Torwart Leon Drevermann sieht beim RSV Altenbögge viel Licht aber auch Luft nach oben

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Leon Drewermann fühlt sich wohl beim RSV Altenbögge. Der Torwart stieß als letzter aus der ehemaligen Dritten des ASV Hamm zu den Bönenern.

Fünf Saisonspiele hat der RSV Altenbögge absolviert. Jetzt ist erst einmal Herbstferienpause. Eigentlich ungünstig: Mit dem 34:28-Sieg in Brambauer und dem Heimerfolg über Gladbeck (24:17) setzte der Bönener Landesligist ein Plus vor das Punktekonto.

Bönen - Trotz des sechsten Tabellenplatzes und ordentlich Abstand zum Tabellenende ist die Angst vor dem Abstieg noch in den Köpfen des Altenbögger Personals. Und die überträgt sich wohl auch auf die, die das dramatische Saisonfinale gegen Oespel-Kley in der vergangenen Saison gar nicht mitgemacht haben: So erklärt Torwartzugang Leon Drevermann den Klassenerhalt zum Ziel.

Insgeheim erwartet er natürlich mehr von der neu formierten Mannschaft. „Wenn die Stimmung passt, können wir das obere Mittelfeld schaffen“, ordnet Drevermann die Stärke der Sieben ein. „Der Spaß muss da sein. Dann klappt es, sich aus den Tiefs im Spiel herauszuspielen.“ Anmeckern sollte tabu sein, positive Stimmung, also anheizen, gehöre zum Spiel dazu. „Ich bin ja auch eher der Typ, der Stimmung macht.“ Dabei wollte der Hammer nach der abgelaufenen Saison eigentlich aufhören mit dem Handballspielen.

Drevermann wollte eigentlich aufhören

Tino Stracke und Sören Feldmann überredeten Drevermann. „Wegen der Verletztenmisere im Tor“, erinnert sich der Keeper. „Aber ich hab gleich klargestellt, dass ich es ganz oder gar nicht mache.“ Er wäre herzlich aufgenommen worden. „Das Team ist megakorrekt. Im Handball geht es aber sowieso familiärer zu als im Fußball, den habe ich früher ja auch mal gespielt.“ Einstellen musste sich Drevermann auf die Mitspieler auch nicht sonderlich: Fast die Hälfte des Kaders kennt er aus Hamm, mit Jonas Gerke spielte er schon in der Jugend, zuletzt in der A-Junioren-Bundesliga.

Mit den Einsatzzeiten kann der 22-Jährige ebenfalls zufrieden sein. Er wechselt sich mit dem erfahrenen Kai Kleeschulte ab. Ihre Position sei extrem von der Tagesform abhängig. „Du merkst in den Beinen, ob das dein Tag ist.“ Als Tormann stehe man hinter dem Kollegen. „Wir sollten unsere individuellen Stärken herauskitzeln. Kai ist ein ruhiger Typ, eher der Steher“, beschreibt Drevermann. Er selbst setzte angesichts fehlender Größe und Masse auf Sprungkraft. „Luft nach oben ist immer“, kehrt Drevermann zum Thema zurück. „Wir haben noch nicht komplett abrufen können, was wir uns vorgenommen haben“, fasst er die bisherigen Leistungen des RSV zusammen. „Die Konstanz fehlt. „Anfangs der ersten Hälfte haben wir ein Tief, in der zweiten Hälfte finden wir besser ins Spiel. Hätten wir länger gespielt, hätten wir die Gegner aus der Halle geschossen“, blickt Drevermann auf die drei Heimspiele zurück. „Wir sollten die einmalige Kulisse in der Halle nutzen.“

Auf die volle Tribüne, die viel Stimmung macht, setzt der 22-Jährige zum einen. Und wenn Altenbögge weiter als Team auftrete, würde die Konstanz im Spiel schon kommen. Die Folge der Drevermannschen Logik: Die Angst der Handballer vor der Abstiegszone wird immer weiter in den Hintergrund gedrängt, der RSV würde befreit und mit Spaß aufspielen.

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