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TTF-Jungen spielen an diesem Wochenende um die Deutsche Meisterschaft

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Von: Jan Lüke

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Tyson Tan Hasse könnte sich als Deutscher Meister von den TTF Bönen verabschieden.
Tyson Tan Hasse könnte sich als Deutscher Meister von den TTF Bönen verabschieden. © Baur Boris

Die TTF Bönen beenden ihre Saison mit einem sportlichen Höhepunkt: Die Jungen-18-Mannschaft geht am Wochenende bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend in Salzhemmendorf an den Start.

Bönen - In der Nähe von Hameln in Niedersachsen treffen am Samstag und Sonntag die besten Nachwuchs-Vereinsmeisterschaften Deutschlands aufeinander.

Die TTFler sind als amtierender westdeutscher Mannschaftsmeister unter den acht Teilnehmern vertreten. Im Mai hatten sich die Bönener in einem dramatischen Endspiel um die westdeutsche Meisterschaft gegen Mitkonkurrent Borussia Düsseldorf durchgesetzt. Bönen trennte sich von der Jugendmannschaft des deutschen Rekordmeisters zwar nach Punkten mit einem Unentschieden (5:5), gewann aber aufgrund des besseren Satzverhältnisses. Erstmals in der Bönener Vereinsgeschichte sicherte sich damit eine U18-Mannschaft der TTF die westdeutsche Meisterschaft und die damit verbundene Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe. „Unser Ziel war es, westdeutscher Meister zu werden. Die Deutschen sind eine Zugabe“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg. „Aber jetzt, wo wir dabei sind, wollen wir auch dort eine gute Rolle spielen.“

Die darf man den Bönenern zutrauen. Sie gelten als eines von zwei bis drei Teams, die dem favorisierten MTV Jever den Titel streitig machen könnten. Darenberg sieht im Verfolgerfeld des Favoriten aus Niedersachsen vor allem den SV Windhagen (Rheinland-Pfalz) sowie den GSV Hemmingen (Baden-Württemberg) mit seinen Schützlingen auf Augenhöhe. Und auch Jever um seine Spitzenspieler Mathis Kohne und Justus Lechtenbörger hält er nicht für unschlagbar. „Wir wollen erst mal das Halbfinale erreichen“, sagt Darenberg. Dafür meinte es die Auslosung gut mit den TTFlern: Bönen führt die Gruppe B an und trifft dort auf Hertha BSC Berlin, den TSV Gräfelfing (Bayern) und den TTC SR Hohenstein-Ernstthal aus Sachsen, das mit Karl Zimmermann einen sehr starken Spitzenmann aufbietet. „Die Auslosung lief gut für uns. Ich sehe uns als Favoriten in der Gruppe“, so Darenberg. Vor allem die Ausgeglichenheit der Bönener Besetzung sieht der TTF-Trainer als Vorteil. In ihrer ersten Begegnung stehen die Bönener am Samstagmorgen um 9 Uhr Hohenstein gegenüber, es folgen die Spiele gegen Gräfelfing (12.30 Uhr) und Berlin (16 Uhr). Die Berliner sind der Titelverteidiger, sie gewannen bei der bislang letzten Auflage der deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend den Titel. Das Team, das 2019 in Darmstadt im Endspiel den 1. FC Gievenbeck 6:4 besiegte, spielte allerdings in anderer Besetzung als die aktuelle Mannschaft.

Jever aus dem Weg gehen

Den Darenberg-Schützlingen, die am Donnerstag ein gemeinsames Abschlusstraining absolvierten und am Freitag nach Salzhemmendorf reisen, würde einer der ersten beiden Plätze in der Gruppe für den Sprung ins Halbfinale reichen, das am Sonntag schon um 8.30 Uhr beginnt. Als Gruppensieger ginge man wohl dem Halbfinal-Duell mit Jever aus dem Weg – und würde so die Chancen auf eine Finalteilnahme steigern. „Wenn wir Gruppensieger werden, kann es auch bis ins Finale gehen. Und dann ist alles möglich“, hofft Darenberg.

Für zwei Bönener wird der Wettbewerb auch eine Abschiedsveranstaltung: Toni Ramljak und Tyson Tan Hasse, zuletzt in starker Form bei den Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen, verlassen den Klub zum Saisonende – womöglich als Deutsche Meister.

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