Verbandsliga ein Abenteuer für die TuS-Damen

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Stella Greinke (Mitte) ist guter Dinge, dass den TuS-Damen trotz enttäuschender Hinrunde der Klassenerhalt gelingt. Dann gibt es auch öfter Grund zur Freude.

BÖNEN -  Der Sprung von der Landesliga in die Verbandsliga war für die Volleyballerinnen der TuS Bönen gewaltig. Jeder Fehler wird bestraft, jeder Durchhänger führt zu einem Satzverlust. Die Umgewöhnung fällt dem Aufsteiger schwer, so dass die TuS mit acht Punkten aus zehn Spielen zum Hinrundenende auf dem Abstiegsrelegationsplatz steht. Im Gespräch mit Boris Baur sagt Zuspielerin Stella Greinke, was es den Bönenerinnen so schwierig macht, versucht Erklärungen für die Leistungsschwankungen zu finden und begründet, warum sie Hoffnungen auf den Klassenerhalt hat.

Alle Mannschaften möchten gerne mit einem Erfolgserlebnis in die Weihnachtspause gehen. Das ging bei der TuS durch die glatte 0:3-Niederlage gegen das vormalige Schlusslicht Telekom Post SV Bielefeld gründlich daneben. Wie groß ist die Enttäuschung?

Stella Greinke: Die Enttäuschung in der Mannschaft ist riesengroß, weil wir nicht verloren haben, weil wir schlechter waren, sondern weil wir quasi dumm waren. Das letzte Spiel war wie eine Blockade, wie eine Arbeitsverweigerung.

Wie kommt das?

Greinke: Vielleicht war der Druck zu groß. Ansonsten kann ich mir das nur durch die äußeren Umstände erklären. Die weite Hinfahrt, der frühe Beginn. Und dann kam noch der Krankenwagen, weil sie eine Gegnerin verletzt hat. Wir durften nicht mehr laut sprechen, weil die Beruhigungsmittel bekommen hat. Und dann war bei uns irgendwie der Wurm drin.

Lässt sich die Mannschaft zu leicht ablenken? Denn auch in den vorherigen Partien brachte sich die TuS, wenn es gut lief, durch Fehler oft aus dem Rhythmus.

Greinke: Das hat viel mit dem Kopf zu tun. Für uns ist das alles ein neues Abenteuer. Wir sind jetzt zweimal hintereinander aufgestiegen und waren eigentlich immer auf der Gewinnerseite. Es ist neu für uns, um jeden Punkt kämpfen und mit Niederlagen umgehen zu müssen. Das mussten wir in der Hinrunde lernen.

Was macht es der TuS so schwer in der neuen Liga?

Greinke: Wir können keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Trotzdem sehen wir für uns die Möglichkeiten, die Spiele zu gewinnen. Aber man muss immer hundertprozentig am Ball bleiben, immer hochkonzentriert sein. Denn die Gegner machen sehr wenig Fehler. In der Verbandsliga gewinnt meistens die Mannschaft, die weniger Fehler macht. Das ist uns auch von Spiel zu Spiel besser gelungen bis zum Gievenbeck-Spiel. Da haben wir eine super Partie gemacht (2:3 gegen den Tabellenvierten – Anm. d. Red.). Da haben wir uns selber gesagt, dass wir angekommen sind. Dann kam Bielefeld – und da wissen wir selber noch nicht, was passiert ist.

Was muss in der Rückrunde besser werden?

Greinke: Wir wollen auf jeden Fall mehr Ruhe reinbringen und weniger Fehler machen. Außerdem müssen wir unsere Stärken zur Geltung bringen. Aber eben vor allem weniger Fehler machen.

Wie realistisch ist es mit dem Klassenerhalt?

Greinke: Wenn wir das umsetzen, was wir trainieren, bin ich guter Hoffnung, dass wir vom Relegationsplatz runterkommen. Wir müssen unsere direkten Konkurrenten schlagen, um sie hinter uns zu halten, müssen mit den Mannschaften hinter uns reinen Tisch machen. Alles andere ist Zugabe. Und auch wenn wir sportlich derzeit nicht so gut stehen: Wir sind immer noch superstolz, dass wir es so weit geschafft haben.

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