Angebote nur online

TuS Bönen fährt sich fast komplett herunter

Auch das Klettern ist beim TuS Bönen im November nicht möglich.
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Auch das Klettern ist beim TuS Bönen im November nicht möglich.

Start und gleich wieder Stopp hieß es in dieser Woche für zahlreiche Mitglieder der TuS Bönen.

Bönen - Nach dem Ende der Herbstferien sollten die Kurse Aquafitness und -Jogging sowie Wassergymnastik, Zumba, Fit in den Tag, ein Mutter-Kind-Turnen, Klettern und Faszio wieder oder überhaupt erstmals nach der Frühjahrspause wieder beginnen. Als Outdoorprogramm bot der größte Bönener Sportverein zudem Nordic Walking an.

Schon am Mittwochabend neigten sich die Mundwinkel der Teilnehmer und beim TuS-Vorstand dann wieder nach unten. Kanzlerin und Ministerpräsidenten hatten ab dem kommenden Montag den nächsten Lockdown vereinbart. Im Prinzip sind alle Sportarten zwar Individualsportarten, nur treffen Sportler aus verschiedenen Haushalten zusammen. „Ja, wir haben auch den Trainingsbetrieb eingestellt, können de facto also nicht mehr in die Goethehalle, auch Badminton kann nur privat gespielt werden“, zeigt TuS-Vorsitzender Marvin Manz auf. „Treffen von Gruppen in Sporthallen ist ja untersagt.“

Bisher erst wenige Kündigungen

Die Kursgebühren würden selbstredend zurückgezahlt. Einige Kurse wie Faszio werden wohl weiterhin online weiterlaufen. Kursleiterin Iris Höll hatte dieses Angebot schon im ersten Lockdown gemacht. „Bauch-Oberschenkel-Po wäre auch über Zoom möglich“, erklärt Manz. Er glaube, dass auch die Sportakrobaten wieder ins Netz gehen werden, blickt der Vorsitzende auf das reguläre Sportangebot. „Vielleicht kriegen wir den ein oder anderen so noch mit ins Boot.“ Der Verein besitzt seit dem Frühjahr eine Premium Lizenz des Videokonferenz-Anbieters. „Es sind natürlich nicht viele Kurse, die online gehen können“, blickt Manz auf die Liste der gestarteten Kurse.

In seiner Abteilung sieht Ringertrainer Manz „großes Verständnis“ bei den Eltern. „Sie verstehen die Schritte.“ Teils sei allerdings schon Unruhe aufgekommen im Verein, da der Verein „wieder gut in Betrieb“ gekommen sei. „Einige der älteren Übungsleiter wollten nicht wieder starten, wegen des Risikos. Einige Teilnehmer dieser Angebote sahen, dass andere Kurse wieder anlaufen, ihrer aber nicht. Sie hatten für den Ausfall ihres Kurses kein Verständnis.“

Kündigungen habe es bisher allerdings wenige gegeben. „Das war nicht übermäßig. Meist waren das auch Leute, die nur eine Sportart belegten. Die haben sich nach dem Ausfall gesagt: Dann ist es für mich vorbei“, so Manz. Die meisten der mehr als 1500 Mitglieder des Mehrspartenvereins würden aber sehen, dass der Verein für die Situation nicht verantwortlich sei.

„Wir hoffen auf Vertrauen. Wir können ja auch nicht absehen, wie sich das Ganze entwickelt und müssen uns den Maßnahmen beugen. Ich persönlich gehe außerdem davon aus, dass die Auszeit verlängert wird“, schließt der Vorsitzende. Auf finanzielle Hilfe hat der Verein bisher und will er auch in Zukunft verzichten.

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