TuS-Ringer belohnen sich für ihre Beharrlichkeit

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Lukas Korte (rotes Trikot) dominierte in vielen seiner Kämpfe und platzierte sich in den Top Ten der Verbandsliga.

Bönen -   Zum dritten Mal in Folge haben die Ringer der TuS Bönen die Verbandsliga-Saison auf dem vierten Rang beendet. Am vorletzten Spieltag sprang das Team noch unerwartet in die obere Tabellenhälfte. „Wir haben fast immer eine volle Mannschaft gestellt und sind für unsere Beharrlichkeit belohnt worden“, freut sich Kapitän Daniel Keim über die Platzierung.

Den Bönenern wurde es dabei nicht leicht gemacht, kaum eine Mannschaft schenkte der TuS Punkte auf der Matte. „Gegen Bönen will jeder ringen und gewinnen“, stellt Keim etwas verwundert fest. Seine Mannschaft musste sich den vierten Rang, für den 13:15 Zähler reichten, also hart erarbeiten. Trainer Ingo Manz sieht die Platzierung dennoch mit gemischten Gefühlen: „Das war mehr als erwartet, aber es wäre mehr drin gewesen.“

Der Coach, der zweimal selbst auf die Matte musste, denkt dabei an zwei Dinge. Zum einen blieben ein paar seiner Ringer wie beispielsweise Leichtgewicht Marc Hauke mangels guter Vorbereitung in der Hinrunde unter ihren Möglichkeiten. Zum anderen fühlte sich der Trainer von den Schwergewichten Fatih Karabulut (3:1) und Jihad El-Cheick Hassan (5:2) im Stich gelassen. Beide zählen ja durchaus zu Ringern, die Punkte für Bönen einfahren können, waren aber nur selten da.

Dafür freute sich Manz, wie sich die jüngeren Athleten entwickelt haben. Teilweise trat die TuS mit sechs Jugendlichen an, was die Abschlussbilanz noch besser aussehen lässt. „Das muss uns erst einer nachmachen“, gratuliert der Trainer seinen Talenten.

Seine Teamkollegen stach aber in diesem Jahr Lukas Korte aus, der sich mit 14:2 Siegen – die Kämpfe gegen Aachen-Walheim und Annen/Heros, die ihre Teams zurückzogen, miteingerechnet – in die Top Ten der Liga vorarbeitete. Und dass in der 75-kg-Klasse, die Manz für die eine der stärksten der Liga hält. Unter Kortes Dominanz hatten Jan Mentler (0:6), der lange verletzt ausfiel, sowie Ersatz Bedri Ünal zu leiden. „Wir müssen ja so aufstellen, wie wir die meisten Punkte holen“, erklärt Manz die taktischen Wechsel der Stilart in dieser Klasse, die als einzige noch doppelt gerungen wird. „Bedri hat am Schluss richtig Spaß bekommen und sich gut aus der Affäre gezogen“, lobt der Trainer aber den erst 14-jährigen Youngster.

Hinter Korte platzierte sich im vereinsinternen Ranking Karsten Wegner, der erst in 61 kg anfing, dann aber eine Klasse nach oben wechselte. Trotz dieses Aufstiegs kam der Bönener auf starke 12:3 Siege. Wegner tat damit Stephan Schwark einen Gefallen, der – obwohl der leichtere von beiden – in 66 kg besser zurechtkam. Eine 5:10-Bilanz im ersten Jahr lässt sich sehen. „Er hatte am Anfang viel Respekt, hat sich aber gut entwickelt“, so Manz.

Dritter Punktegarant für die TuS war wieder Marc Hauke (57 kg), der wie erwähnt zu Beginn ein paar vermeidbare Niederlagen kassierte, letztlich aber noch auf 8:5 Siege kam. „Ich hoffe, dass die drei haben nicht zu viel Interesse bei anderen Vereinen geweckt haben“, meint Keim.

Der Kapitän, dem die neu eingeführte 70-kg-Klasse gut behagte, pendelte sich wieder im Liga-Mittelfeld ein. Drei Erfolge seiner 7:8-Bilanz feierte er in der Rückrunde sogar im ungewohnten Freistil. Keim war am längsten von allen Bönener auf der Matte, beendete nur drei Kämpfe vorzeitig – eine Schulterniederlage, bei zweimal technische Überlegenheit. Ebenfalls auf 7:8 kommt Marvin Manz. Eine 1:3-Bilanz im klassischen Stil vermieste ihm eine bessere Ausbeute. „Griechisch-römisch fand ich ihn nicht ganz so stark“, sagt der Trainer, lobt dafür aber die Auftritte in 80-kg-Freistil. Marvin Manz tauschte am Saisonende noch mit Fehmi Güney, der zuerst in 86 kg angetreten war. Der aus der aufgelösten zweiten Mannschaft hochgerutschte Ringer „wurde von Woche zu Woche stärker“, sagt der TuS-Coach begeistert. Nachdem Güney in der Hinrunde noch ohne Sieg auf der Matte geblieben war, legte er in der zweiten Hälfte fünf Erfolge nach, davon drei auf Schultern.

In 98 Kilogramm, wo auch Sebastian Strzalka (4:2) mitaushalf, hatte Ramazan Alkan einen schweren Stand. Auch er zählt zu den jungen Wilden bei Bönen, war als Ersatz für Karabulut aber noch überfordert (0:12). „Das ist aber auch eine Hammerklasse für einen Jugendlichen, und er ist stark geworden am Ende der Saison“, lobt Manz dennoch. Wenn die Mannschaft also zusammenbleibt hat Bönen mit den vielen Nachwuchsleuten also eine gute Basis für die kommende Saison. Vielleicht ist dann ja vielleicht sogar mehr als der vierten Platz möglich. - bob

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