TuS-Ringer verlieren unglücklich gegen Annen/Heros

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Frederik Kosch kugelte sich gegen Dortmunds David Mohammad unglücklich den Ellbogen aus.

BÖNEN -  Die 14:20-Niederlage der Bönener Ringer gegen die RG Annen/Heros spielte am Ende nur eine untergeordnete Rolle. Die Sorgen galten Frederik Kosch, der sich in seinem 66-kg-Kampf gegen David Mohammad verletzte.

Zum Glück traten die schlimmsten Befürchtungen wie ein Armbruch nicht ein. Am Sonntag gab Kosch Entwarnung, er hat sich „nur“ den Ellbogen ausgekugelt. „Die Verletzung hat einen sonst wirklich guten Kampfabend natürlich getrübt“, sagte TuS-Kapitän Daniel Keim.

Gegen den Tabellendritten aus Dortmund war sogar ein Sieg drin. Und den hatte sogar Pechvogel Kosch in der Hand. Hochmotiviert war der Bönener gegen Mohammad auf die Matte gegangen, schließlich hatte er den Dortmunder in der Hinrunde zweimal auf der Schulter, doch der Ringrichter hatte das übersehen. Diesmal führte Kosch 4:0, kassierte den Ausgleich und fiel dann unglücklich auf die Schultern. Die Hoffnungen der TuS auf einen Mannschaftserfolg waren damit dahin. Doch daran dachte in diesem Moment niemand.

In der ersten Hälfte hatte Marc Hauke (57 kg) mit einem beherzten Auftritt nach nur 36 Sekunden durch einen Hüftzug einen Schultersieg davongetragen. Danach folgte die 0:1-Niederlage von Schwergewichtler Jihad El-Cheickh Hassan gegen Alexander Vakalov. Die beiden Freunde zeigten nur wenig Aktionen. Die gelangen dafür Karsten Wegner umso häufiger. Von Trainer Ingo Manz doch in die 61-kg-Klasse runtergezogen, nahm er Umut Celik regelrecht auseinander und landete sechs Wertungen. „Da waren richtig geile Dinger dabei. Das war schönes Freistil. Vom Allerfeinsten“, war nicht nur Keim begeistert.

Im 98-kg-Kampf musste Thomas Heyer für den kurzfristig verhinderten Fatih karabulut ran. Er ging gegen den letztjährigen Zweitliga-Ringer Jakob Luft aber direkt wieder von der Matte. Im letzten Duell vor der Pause unterlag Dennis Thiemann (66 kg) dem routinierten Michael Zimmer auf Schultern.

Marvin Manz (86 kg) zeigte anschließend Kampfgeist. Er lag schon 0:10 hinten, als er sechs Zähler innerhalb von wenigen Sekunden holte und so das vorzeitige Ende gegen Burak Ertas verhinderte. Die Niederlage steckte er aber dennoch ein. Igor Wiens kam kampflos zu seinen Punkten, so dass es vor Koschs Auftritt stand es also 12:12. Nach der Verletzungspause verlor Daniel Keim (75 kg) klar gegen Temur Abashidze. „Das ist ein großer Brocken. Da hatte ich keine Chance. Das muss ich neidlos anerkennen“, so der Kapitän, für den nach zwei Minuten ohne Wertung Schluss war. Am Ende besiegte Lukas im 75-kg-Freistil Muhammed Kalabalik locker mit 9:6, ließ den Dortmunder in einem sehenswerten Aufeinandertreffen nach 7:0-Führung noch einmal herankommen.

Bönen verteidigte trotz der Niederlage allerdings den vierten Rang in der Tabelle, weil Konkurrent Rheinhausen überraschend und deutlich in Aachen-Walheim verlor. -  bob

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