Trainer der Bönener Fußball-B-Ligisten unzufrieden

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Iven Köster überzeugt in seinem ersten Seniorenjahr bei den Nordböggern.

Bönen - Neunter, Zehnter, Dreizehnter. Spitzenplatzierungen sind es nicht, die Bönens Fußballer in der Kreisliga B auszeichnen. Entsprechend unzufrieden sind die Trainer der SpVg Bönen, des VfK Nordbögge und der Fliericher Germanen.

Die Zwischenbilanz von Ralf Thiemann (SpVg), Sven Kaczor (VfK) und Thorsten Müller (TVG) fällt negativ aus, wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen. „Sportlich bin ich natürlich weniger zufrieden“, meint Kaczor, dessen Nordbögger am schlechtesten stehen.

Als 13. trennen seine Elf nur der Puffer TSC Hamm II vom mutmaßlich ersten Abstiegsplatz 15, den die SG Bockum-Hövel III belegt. „Vorm Abstieg hab ich aber keine Angst“, sagt Kaczor mit voller Überzeugung. Ich bin sicher, dass wir da unten rauskommen.“ Ganz unten drin sind die Nordbögger auch nicht: Zu Bockum-Hövel sind es auch satte acht Punkte Abstand, verrät ein Blick auf die Tabelle.

A-Jugendspieler gut entwickelt

Positiv sei die Integration der Jugendspieler gelaufen. Hagen Reiber und Iven Köster seien ja sogar noch für die A-Junioren spielberechtigt, gehörten aber „Dank“ der vielen Ausfälle der Etablierten schon zum Stamm. „Und sie haben sich im Laufe der Spielzeit wirklich gut entwickelt“, lobt Kaczor. Allerdings sei es ein ganz schöner Schritt zu den Senioren. „Die Abgezocktheit vieler in dieser Liga müssen sie verinnerlichen.“ Das Bild gleicht dem in der vergangenen Saison. Kaczors an sich großer Kader schrumpfte wegen Verletzungen enorm. Verletzungsträchtige Hallenturniere will der Coach vermeiden. Das Training startet an der Nordbögger Feuerwache Mitte Januar.

Anders als in der vergangenen Saison sieht die Situation bei der SpVg Bönen aus. 2017/18 gewann die Reserve in der Hinrunde gerade einmal drei Spiele, stand schnell mit dem Rücken zur Wand. „Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir jetzt im gesicherten Mittelfeld stehen, hätte ich gesagt: Komm, wir spielen nicht mehr“, beurteilt er die sieben Siege und 23 Punkte, die einen geruhsamen Jahreswechsel verheißen. So weit, so schlecht. Denn es hätte durchaus ein bisschen mehr sein dürfen.

Gepunktet wird daheim

Wie sein Team vor allem auswärts auftritt, wurmt ihn. „Das ist schon Körperverletzung, wenn man da zugucken muss“, ärgert sich der Coach über einige Klatschen auf fremdem Platz, zuletzt 0:6 beim Tabellenletzten Hammer SC. „Am Rehbusch haben wir überzeugt, waren konstant, haben gute Leistungen gezeigt“, blickt Thiemann auf die Heimspiele der Hinrunde zurück. „Auswärts nur beim Derby in Flierich.“ Die Bönener gewannen 1:0. Trotzdem steht die SpVg am Ende der Hinrunde hinter den Flierichern. Das wurmt Thiemann: „Als zweite Mannschaft vor den beiden ersten Mannschaften des TVG und des VfK zu stehen, hatten wir eigentlich als Ziel ausgegeben.“ Nordbögge hinter sich zu wissen, ist immerhin ein Teilerfolg. Personalprobleme beklagte der Bönener Coach keine. Auch das Potential der Spieler hätte gereicht, um zwar nicht ganz oben, aber auf Platz fünf oder sechs zu stehen. „Wir haben uns ja sonntags auswärts immer ausgeruht, da können wir jetzt auch durchtrainieren“, sagt Thiemann mit ironischem Unterton. In der Schlechtwetterperiode zunächst in der Halle, dann ab Mitte Januar wieder draußen. Auch einer Turnierteilnahme steht der Bönener Coach im Gegensatz zu seinen Kollegen durchaus positiv gegenüber.

Zusammenhalt gestört

Mehr versprochen hat sich Flierichs Trainer Thorsten Müller vom Verlauf der Hinrunde. „Wir hatten eine gute Vorbereitung, auch die Trainingsbeteiligung war gut, wir haben in Tests überzeugt“, blickt er auf die Vorbereitung zurück. Mit Saisonstart musste er dann erkennen, dass einigen Spielern private Termine wichtiger waren, als sonntags auf dem Platz zu stehen. „Trotzdem sind wir ja gut gestartet, waren körperlich in guter Verfassung, haben Spiele gedreht. Wir haben uns unter den Top fünf der Liga gesehen.“ Bergab ging es nach der 0:1-Heimniederlage im Derby gegen die SpVg Bönen. „Obwohl wir danach auch nicht schlecht waren.“ Dem 0:6 in Heessen ließen die Germanen ein 7:2 gegen Mark folgen, einem 2:5 in Yunus Emre ein 5:2 über Uentrop. Der TVG gab die Fahrstuhlmannschaft der Liga. „Wir haben zuletzt seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen“, beklagt Müller eine negative Serie seit Ende Oktober. „Das bringt uns alles nicht weiter.“ Positives macht er an der Person von Dominik Wienpahl fest: Er ist eine feste Stütze, spielt einen guten Ball hinten heraus.“ Aber die potentiellen Abnehmer beim TVG müssen die Lust am Fußball erst wiederfinden.

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