Tennis

Das Aufstiegs-Pils schon früh serviert

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Der erfolgreiche Bönener Mannschaft, oben von links: Heinz Dörnemann, Horst Schubert, Werner Rabura, Manfred Günther und Herbert Lehmann. Unten von links: Udo Kolar, Jürgen Jockel Wolf und Franz Hümmecke.

Das Aufstiegs-Pils gab es schon vor dem regulären Ende des entscheidenden Spieles. 3:1 führten die Herren 65 des TV RW Bönen gegen Herten. Damit war ihnen der Sprung in die Ruhr-Lippe-Liga schon sicher. Am Ende hieß es 4:2

Bönen – Freiwillig, mit der unendlichen Möglichkeit, Spiele zu verschieben, zudem die Unmöglichkeit abzusteigen – die Sommersaison 2020 der Amateur-Tennisspieler ist außergewöhnlich. Außergewöhnlich auch die Bilanz der Bönener Herren 65 des TV RW Bönen. Von ihren vier Partien gewannen sie alle. Das heißt nach dem letzten und entscheidenden 4:2 gestern Nachmittag über den Hertener TC: Aufstieg in die Ruhr-Lippe-Liga. 

Nach den Einzeln schon alles klar

Entsprechend gut gelaunt genossen die Herren schon um 14.30 Uhr das Gewinner-Pils. Nach den absolvierten Einzeln hieß es 3:1. Das noch mögliche Unentschieden reichte schon für den Aufstieg. „Gastspieler“ Harald Thater wurde ein wenig aufgezogen, da er sein Einzel an Position eins 3:6, 3:6 als einziger abgegeben hatte. „Der Gegner war einfach besser“, gab der Bönener zu. Thater feierte damit sein Debüt auf heimischer Asche. Er war zwar als Spitzenspieler der Herren 65 des TV genannt, war zuvor aber für den Hammer TC in der Westfalenliga aktiv gewesen. Die Regeln in dieser Saison lassen die Meldung für zwei Vereine zu. 

Mit Handycap in die Spielzeit

Im Gegensatz zu vielen ihrer Vereinskolleginnen nahmen die Herren um Udo Kolar die Saison durchaus ernst. „Dass wir so gut abschneiden, hat uns aber absolut überrascht“, sagt der Mannschaftssprecher. Die Liga war nämlich im Gegensatz zu vielen voll besetzt. „Und zwar nur mit Teams, die gleich gesagt haben, dass sie aufsteigen wollen.“ Bönen ging mit Handycap in die Spielzeit: Doppelspezialist Werner Rabura blieb wegen einer Knieverletzung nur die Rolle des Zuschauers. Wie seine sechs Mitspieler war er aber bei jeder Partie dabei, einfach darum, weil er zum Team gehört.

Ein großer Zusammenhalt

„Der Zusammenhalt bei uns ist riesengroß“, sagt Kolar. „Wir spielen ja nicht nur Tennis, wir unternehmen auch außerhalb des Sports viel, fahren Fahrrad und treffen uns mit unseren Frauen.“ Seit einigen Jahren stehen die glorreichen Sieben gemeinsam auf dem Platz. „Ich spiele seit 35 Jahren Tennis, komme aber ja eigentlich vom Fußball, wie auch Jockel Wolf“, erzählt Kolar. Der, eigentlich heißt er Jürgen, ist mit gerade 65 Jahren der Jüngste im Team, steht an Nummer eins. Mit LK 16 ist er auch der mit Abstand am höchsten eingestufte Spieler der Bönener. Es folgt Herbert Lehmann mit LK 21. Kolar selbst ist mit 75 Jahren der Methusalem, aber ein sicherer Punktelieferant. „Wir sind in dieser Saison über uns hinausgewachsen“, sagt Kolar, „haben durchgehend auch jüngere Spieler mit höheren LK-Werten geschlagen.“ Viele Spiele seien allerdings auch sehr eng verlaufen. „Das Ergebnis täuscht“, blickt der Mannschaftssprecher auf die eindrucksvolle Bilanz. Die Rotweißen gaben nur drei Spiele ab. 

Eine Erfolgsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte begann mit dem Aufstieg der neu formierten Vierermannschaft aus der Kreisliga in die Bezirksliga im vergangenen Jahr. „Damit haben wir schon gerechnet“, erklärt Kolar. Inzwischen musste er sich sogar anhören, dass die Leistungsklasse 22, in der er eingestuft ist, ja wohl nicht stimme. „Die meinten, das sei Schmuh. Ich bin aber tatsächlich niedrig eingestuft, weil ich eine zeitlang ausgesetzt habe.“ Bönen spielte in den Einzeln mit Wolf, Lehmann, Kolar und Franz Hümmecke (LK 23) durch. „Wir haben aber jeden eingesetzt“, erklärt der Mannschaftssprecher. Heinz Dörnemann, Horst Schubert und Manfred Günther spielten Doppel.

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