HANDBALL

Die Hinrunden-Bilanz des RSV: Okay, aber... 

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Punkte verschenkt: Geht es nach Torhüter Kai Kleeschulte hätte der RSV mehr Punkte auf dem Konto haben müssen.

Bönen – In der Handball-Landesliga ist seit Sonntag die Hinrunde vorbei. Aus Sicht des RSV Altenbögge fällt es schwer, eine Bilanz zu ziehen. Die Ausbeute und Auftritte in den vergangenen fünf Spielen mit nur zwei Punkten und der jüngsten 19:26-Pleite bei der DJK Oespel-Kley haben die Stimmung doch arg getrübt.

"Generell müsste man zufrieden sein mit der Hinrunde, nachdem wir uns im Vorjahr erst im letzten Spiel gerettet haben“, sagt Torhüter Kai Kleeschulte. Der RSV steht mit 13:13 Zählern auf Rang fünf und hatte nur am dritten Spieltag ein negatives Punktekonto. Grundsätzlich spielen die Altenbögger also die erhofft solide Saison. Doch das Aber schwingt bei Kleeschultes Aussage direkt mit: „Das ist nicht der Anspruch bei den Leuten, die wir haben.“ In der Sommerpause hatten sich die Bönener mit viel Qualität verstärkt, später stieß mit Marius Schrage ein weiterer Akteur zum Kader, der höherklassig gespielt hat. Oberes Mittelfeld müsse für die Mannschaft schon das Ziel sein, findet Kleeschulte.

Für die Spitzengruppe wurde der RSV zuletzt jedoch für zu leicht befunden. In den jüngsten vier Partien ging es gegen die Top Vier, nur ein Zähler sprang dabei trotz eigentlich lange enger Spiele heraus. „Wenn wir da drei, vier Punkte mitnehmen, sieht es anders aus“, sagt der Torhüter: „Momentan müssen wir aber nach unten gucken, zumal noch mehr Verletzte dazugekommen sind.“ Denn er und seine Teamkollegen verschenkten im Verlauf der Hinserie weitere Zähler. Sie unterlagen dem Schlusslicht ETG Recklinghausen, verspielten gegen den Tabellendritten ASC Dortmund eine Vier-Tore-Führung in den letzten fünf Minuten zu einem Unentschieden. Gegen den Drittletzten ASV Hamm-Westfalen III fiel das Ausgleichstor sieben Sekunden vor Schluss. „Sonst sprächest du jetzt gar nicht davon“, sagt Kleeschulte mit Blick auf den nur drei Punkte entfernt liegenden Relegationsrang. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt lediglich fünf Punkte.

Die Mannschaft ist immer noch eingespielt

Die Suche nach den Ursachen einer Halbserie, in der die Bönener hinter ihren Möglichkeiten blieben, beginnt schon im Frühjahr. Trainer Tino Stracke hatte viele Neuzugänge in die MCG-Halle gelockt, doch in der wurde der Boden erneuert. Die Vorbereitung, in der sich die Mannschaft hätte aufeinander einstellen sollen, glich einer Improvisation. Das zeigt sich besonders im Angriff, während die Deckung meist gewohnt sicher steht. „Uns fehlen da ein paar Wochen, dass sich die Mannschaft einspielen konnte. Das kannst du auch nicht mit den Leuten und der Qualität, die wir haben nicht kompensieren“, sagt Kleeschulte. Im Verlauf der Saison reduzierten Verletzungen, Beruf und private Dinge die Trainingsbeteiligung, was die Arbeit von Stracke erschwerte.

Mit Verletzungen plagt sich der RSV seit Jahresende vermehrt herum, als Steffen Feldmann (Ellbogen) und Timo Weber (Schulter) ausfielen. Philip Isenbeck unternimmt derzeit eine große Reise. Am vergangenen Sonntag brachen bei Florian Warias die alten Sprunggelenkprobleme wieder auf. „Der Kader wird wieder dünner“, so Kleeschulte.

Start in die Rückrunde wird richtungweisend

Die Altenbögger können allerdings gleich zu Beginn der Rückserie nach der WM-Pause die Weichen in Richtung der gewünschten ruhigen Saison stellen. „Wir müssen gerade jetzt die Spiele gewinnen gegen die Mannschaften unter uns. Dann ist das Thema nach unten schnell abgehakt und wir könnten uns vielleicht auch in Bezug auf die nächste Saison einspielen“, erklärt der Keeper. Er verweist aber auch auf die andere Seite der Medaille: „Wenn du nicht gewinnst, bringst du dich schnell in eine Situation, die du nicht haben willst.“ Dann droht erneut ein langes Zittern.

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