Tennis-Sommerrunde vor der Ferienpause

Saisonhalbzeit beim TV RW: Soziale Kompente wichtiger als Ergebnisse

Katrin Wittig hat den ersten Teil der Saison schon wieder hinter sich.
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Katrin Wittig hat den ersten Teil der Saison schon wieder hinter sich.

Die Tennisspieler des TV Rot-Weiß Bönen müssen sich jetzt erst einmal wieder gedulden. Nachdem die Saison vor einem Monat für viele Mannschaften begonnen hatte, wird sie nun durch die Sommerpause unterbrochen. Doch immerhin waren sie die Ersten, die nach dem Corona-Lockdown in ihren Ligen um Siege und Punkte kämpfen durften, sich mit Gegnern von anderen Vereinen messen konnten.

Bönen – Für Andreas Niemann sind die Ergebnisse dieser Spielzeit allerdings erst einmal zweitrangig. „Überhaupt wieder Tennis spielen zu können und auch die soziale Komponente waren viel wichtiger“, erklärt der 58-Jährige, der in der 55er-Herren- und in der 40er-Mixed-Mannschaft aktiv ist. Nach 26 Jahren Tennis war die Unterbrechung durch Corona die längste Zwangspause, die er jemals einlegen musste. Dementsprechend fieberte er euphorisch dem Saisonbeginn Anfang Juni entgegen.

Durch die lange Pause hat Niemann zwar etwas an Kondition abgebaut, wie er zugibt, doch der Spaß am Sport ging nicht verloren. Im Vergleich zu anderen Bönener Sportlern mussten die Tennisspieler vom TV Rot-Weiß nicht so lange warten, bis es wieder losging: „Manche Sportarten hatten eine viel längere Pause als wir, da wir draußen spielen können“, weiß der Bönener.

„Alle haben auf heißen Kohlen gesessen“

Genau wie ihr Teamkamerad konnte Katrin Wittig den Wiederbeginn kaum abwarten. „Alle haben auf heißen Kohlen gesessen und darauf gewartet, dass es wieder losging.“ Schrittweise und schneller als gedacht kehrten die Tennisspieler zum Regelbetrieb zurück.

Besonders bei den Auswärtsspielen fiel den Bönenern auf, dass jeder Verein ein anderes Hygienekonzept besaß: „Die Vereine haben das intern geregelt und waren selbst dafür verantwortlich. Bei dem einen Verein musste man Maske tragen, beim anderen konnte man machen, was man wollte“, erzählt die 47-Jährige, die auch in der 30er- und 40er-Damenmannschaft der Rot-Weißen spielt. Inzwischen hat sich die Lage so sehr entspannt, dass seit Kurzem die Maskenpflicht auch auf dem Vereinsgelände am Südfeld aufgehoben wurde.

Andreas Niemann spielt mit dem Mixed-Team Mitte Juli um den ersten Platz in seiner Gruppe.

Herrenteam mit Pause vor dem „Endspiel“

Da die neue Spielzeit in diesem Jahr aufgrund der Pandemie später startete, kam es so zu ungewohnten Spielansetzungen. „Normalerweise haben wir alle unsere Spiele vor den Sommerferien absolviert. Nun müssen wir nach langer Pause noch eine Partie bestreiten. Das ist nicht gut“, sagt Yannik Stefank, Spieler der ersten Herren-Mannschaft. Durch die Unterbrechung sei man nicht mehr so eingespielt, wie vorher. Das kann sich dann auch in den Ergebnissen widerspiegeln. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der 27-Jährige zufrieden. Die Krönung soll am 22. August folgen, dann kann sich das Team die Meisterschaft in der Kreisliga im direkten Duell beim punktgleichen TC Holzwickede sichern.

Im Gegensatz zu den Spielern der Herren-Mannschaft, müssen Wittig und Niemann keine längere Pause einlegen. Nachdem sie mit der Mixed-Mannschaft am vergangenen Sonntag souverän mit 3:1 gegen den TC Berghofen gewannen, steht für die Bönener bereits am 17. Juli ein Endspiel an. Dann treffen sie am letzten Spieltag auf den TC Herringen. Beide Mannschaften sind bisher ungeschlagen.

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