Handball

RSV trennt sich von Hadamik - Feldhaus übernimmt

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Nach zwei Jahren kehrt Sascha Feldhaus (Mitte auf die Trainerbank der RSV-Reserve zurück.

Bönen – Nach nur vier Spielen hat sich der RSV Altenbögge von seinem Trainer der zweiten Mannschaft getrennt. Peter Hadamik, der erst zu Beginn der Vorbereitung das Amt von Bernd Lublow übernommen hatte, betreut das Kreisliga-Team nicht mehr. Nachfolger ist Hadamiks Vorvorgänger Sascha Feldhaus.

„Wir haben uns etwas Anderes vorgestellt“, erklärte Tino Stracke, der Sportliche Leiter des RSV, nach zwei Siegen und zwei Niederlagen, die die Kreisliga-Handballer vor den Herbstferien einfuhren. Vor allem, dass die Spieler während der Partie „lustlos“ und „lethargisch“ aufgetreten seien, habe den Vorstand zum Handeln bewegt, erklärte Stracke, der Hadamik ausdrücklich für seine Arbeit und die Zeit, die er investiert hat, dankte.

Fehler nicht nur beim Trainer

Letztlich stellte der Verein fest, dass die Chemie zwischen Coach und Team nicht gestimmt habe. „Wir haben die Fehler aber nicht nur beim Trainer gesucht“, mahnte Stracke auch eine teilweise fehlende Einstellung bei den Akteuren an. So seien die Übungseinheiten nicht so gut besucht gewesen, was Hadamik die Arbeit erschwerte. Auch die Gemengelage mit „engagierten Spielern und welchen, die es ausklingen lassen“, sei laut Stracke für einen Externen schwierig: „Für eine zweite Mannschaft hat man im besten Fall jemanden aus den eigenen Reihen.“

Feldhaus baute die Mannschaft über Jahre auf

Den hat der RSV mit Feldhaus gefunden. Er baute die Mannschaft vor fast zehn Jahren im Grunde auf, ging mit ihr zu Beginn auch durch extrem schwere Jahre. Fast zwei Saisons gelang den Altenböggern in der 1. Kreisklasse damals kein Sieg. Der Abstieg wurde nur durch Rückzüge anderer Teams verhindert.

Doch im Verlauf der Zeit stellte sich Erfolg ein. Im Mai 2017 übergab Feldhaus eine intakte Gruppe, die unter Lublow prompt aufstieg. „Ich habe so viele Jahre da reininvestiert. Da habe ich gesagt, bevor das auseinanderfällt, würde ich es wieder machen“, erklärte Feldhaus, warum er den Posten – vorerst interimsweise – erneut übernommen hat. Seinem alten Team schaute er in der Vergangenheit oft zu, während er selbst in der Dritten spielte, wo er künftig, soweit möglich, weiter auflaufen möchte. Auch ihm war aufgefallen, dass es beim RSV „extrem ruhig auf der Bank“ zugegangen war.

Ex-Trainer Peter Hadamik verabschiedete sich persönlich vom Team.

Peter Hadamik verabschiedet sich beim Training

Am Mittwochabend leitete Feldhaus bereits das erste Training, bei dem sich Hadamik persönlich von den Spielern verabschiedete. Alle sprechen daher von einer einvernehmlichen Trennung. „Ich bin positiv gestimmt, dass wir das in die richtigen Bahnen lenken. Ich freue mich auf das Training mit der Mannschaft“, will Feldhaus von nun an nach vorne blicken und neues Feuer entfachen.

„Ich mache das jetzt. Und wenn es erfolgreich wird, gucken wir, wie es weitergeht“, hat der Coach noch keine Pläne, wie die Zukunft aussieht. Auch Stracke verspürt keine Hektik. „Ein bisschen Zeit haben wir ja“, will er schauen, ob es mit dem neuen alten Trainer wieder funktioniert.

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