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TuS-Volleyballerinnen zwei Sätze lang auf Augenhöhe

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Petra und Stephanie Buhl
Familie, für ein Spiel getrennt: Petra Buhl (l.) spielte für die TuS Bönen, Tochter Stephanie für TV Werne II. © Liesegang

BÖNEN ▪ Ohne Überraschung endete das Landesliga-Spitzenspiel zwischen den Volleyballerinnen von TuS Bönen und Tabellenführer TV Werne II. Werne setzte sich zwar 3:1 durch, doch unterhaltsam war der Auftritt des Außenseiters gegen den Topfavoriten dennoch.

Immerhin hielten die Gastgeber das Spiel über zwei Sätze offen. „Da haben wir über unsere Verhältnisse gespielt“, urteilte Mirko Grünewald über den einstündigen Schlagabtausch mit 100 gespielten Punkten in den ersten beiden Sätzen. „Da waren wir absolut gleichwertig“, so Bönens Trainer.

Sichtbar nervös starteten beide Teams ins Spiel. Eine Serie von Angaben ins Aus kennzeichnete den Auftakt. Zwischenzeitlich führte der Gastgeber 14:11. Werne deutete in dieser Phase aber schon an, dass sie auf den Punkt Druck aufbauen können. Nach vollkommen ausgeglichenem Spielverlauf in der Folge hatte Bönen beim 24:23 den ersten Satzball. „Dass wir den Satz nicht gewonnen haben, lag an zwei Schiedrichter-Entscheidungen gegen uns“, so Grünewald. Bönen verlor 25:27.

Tewes-Verletzung schockt TuS Bönen

Fulminant starteten die TuS-Volleyballerinnen in den zweiten Satz. 6:0 lag Bönen in Front, bevor Wernes Jäger an die Aufschlaglinie trat. Enorme Schwierigkeiten hatte die Bönener Annahme mit den wuchtigen und angeschnittenen Sprungangaben der TV-Akteurin schon im ersten Satz gehabt. Jetzt hatte sich Jäger warm geschlagen. Sie drehte die Partie zur Werner 10:7-Führung. Doch die Bönenerinnen ließen sich nicht lange schocken. Und diesmal hatten sie das bessere Ende für sich. Nach einem 20:20-Zwischenstand glichen die Gastgeberinnen mit einem 25:23 zum 1:1 aus.

„Unsere Abwehr war sehr stark in den ersten Sätzen“, blickte Grünewald nach dem Spiel zurück. Eine missglückte Blockabwehr war es dann aber, die Werne endgültig auf die Siegerstraße einbiegen ließ: Nadine Tewes verletzte sich an der Hand und setzte zunächst aus. Der Schock saß bei ihren Mitspielerinnen tief. „Danach lief es mit unserem Aufbauspiel gar nicht mehr“, so Grünewald. Die Folge waren zwei mit 10:25 und 16:25 klar verlorene Sätze.

Petra gegen Stephanie Buhl

„Wir konnten Werne immerhin ein bisschen ärgern“, gab sich Grünewald versöhnlich, denn „Werne ist schon eine Liga besser.“ Enttäuscht war er über die Zurückhaltung des Publikums: „100 Leute waren in der Halle – gehört hat man aber nur die Werner Fans“.

Die Zuschauer sahen ab dem dritten Satz auch das Mutter-Tochter-Duell. Während die für Werne spielende Tochter Stephanie Buhl bis auf kurze Unterbrechungen durchstellte und dabei überzeugte, kam Mutter Petra für Bönen erst spät zum Einsatz. Es war eines ihrer letzten Heimspiele für die TuS. Sie will nach der Saison aufhören. ▪ ml

TuS: K. Buhl, Deutsch, Dröge, P. Buhl, N. Tewes, Greinke, Korte, Scharwey, Sehr, Wille, L. Tewes

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