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Herbstmeisterschaft nur ein Zwischenschritt für TTF-Damen

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Von: Boris Baur

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Mit dem besten Bilanzwert aller Spielerinnen führt Viktoria Diekel die Rangliste in der NRW-Liga an. Und auch das TTF-Team steht auf Rang eins.
Mit dem besten Bilanzwert aller Spielerinnen führt Viktoria Diekel die Rangliste in der NRW-Liga an. Und auch das TTF-Team steht auf Rang eins. © Liesegang Markus

Ihr Ziel hatten die Tischtennisdamen der TTF Bönen schon vor dem Saisonstart klar und unmissverständlich formuliert. Viktoria Diekel, Sophie von Buttlar, Stefanie Burgdorf und Johanna Bambach wollen hoch in die Oberliga. Die Voraussetzung haben die Tischtennisfreundinnen in der Hinrunde der NRW-Liga gelegt.

Bönen – Die TTF-Damen haben sich am letzten Spieltag mit dem Sieg beim TTC Dortmund-Wickede die Herbstmeisterschaft gesichert, die ihnen allerdings auch vorher nur noch theoretisch zu nehmen war. Das kann in diesen Pandemiezeiten schon ein erster Schritt sein. Denn nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Spielzeiten, die aufgrund der Lockdowns nicht zu Ende gespielt werden konnten, hat der Westdeutsche Tischtennisverband festgelegt, dass es schon ausreichend ist, wenn die Hinrunde komplett durchgeführt wird, damit gewertet wird und Auf- und Abstiege möglich sind. Der WTTV hatte angesichts der steigenden Zahlen überlegt, die Saison zu unterbrechen – in Hessen wird beispielsweise im Januar nicht gespielt. Doch in dieser Woche fiel die Entscheidung, die Rückrunde nach Plan durchzuführen und auch weiter Doppel zu spielen.

Dreikampf um den Titel

„Wenn die Saison jetzt zu Ende sein sollte, wäre das perfekt für uns“, hatte Bönens Nummer eins, Viktoria Diekel, zuvor zum aktuell ersten Platz gesagt: „Ansonsten müssen wir halt die Rückspiele abwarten.“ Das Aufstiegsrennen ist ein Dreikampf, in dem mit Blick auf die zweite Serie noch nichts entschieden ist. Bönen führt mit 14:2 Punkten vor dem SC BW Ottmarsbocholt mit 12:4 und der DJK SR Cappel mit 11:5 Zählern. So sei das auch im Vorfeld zu erwarten gewesen, sagt Diekel, die große Stücke auf die Konkurrentinnen hält. In Cappel setzte es für ihr Team im zweiten Saisonspiel eine bittere 3:8-Niederlage, gegen Ottmarsbocholt gewannen die TTF mit 8:5, wobei die Nummer zwei der Gäste fehlte.

Diekel und von Buttlar haben die besten Bilanzwerte in der Liga

Bis auf den Dämpfer zu Beginn lief es für den Tabellenführer richtig gut. Drei der acht Begegnungen entschied Bönen sogar mit 8:0 für sich. „Keiner kann klagen“, sagt Diekel, die auf eine 18:3-Bilanz in den Einzeln kommt, in den Spitzenspielen gegen die beste Akteurin des Gegners sogar ungeschlagen ist. Nur ausgerechnet gegen Cappel hatte sie einen schwarzen Tag, unterlag mit Medeea Grozav-Marcu und Angelina Wulff der Nummer zwei und drei der DJK.

Von Buttlar landete bei 13:2 Siegen. Damit weist das TTF-Topduo auch die besten Bilanzwerte aller NRW-Liga-Spielerinnen auf. Diekel führt mit 8.882 knapp vor von Buttlar mit 8.775, die Konkurrentinnen Selina Wiggers (Ottmarsbocholt/8.406), Karen Elfert (Dortmund-Wickede/8.74) und Angelina Wullf (8.069) folgen mit einigem Abstand. Und auch Burgdorf (8:7) und Bambach (8:5) stehen im Einzel positiv. Diekel freut sich besonders, dass Letztere den Spaß am Tischtennis wiedergefunden hat: „Die Coronapause hat ihr gut getan, sie trainiert wieder ohne Ende.“

An Doppeln-Paarungen noch ein bisschen schrauben

Einzig die Doppel funktionieren nicht ganz so wie gewünscht. „Wir spielen oft 1:1, würden aber am liebsten immer mit einem 2:0 starten“, sagt Diekel und denkt daran, die Paarungen „umzubasteln“. In dieser Saison spielte sie bislang siebenmal zusammen mit von Buttlar (5:2), als ihre Stammpartnerin in Dortmund-Wickede fehlte, gewann sie auch mit Burgdorf. Die steht mit Bambach wiederum bei 4:3.

„Wir haben jetzt rund vier Wochen Winterpause, da werden wir bestimmt mal zusammen trainieren und andere Konstellationen testen“, sagt Diekel. Bis zum 15. Januar haben die TTF-Damen Zeit, dann geht es zuhause gegen den VfB Oldentrup in der Meisterschaft weiter. Eine Woche zuvor findet die Endrunde um den WTTV-Pokal statt. „Das wäre natürlich super, um reinkommen“, weiß Diekel.

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