Serr ist trotz Umbruch beim VfK optimistisch

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Nordbögges neuer Trainer Jürgen Serr (rechts) begrüßte Nikolaj Kirmse, Philipp Preiß, Sven Bollwig, Kevin Garske und Frederik Bennemann (von links) als Neuzugänge an der Feuerwache.

Bönen - Mit vielen Fragezeichen geht es für den A-Kreisligisten VfK Nordbögge in die Saison 2015/16. Einiges hat sich verändert beim Tabellensechsten der Vorsaison. Durch die Flut an Abgängen musste der Verein einen herben Qualitätsverlust hinnehmen.

Wichtige Akteure wie Oliver Rothkamm, Oliver Hartmann, Marc Aschmoneit, Patrick Heller oder Florian von Glahn – um nur einige zu nennen – verließen den VfK. Und es gelang den Verantwortlichen nur bedingt, diese zu ersetzen. Mit Nicolaj Kirmse, Kevin Garske, Kevin Siebert, Murat Oturak, Marcel Lange und Torhüter Sven Bollwig holten die Nordbögger vorwiegend junge Spieler mit wenig bis gar keiner Kreisliga-A-Erfahrung. Samet Özgüc kommt von der Reserve der IG Bönen zurück zur Feuerwache. Zudem schließt sich Sascha Frey von den Alten Herren des SVE Heessen dem Verein an.

Neu ist auch der Trainer, Jürgen Serr, der trotzdem optimistisch wirkt. „Es ist klar, dass sich das Team erstmal zusammenfinden muss“, gewährt er seinen Schützlingen eine gewisse Anlaufzeit. Gleichzeitig glaubt er aber an das Potenzial der Mannschaft und ist erfreut über die guten Trainingsleistungen: „Wir haben eine sehr hohe Intensität derzeit, aber alle ziehen super mit.“ Seit zwei Wochen schuften die Nordbögger schon für die Saison, wobei vor allem körperliche Grundlagen geschaffen werden sollen. „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo die Beine etwas schwer werden und es nicht leichtfällt, sich aufzuraffen“, konstatiert Serr. „Doch ich bin sehr zufrieden mit der Truppe.“ Zwar fehlen noch etliche Urlauber und Schichtarbeiter, doch Serr rechnet damit, dass er bald mit allen Akteuren arbeiten kann.

Positiv überrascht ist er auch von der guten Stimmung im Team, die unter anderem mit einem Mannschaftsabend gestärkt wurde. Auch angesichts dieser Tatsache steckt Serr sich das Ziel, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen. „Wir wissen, dass es nach so einem großen Umbruch erstmal schwierig ist, aber ich denke, das ist machbar“, so Serr.

Abhängen wird das von vielen Unbekannten, denn Serr hat noch keinen festen Kader zur Verfügung. Zurzeit trainieren die ersten beiden Herrenmannschaften zusammenn. Aufschlüsse will er in den Testspielen gewinnen. Das erste bestreitet er mit seinem Team am heutigen Montag zuhause um 19 Uhr gegen den neu gegründeten Verein Ditib Ahlen Spor Kulübü. „Ich werde alle wieder dazunehmen“, will der Trainer viele Eindrücke sammeln. Am nächsten Sonntag empfängt der VfK den Bezirksligisten TSC Hamm, und nimmt dann am Sommerturnier in Hilbeck teil.

Die vielen Abgänge der ersten Mannschaft schmerzen natürlich auch den VfK II, der nun vermutlich einige Spieler an die Erste verliert. Spielertrainer Christian Wache kann somit noch keine feste Prognose abgeben, was er von seiner Mannschaft erwartet, weiß aber, dass es „auf jeden Fall schwierig wird“. Doch insgeheim hofft Wache, dass es vielleicht mehr wird als der Kampf gegen den Abstieg wie in den vergangenen zwei Jahren. „Eigentlich würde ich schon gerne einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, meint er. Doch er fürchtet, viele wichtige Spieler an die Erste abgeben zu müssen. „Klar hatte ich gehofft, eine bessere Mannschaft zusammenzukriegen.“, gibt der Spielertrainer zu. Zumindest hat aus dem Team der Vorsaison kein Spieler den Verein verlassen. Verstärkt werden soll die Mannschaft mit Spielern aus der dritten Mannschaft, die die Voraussetzungen haben, in der Kreisliga B mitzuhalten. Ob von den externen Zugänge welche in der zweiten Mannschaft spielen, ist noch unklar.

Somit stehen die ersten beiden Seniorenteams des VfK wohl vor einer schwierigen Spielzeit, in der es entscheidend wird, wie schnell sich die Neuzugänge zurechtfinden. Vor allem für die Reserve könnte es wieder eng werden, sollten Leistungsträger hochgezogen werden. - krz

Zugänge: Kevin Garske, Kevin Siebert, Marcel Lange, Nikolaj Kirmse, Murat Oturak (alle SpVg Bönen II), Sascha Frey (SVE Heessen Alte Herren), Samed Özgüc (IG Bönen II), Philip Preiß, Sven Bollwig, Frederik Bennemann (alle reaktiviert)

Abgänge: Dennis Juraschuk, Sven Kaczor, Marc Aschmoneit (alle Karriere-Ende), Florian von Glahn (TVG Flierich-Lenningsen), Patrick Heller, Ali Öncül, Raphael Poljsak, Sebastian Schneck, Manuel Müller, Oliver Hartmann, Cengiz Güner (alle SpVg Bönen), Markus Hein, Andre Juraschuk (beide Ziel unbekannt), Oliver Rothkamm (TuS Wiescherhöfen II)

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