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TTF ohne Rhythmus um den Aufstieg

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Von: Jan Lüke

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Die Oberliga ist das Ziel: TTF-Trainer Walter Darenberg (rechts) mit seinem Spitzenspieler Toni Ramljak.
Die Oberliga ist das Ziel: TTF-Trainer Walter Darenberg (rechts) mit seinem Spitzenspieler Toni Ramljak. © Markus Liesegang

In der Relegationsrunde in Brühl wollen sich die TTF Bönen als Tabellenzweiter der NRW-Liga den Aufstieg in die Oberliga sichern. Gegner sind der TTC Brühl-Vochem und der Post SV Oberhausen. Um das Ziel Aufstieg zu erreichen, müssen die Bönener Erster in der Dreier-Gruppe werden.

Bönen - Ein Tag, zwei Spiele – am Samstag gilt es für die TTF Bönen. In der Relegationsrunde in Brühl will sich der Tabellenzweite der NRW-Liga den Aufstieg sichern. Auf dem Weg in die Oberliga stellen sich den Bönenern der TTC Brühl-Vochem (15 Uhr) und der Post SV Oberhausen (18 Uhr) entgegen. „Es wird nicht leicht, aber wir wollen aufsteigen und ich glaube auch, dass wir das packen können“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg. Nur der Gewinner der Relegation hat einen Startplatz in der Oberliga fix. Für die Verlierer bleibt die Hoffnung, dass klassenhöhere Mannschaften in den kommenden Wochen zurückziehen werden. „Darauf wollen wir uns aber nicht verlassen“, sagt Darenberg. Bisher seien ihm keine Rückzüge aus den Bundesspielklassen bekannt.

Ungewohntes Spielsystem

Für die Bönener ist die Aufstiegsrunde nicht nur besonders, weil sie am Samstag um ihr Saisonziel spielen. Zum einen liegt das bislang letzte Punktspiel der Tischtennis-Freunde aufgrund des Saisonabbruchs mehr als ein halbes Jahr zurück. Zum anderen spielen die Bönener in der Relegation nicht im gewohnten Spielsystem. Weil ab der Oberliga, die dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) unterstellt ist, nur noch Vierer-Mannschaften zum Einsatz kommen, werden die TTF auch in der Relegation nur mit vier Spielern antreten – nicht wie in der NRW-Liga mit sechs. Vor allem die fehlende Wettkampfpraxis könnte zum Problem werden. „Unsere Spieler haben zuletzt im Pokal gemerkt, dass ihnen nach einem halben Jahr ohne Punktspiel der Rhythmus fehlt. Training und Wettkampf sind zwei verschiedene Paar Schuhe“, sagt Darenberg, dessen Mannen letztmals Anfang Dezember gegen den TTC GW Bad Hamm II in der Liga an den Tischen standen.

Lange Wettkampfpause als Nachteil

Beides, die lange Wettkampfpause und der ungewohnte Modus, sieht Darenberg vor allem als Nachteil gegenüber Oberliga-Vertreter Brühl-Vochem. Die Mittelrheiner waren bis zum vergangenen Wochenende im Spielbetrieb in der Oberliga aktiv, in der die Saison anders als in der NRW-Liga fortgesetzt worden war. Außerdem sind sie das Vierer-Mannschafts-System gewohnt. „Brühl wäre aber auch sonst der Favorit“, sagt Darenberg über den Tabellenachten der Oberliga NRW. Der langjährige Regionalligist verfügt über den besten Kader und beendete die Oberliga mit fünf Siegen in Serie. Vor allem vor Spitzenspieler Kazeem Nasiru hat Darenberg Respekt. Der 47-Jährige nahm für Nigeria mehrmals an Olympischen Spielen teil. „Trotzdem werden wir auch gegen Brühl unsere Chance bekommen“, glaubt Darenberg. Er warnt allerdings auch vor dem zweiten Widersacher, dem PSV Oberhausen. „Das Spiel wird kein Selbstläufer.“ Die erfahrene Mannschaft aus dem Ruhrgebiet beendete die NRW-Liga-Saison in der Staffel 2 als Zweiter. Das vierte startberechtigte Team, der TV Dellbrück, verzichtete auf eine Teilnahme.

Alle TTF-Akteure sind fit

Bei den Bönenern sind alle Akteure fit. Spitzenspieler Toni Ramljak, am vergangenen Wochenende bei einem Jugendturnier in seiner Heimat Kroatien erfolgreich im Einsatz, ist zurück. Altmeister Andreas Rosenhövel ist im Training und wäre ein Option an Position zwei. Auch der zuletzt gesundheitlich angeschlagene Numan Yagci ist wieder fit. Damit bieten sich Bönen viele Möglichkeiten in den Doppeln und Einzeln. „Wir sind bestmöglich vorbereitet“, sagt TTF-Trainer Darenberg und hofft auf den Aufstieg in die Oberliga.

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