TuS-Ringer verlieren beim Spitzenreiter Annen/Heros

+
Ärgerlich: Frederik Kosch wurde in Dortmund vom Ringrichter gleich zweimal ein Schultersieg verwehrt.

DORTMUND -  Die Ringergemeinschaft Annen/Heros war am Freitagabend die erwartet schwere Hürde für die TuS Bönen. Sie verloren ihren Verbandsliga-Kampf deutlich mit 10:23 gegen den aktuellen Spitzenreiter.

Kurzfristig hatten die Bönener zwei Verluste zu verkraften. Mit Sebastian Strzalka und Jihad El-Cheickh Hassan mussten die beide schwersten TuSler absagen. Dafür sprangen Robin Herger (98 kg) und Ramazan Alkan (130 kg) aus der zweiten Mannschaft ein, die zuvor in Dortmund gegen die RG-Reserve gewonnen hatte (Bericht folgt). Zwei Ligen höher war das Duo allerdings chancenlos und verlor auf Schulter. „Für Sebastian und Jihad wäre es aber ähnlich schwer geworden“, meinte Kapitän Daniel Keim.

Leichtgewicht Marc Hauke fuhr dagegen einen souveränen Sieg ein. Selbstbewusst ging er die Aufgabe gegen den Nachwuchsringer Linus Stamm an, den er gleich mit dem ersten Angriff schulterte. Dennis Thiemann (61 kg) zeigte eine überzeugende Leistung, die jedoch nicht belohnt wurde. Er verpasste es seine Aktionen mit Wertungen zu versehen und lief gegen Umut Celik in die Konter. Der Kampf war sogar nach zwei Minuten vorbei.

Mit dem Ergebnis im letzten Duell vor der Pause haderten die Bönener. Frederik Kosch hatten sein Gegenüber David Mohammad im 66-kg-Freistil zweimal auf die Schultern gelegt. Doch der Mattenrichter sah dies nicht. Zwar lag Kosch zur Halbzeit 10:4 vorne, doch er setzte sich danach zu sehr unter Druck, um eine hohe Punktzahl für sein Team zu erreichen, und gab den Kampf noch mit 12:14 ab.

Mit 4:13 waren die Bönener also schon deutlich im Hintertreffen. Tobias Falkenstein (86 kg griechisch-römisch) verkürzte in souveräner Manier auf 8:13, weil ihm gegen Tobias Busch einen Durchdreher nach dem anderen gelang. Karsten Wegner (66 kg griechisch-römisch) hielt gegen den routinierten Michael Zimmer überraschend gut mit. Er ging sogar in Führung, die er aber r nicht über die Zeit rettete. Am Ende gewann Zimmer mit 12:8 nach Punkten.

Lukas Korte, der in Absprache mit Trainer Ingo Manz doch den 86-kg-Freistilkampf bestritt, rang seinen Gegner Burak Ertas regelrecht müde. So fuhr er nach der Pause Wertung um Wertung ein und gewann letztlich technisch überlegen. Einen schlechten Tag hatte dagegen Igor Wiens (75 kg Freistil) erwischt. Der Bönener offenbarte gegen Muhammad Kabalik ungewohnte konditionelle Schwäche und verlor letztlich technisch unterlegen. Damit hatten die Dortmunder das Aufeinandertreffen endgültig für sich entschieden. Und damit nicht genug: Im 75-kg-Kampf im griechisch-römischen Stil überrollte Temur Abashidze Daniel Keim wie eine „Dampfwalze“. Der slowenische Jugendmeiser siegte nach 105 Sekunden. - bob

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare