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Cerci fordert Respekt: IG gegen Schlusslicht Wiescherhöfen

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Von: Boris Baur, Rainer Gudra

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Am Freitagabend Flutlichtspiel, Samstag Hochzeit und dann ab in die Flitterwochen: Vor Bönens Semih Yigit (rechts) liegen turbulente Tage.
Am Freitagabend Flutlichtspiel, Samstag Hochzeit und dann ab in die Flitterwochen: Vor Bönens Semih Yigit (rechts) liegen turbulente Tage. © Markus Liesegang

Weiter können zwei Mannschaften innerhalb einer Liga nicht auseinanderliegen als die IG Bönen und der TuS Wiescherhöfen, die in der vorgezogenen Partie des achten Spieltags am Freitag um 19.30 Uhr auf dem Sportplatz an der Wielandstraße aufeinandertreffen. Es tritt der Tabellenführer und Aufstiegskandidat, der erst einmal verloren hat, beim punktlosen Schlusslicht an.

Bönen – Und das ist nicht alles: Die Mannschaft mit den meisten eigenen Toren und wenigsten Gegentreffern (30:4) gastiert beim Team mit dem schlechtesten Angriff und der anfälligsten Abwehr (6:38). Während Bönen also im Schnitt über viermal pro Spiel erfolgreich ist und erst einmal – beim 0:1 in Roxel – ohne eigenen Treffer blieb, kassiert Wiescherhöfen durchschnittlich 4,75 Tore pro Partie. „Auch wenn wir elf oder 14 Punkte hätten, wäre Bönen immer noch Favorit. Die IG hat ja einen richtig starken Kader, der locker Oberliga spielen kann“, sagt TuS-Coach Thorsten Heinze.

Die Favoritenrolle stellt sein Bönener Kollege Ferhat Cerci erst gar nicht in Frage, ihm geht es vielmehr um den Auftritt seiner Mannschaft. Darauf hat er beim Abschlusstraining am Mittwochabend explizit hingewiesen. „Ich erwarte, dass wir das Spiel mit Respekt und hoher Konzentration angehen, egal wie die Tabellenkonstellation aussieht. Das hat der Gegner auch verdient“, sagt der IG-Trainer: „Ich bin ein Gegner von Überheblichkeit und Arroganz.“

Wiescherhöfen überraschte Haltern und sogar Rhynern

Zweimal hat der ansonsten enttäuschende TuS in dieser Saison bislang positiv überrascht. Ende September beim 0:1 gegen den stark eingeschätzten TuS Haltern II und im Kreispokal, als die Wiescherhöfener völlig überraschend Oberligist Westfalia Rhynern im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb kegelten. Heinze hofft darauf, „dass die IG uns ein wenig unterschätzen wird und wir möglichst lange die Null halten werden.“ Genau das will Cerci verhindern: „Man gewinnt kein Spiel vor dem Spiel. Wir wollen eine Topleistung abliefern und den nächsten Schritt machen.“

Kaya und Bulut müssen passen

Die Bönener müssen im Vergleich zur Vorwoche auf Zübeyir Kaya und Muhammed Bulut verzichten. Toptorjäger Kaya hat sich beim 5:0-Erfolg über den Werner SC einen Muskelfaserriss zugezogen. Bulut „hat meines Erachtens zu früh angefangen“, sagt Cerci. Ihn plagen erneut muskuläre Probleme.

Arif Et hat nach ersten Tests in der Vorwoche zuletzt nicht trainiert. Laut Cerci gibt es bei intensiveren Belastungen weiter Probleme. Kein Thema sind auch Emre Demir und Jesse Kuhn sowie der erneut beruflich verhinderte Okan Güvercin.

Problematisch sieht es personell auch in Wiescherhöfen aus. Die Grippewelle hat Daniel Gass, Florian Becker, Klaudio Aga und Caleb Uwechue erfasst. Florian Kahlert und Mike Mierau sind verletzt. Jan Greitemeier hat nach langer Verletzungspause das Training wieder aufgenommen, ein Einsatz kommt aber zu früh.

Flutlichtspiel für ein freies Wochenende

Die Partie wurde übrigens auf Vorschlag von Cerci vorverlegt. „Die Jungs sollen mal ein freies Wochenende haben, am Samstag rausgehen können oder was mit der Familie machen“, erklärt der IG-Coach. Außerdem heiratet nach Arif Et in Semih Yigit der nächste Bönener Spieler.

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