TuS-Volleyballerinnen: Endspiele in der Goethehalle

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Eine gute Annahme (vorbildlich Petra Buhl) ist am Samstag nicht nur der Schlüssel zum Sieg, sondern auch zum Aufstieg der TuS.

BÖNEN - Ein doppelter Heimspieltag mit unterschiedlichen Vorzeichen steigt am Samstag in der Goethehalle. Die zweite Volleyball-Mannschaft der TuS Bönen kann die Meisterschaft in der Damen-Bezirksklasse perfekt machen. Für das Verbandsliga-Team droht der vorzeitig feststehende Abstieg.

Bei vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und nur noch drei ausstehenden Partien ist es fünf vor zwölf für die TuS-Damen. Die haben sich am vergangenen Wochenende neues Selbstvertrauen geholt, als sie dem Tabellenzweiten Union Lüdinghausen beim 2:3 wie schon im Hinspiel einen Punkt abluchsten. „Man hat es beim Training gemerkt. Wir haben wieder mehr Spaß gehabt und uns trotzdem gut bewegt“, sagt Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog: „Aber wir wollen jetzt auch einfach mal wieder gewinnen. 13:15 ist halt trotzdem verloren“, sieht sie noch keine Trendwende.

Der SV Blau-Weiß Aasee, der am Samstag um 19 Uhr in der Goethehalle gastiert, steht ebenfalls in der oberen Hälfte des Tableaus, wenn auch nicht ganz so hoch wie Lüdinghausen. „Mal schauen, wie die bei uns auftreten“, sagt Schlensog gelassen. In der Hinrunde siegten die Blau-Weißen in drei Sätze, die allerdings sehr knapp waren. „Da wäre mehr drin gewesen“, erinnert sich Schlensog. Zu viele Fehler kosteten der TuS mögliche Satzgewinne – wie so oft in dieser Saison. „Die müssen wir einfach abstellen“, weiß die Teamsprecherin. In Bestbesetzung wollen die Bönenerinnen Münster nun durch einen couragierten Auftritt in Bedrängnis bringen. „Wir wollen unsere Leistung fortsetzen, wieder Spaß haben und trotzdem mit Druck spielen“, sagt Schlensog.

Vier Stunden vorher wird das Verbandsliga-Team aber erst mal die Reserve anfeuern. Im Topspiel der Bezirksklasse empfängt die TuS-Reserve um 15 Uhr den einzig verbliebenen Verfolger VV Schwerte V. Bönen weist zwei Punkte mehr und die deutliche bessere Satzbilanz gegenüber dem Schwerter Fusionsklub auf. Das bedeutet, dass bei einem Sieg, die Sektkorken für den Titelgewinn knallen können. Bei einer 2:3-Niederlage müsste die TuS eine Woche später in Heeren gewinnen, um den Aufstieg perfekt zu machen. Bei einer höheren Pleite im direkten Duell würde Schwerte allerdings vorbeiziehen.

Die Teams begegnen sich auf Augenhöhe, haben in den vergangenen Jahren stets je ein Saisonspiel gegeneinander gewonnen und eines verloren. „Wir wollen die Serie durchbrechen“, will Buhl dem Hinspielerfolg jetzt aber einen weiteren folgen lassen. Seine Schützlinge brennen jedenfalls auf das Spiel. So werden sich einige Bönenerinnen schon mittags treffen, um das richtige Ballgefühl zu bekommen. „Daran merkt man, wie heiß die sind“, freut sich Buhl über die Extraschicht. Der Trainer hat am Samstag die Qual der Wahl, stehen doch bis auf Isabel Post alle Spielerinnen zur Verfügung. Besonders in der Mitte ist durch den überzeugenden Auftritt von Antje Schönhütte gegen den VfK Weddinghofen eine neue, dritte Option entstanden. „Da habe ich jetzt drei Kandidatinnen“, sagt Buhl, der erst beim Warmmachen eine Entscheidung treffen will.

Dem Gegner aus Schwerte will er mit Angriffswucht begegnen. Am vergangenen Wochenende sah er bei den VV-Akteurinnen gegen Weddinghofen Probleme, wenn sie unter Druck gerieten. Erst als der VfK nachließ, sicherte sich Schwerte die Sätze. Die Angriffsleistung der TuS darf aber nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Buhl muss die richtige Mischung bei der Aufstellung finden. „Zünglein an der Waage werden die Annahme und der erste Pass aus dem Spiel sein“, vermutet Buhl. - bob

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