TuS-Damen suchen dringend Erfolgerlebnis

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Die TuS-Damen wollen gegen Münster alles für einen Sieg tun. Dabei wird Sina Fröhlich (links) nach ihrer Verletzung wieder an die Seite von Lisa Maruhn zurückkehren.

BÖNEN -  Die Durststrecke der Volleyballdamen der TuS Bönen wird immer länger. Wenn der Verbandsliga-Aufsteiger am Sonntag um 17 Uhr in der Goethehalle zum Heimspiel gegen den TSV Münster-Gievenbeck aufschlägt, sind schon zwei Monate seit dem letzten Sieg vergangen.

Und auch wenn es gegen Tabellenvierten geht, der doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie die TuS hat, wollen die Gastgeberinnen unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

Und deshalb spricht Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog auch nicht davon, dass ihr Team als Außenseiter nichts zu verlieren habe. Im Gegenteil: „Den Druck haben wir sowieso. Wir sind als Drittletzter auf dem Relegationsplatz, und da wollen wir natürlich von runter.“ Dabei macht ihr Hoffnung, dass die Bönenerinnen durch den Erfolg in der Aufstiegsrelegation im Sommer gelernt haben, mit so einer Situation umzugehen. „Da haben wir gezeigt, dass wir unter Druck ganz gut spielen können“, macht sie ihrem Mut.

Doch die Negativserie setzt den TuS-Damen schon zu. Und so ist Schlensog ratlos, warum es in den Begegnungen nicht funktioniert wie erhofft. „Wir müssen, dass was wir im Training zeigen, auch im Spiel zeigen“, sieht sie eine Diskrepanz zwischen den Übungseinheiten und den Meisterschaftsauftritten. Bei denen leisten sich die Bönenerinnen schlichtweg zu viele Unkonzentriertheiten, wodurch sie dem Gegner leichte Punkte schenken. „Wir müssen die einfachen Fehler abstellen, dass zieht sich von Anfang bis jetzt durch die Saison, dass wir uns selbst aus dem Tritt bringen“, sagt Schlensog: „Und dann dauert es lange, bis wir uns wieder den Aufschlag zurückgeholt haben.“

In der neuen Liga bereitete der TuS der Hinterfeldangriff einiger Kontrahenten Probleme. Trainer Michael Salaw nutzte daher die vergangenen zwei Wochen seit dem letzten Spiel, um die Abwehr darauf besser einzustellen. „Der wird viel mehr als in der Verbandsliga eingesetzt“, erklärt Schlensog, die für die Partie gegen Münster Bestbesetzung meldet. Sina Fröhlich hat ihre Schulterverletzung auskuriert.

Bezirksklasse: TuS Bönen – CVJM Heeren-Werve (Sonntag 14.30 Uhr/Goethehalle). Gegen die Favoritenrolle wehrt sich TuS-Trainer Detlef Buhl nicht. Warum auch, sein Team steht ganz oben im Tableau, der Ortsnachbar aus Heeren-Werve hat erst ein Spiel gewonnen. „An der Tabellenspitze zu überwintern, macht immer Spaß“, so Buhl vor dem letzten Auftritt des Jahres. Und außerdem hat der Coach wenig Lust, nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Schwerte V gegen ein Team aus der unteren Hälfte Zähler abzugeben.

„Man muss solchen Gegner Respekt entgegenbringen, die eigene Linie finden, und darf sich das Spiel des Gegners nicht aufdrängen lassen“, warnt Buhl. „Dann haben wir klare Vorteile“, sieht er seine Mannschaft in punkto Technik, Angriffswucht und Dynamik vorne. Probleme bereitet jedoch die Personalsituation. Antonia Schauff und Kim Lenger müssen arbeiten. Der Einsatz von Antje Schönhütte ist ebenfalls fraglich. Bleiben acht TuS-Damen für das Derby. - bob

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