Der Titel ist für SpVg zum Greifen nah

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Thorsten Renk ist Bönens bester Torschütze. Er hat schon 26 Mal für die SpVg getroffen – auch hier gegen Lohauserholz.

BÖNEN -  Die Zeit der Entscheidungen in der Fußball-Kreisliga A1 naht – und zwei wichtige Schauplätze liegen am Sonntag in Bönen. Die SpVg kann mit einem Sieg am Rehbusch über den Hammer SC die Meisterschaft perfekt machen. Am Schulzentrum kann für die IG, wenn es ganz schlecht läuft, der Abstieg so gut wie feststehen.

Die auf dem vorletzten Platz notierte IG wäre bei einer Niederlage im direkten Duell mit dem drei Punkte vorausliegenden TSC Hamm II und einem Sieg des Drittletzten in Uentrop endgültig auf fremde Hilfe angewiesen. Doch nach vier Siegen in Folge ist das Selbstvertrauen bei den Bönener riesig.

Das gilt auch für den Lokalrivalen am Rehbusch. „Wir wollen zuhause vor den heimischen Zuschauer die Meisterschaft feiern“, will SpVg-Stürmer Thorsten Renk gleich den ersten Matchball verwandeln. Den Bönenern reichen in den verbleibenden zwei Begegnungen theoretisch zwei Zähler, um den Fünf-Punkte-Vorsprung auf Pelkum zu verteidigen. Aber auf solche Rechenspiele will sich keiner einlassen. „Wir reißen am Sonntag den Rehbusch“, sagte Dominik Sorge schon während des 10:1-Sieges über den TSC II in der Vorwoche. Etwas weniger martialisch geht Renk die Sache an: „Ich habe Lust drauf zu gewinnen.“

Eine besondere Nervosität spürt der Angreifer, der in dieser Spielzeit schon 26 Mal Mal getroffen hat, nicht: Wir wissen im Hinterkopf, das wir unseren Teil dazu beigetragen haben. Wenn man fast immer gewinnt, ist man zwangsläufig ein Kandidat für die Meisterschaft“, meinte Renk gelassen. Für den 22-Jährigen wäre es der erste Titel. „Ich will zum ersten Mal Meister werden. Dafür tue ich alles.“

In der Hinrunde taten sich die Bönener in Westtünnen beim 3:2-Erfolg über den Hammer SC schwer. Doch Renk sieht sein Team im Vorteil: „Für den HSC geht es um nichts mehr. Mit Spiel und Spaß holen wir unsere drei Punkte“, erklärt er gutgelaunt. Am liebsten würde er an die zweite Hälfte gegen den TSC anknüpfen, in dem die SpVg neun Tore erzielte. Bis zur Pause stagnierte der beste Angriff der Liga, der schon 104 Mal eingenetzt hat.

„Das war die Stimmung in der Kabine gedrückt“, berichtet Renk: „Das haben wir uns anders vorgestellt. Ich hätte gedacht, wir führen zur Halbzeit mit zwei, drei Toren.“ Stattdessen stand es 1:1, auch weil der 22-Jährige selbst zwei Großchancen ausließ. „Die muss ich machen.“

Im Unionstadion kam Bönen ohne Probleme davon, weil der TSC nahm dem 2:1 kurz nach der Pause auseinanderbrach, nach 52 Minuten bereits aussichtslos zurücklag. Dennoch hofft Renk, dass er und sein Team am Sonntag schon vor der Pause souveräner spielen. Solange der HSC das 0:0 hält oder gar mit 1:0 führt, umso nervöser werden wir“, ist für ihn bei einem engen Spielverlauf der Erfolg Kopfsache.

Der Bönener Stürmer zeigte sich zuletzt wieder treffsicher, nachdem er zu Beginn der Rückserie verletzungsbedingt einige Spiele verpasst hatte. So wahrte er sich sogar die Chance auf einen zweiten Titel. „Ich möchte irgendwie noch Torjägerschützenkönig werden. Das wäre ein Traum, denn das habe ich seit den Mini-Kickern nie geschafft“, sagt der Ur-Bönener. Vier Treffer hat er aktuell Rückstand auf den Uentroper Sebastian Jakob. Die zwei Tore, die er für die Reserve in der B-Liga erzielt hat, zählen ja nicht. „Aber wenn ich in den zwei Spielen kein Tore mache und wir gewinnen trotzdem jeweils 4:0. Dann ist das auch egal. Die Meisterschaft ist das Hauptziel“, weiß Renk, was letztlich zählt. - bob

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