nun aber die Ordnung im Spiel schwinden sah. Bevor es jedoch enger werden konnte, schloss Sebastian Schlieper nach einem langen Pass, den er vor Wittenborn erreichte, zum 4:0 ab (59.). Beim 5:0 durch Kevin Garske (71.) und auch einige Male danach konterte Flierich der Gast aus. Beim 6:0 fiel Florian von Glahn der Ball auf den Kopf (75.), nachdem Henkel die Latte getroffen hatte.

Flierich schob sich mit dem Sieg auf Platz neun vor, die beste Platzierung in dieser Saison. Die Nordbögger rutschten aufgrund der hohen Pleite mit dem um einen Treffer schlechteren Torverhältnis hinter die SG Isenbeck auf den ersten Abstiegsplatz.

TVG: Schubert – Wöllert, Garske, Lux – Henkel, Wienpahl, Breidert, Maletz – von Glahn, Eickhoff, Schlieper; Toprak, Unterkötter, Westergerling, Garroth
VfK: R. Wittenborn – Correira, Bennemann, Reiber – Dalley, Stöhr – Schnieber, Tacke – Reger – Täuber, Koslowski; Peitsch, P. Wittenborn, Szurrat, Korth
Tore: 1:0 Eickhoff (14.), 2:0 Reiber (30./Eigentor), 3:0 Wöllert (35.), 4:0 Schlieper (59.), 6:0 Garske (71.), 6:0 von Glahn (76.)
Rote Karte: Koslowski wegen groben Foulspiel (16.)

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