RSV mit Unentschieden nach irrer Schlussphase

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Altenbögges Dennis Geckert tröstet Melvyn Leniger, nach dem dieser in den Schlusssekunden gegen Lünen seinen Siebenmeter verworfen hat.

BÖNEN -  Nach der Schlusssirene ging der Blick von Mel-vyn Leniger ins Leere. Sieben Sekunden vor dem Ende einer dramatischen Begegnung parierte Daniel Hangebrock seinen Siebenmeter, wodurch die Handball-Bezirksliga-Partie zwischen Lenigers RSV Altenbögge und dem Lüner SV 28:28 (15:16) endete.

„Absolut keinen Vorwurf“, wollte RSV-Coach Mike Rothenpieler seinem Spieler machen: „Hut ab, dass er dahin gegangen ist. Die Chance war 50:50.“ Es war schließlich auch nicht leicht, in der hitzigen Atmosphäre in der gut gefüllten und lautstarken MCG-Halle kühlen Kopf zu bewahren. Zu sehr hatten sich die Ereignisse in der Schlussphase überschlagen.

Dabei war die Partie acht Minuten vor dem Ende eigentlich gelaufen zu sein. Der LSV führte mit 21:27 und die Aufholjagd der Bönener, die aus einem 17:21 (40.) ein 21:23 (48.) gemacht hatten, schien längst beendet. Dennis Geckert und Leniger verkürzten auf 23:27. Dann warf Tom Beutner einen Siebenmeter an den Innenpfosten, aber Leniger markierte dennoch fünf Minuten vor Schluss per Tempogegenstoß das 24:27.

Jetzt wurde es richtig hektisch: Innerhalb einer Minute kassierten Kai Maurer und Dennis Kirchner (beide LSV) und Timo Weber Zeitstrafen. Für den Altenbögger war es die dritte, so dass er ebenso wie schon Bruder Jan Weber in der 38. Minute die Rote Karte sah. Der in dieser Phase überragende Leniger und Tom Beutner per Doppelpack sorgten für den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Lünen stand völlig neben sich, fing sich aber in Gleichzahl wieder und schaffte durch Kai Maurer das 27:28. Dann musste Kirchner wegen eines Fouls an Geckert erneut für zwei Minuten runter. Leniger setzte nun den Strafwurf an den Pfosten. Doch der RSV holte sich den Ball zurück, der über Geckert und Leniger 15 Sekunden vor dem Ende den Weg ins Tor. Die Gäste verloren die Kugel erneut, Nils Grammon kassierte in der Folge als zweite Lünener nach Mats Gaertner (45.) die dritte Zeitstrafe. Die Schiedsrichter verwiesen außerdem Tino Stracke wegen eines Schlages vom Feld und verhängten ebenjenen Siebenmeter, den Leniger nicht im Tor unterbrachte.

„Wir können froh sein, dass wir den Punkt hier behalten haben. Das war am Ende durchaus glücklich“, meinte Rothenpieler: „Wir haben uns durch Undiszipliniertheiten selbst aus dem Spiel gebracht.“ Sein Kollege Jürgen Weber war am Ende fassungslos über den verschenkten Vorsprung: „Alles in allem freuen ich mich aber über den Punkt. Eine Minute vor Schluss hätte ich gedacht, wir haben verloren.“ - bob

RSV: Karlin (1.-10.), Joneleit (10.-60.) – J. Weber (4), T. Weber (2), Leniger (8), Gerwien (1), Beutner (4), Brandt, Stracke (2), Florian (5), Geckert (2), Pieper (n.e.), Altner (n.e.), Grzybowski (n.e.)

LSV: Hangebrock, Bühlhoff – Lammek (1), Luchring (2), Hadac, Gaertner, Grammon (2), Miehle (2), Kirchner (8), K. Maurer (8), P. Maurer (5), Scheunemann, Bekel (n.e.)

Torfolge: 5:5, 5:8, 9:9, 12:11, 15:16 – 17:22, 21:23, 21:27, 27:27, 27:28, 28:28

Zeitstrafen: 7/11 – J. Weber (3/38.), T. Weber (3/55.), Florian / Gaertner (3/45.), Grammon (3/60.), Kirchner (2), K. Maurer, P. Maurer, Lammek, Miehle

Rote Karte: Stracke wegen Schlagens (60.)

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