SV 49 Bönen zwischen Aufstiegsrennen und Abstiegskampf

Restart nach 16 Monaten: Für SV 49 geht es in den Sommerferien um viel

Als Ersatzmann holte Marco Nielinger für das Verbandsklassenteam den ersten Punkt.
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Als Ersatzmann holte Marco Nielinger für das Verbandsklassenteam den ersten Punkt.

Der Spielausschuss der Schachverbandes Ruhrgebiet hat entschieden, die abgebrochene Saison 2019/2021 in den Monaten Juli und August zu Ende zu spielen. Er folgt dabei dem Schachbund NRW, der dies im Vorfeld für die nordrhein-westfälischen Ligen ebenfalls beschlossen hatte. Für den SV 49 einen schwierige Situation.

Bönen – Der Spielausschuss der Schachverbandes Ruhrgebiet hat entschieden, die abgebrochene Saison 2019/2021 in den Monaten Juli und August zu Ende zu spielen. Er folgt dabei dem Schachbund NRW, der dies im Vorfeld für die nordrhein-westfälischen Ligen ebenfalls beschlossen hatte.

Der Schachbund NRW hatte dazu in Abstimmung mit dem Landessportbund und dem Gesundheitsministerium ein Hygienekonzept erstellt, welches an den Spielstätten zwingend umgesetzt werden muss. Für die Bönener Schachspieler eine schwierige Situation, denn zum Einen fallen die angesetzten Termine direkt in die Sommerferien, zum Anderen sind auch nicht alle Spieler bereit, unter den jetzigen Bedingungen schon zu spielen.

Für Bönen I und IV geht es noch um was

„Zumindest wurden die Strafen für Nichtantreten ausgesetzt“, sagt Spielleiter Gernot Medger und ergänzt: „Bis auf Bönen I und Bönen IV könnten wir die angesetzten Spiele absagen, ohne dass dies Auswirkungen auf das Saisonergebnis hätte.“ Bönens Viertvertretung hat noch eine Begegnung zu absolvieren und muss diese gewinnen, um die Kreisliga zu halten. „Hier haben wir auch schon fünf Spieler gefunden, die antreten wollen“, so Medger. Sehr schwierig sieht es dagegen für Bönens Verbandsklassenteam aus. „Bei einem Saisonabbruch wäre das Team als Zweiter zurück in die Verbandsliga aufgestiegen. Nun muss die Mannschaft bei drei ausstehenden Begegnungen mindestens zu einer Begegnung antreten, um nicht einen Zwangsabstieg zu erleiden. Auf der anderen Seite ist auch noch der Wiederaufstieg möglich“, erklärt Medger.

Zumindest den Zwangsabstieg hat das SV49-Flaggschiff aber schon vermieden. Den ersten der drei noch zu spielenden Kämpfe haben die Bönener bereits absolviert. Bei der SG Höntrop, die noch um den Klassenerhalt kämpft, trat Mannschaftsführer Fabian Schlottmann mit einer echten Rumpftruppe an, die sich dann aber bravourös schlug. Mit ihm, Mönkemeyer und Wegner standen lediglich die regulären Rangnummern 1, 5 und 8 im Team. Als Ersatz zum Einsatz kamen Medger, Nielinger und Budde aus der Zweiten sowie Reinert und Poppenberg aus der Dritten.

16 Monate nicht mehr am Turnierbrett

Fehlerfreie Vorstellungen waren dabei eher Mangelware, die letzten Turnierpartien lagen für alle schließlich 16 Monate zurück. So wechselte die Spielsituation in den Partien ständig und nach einer Niederlage von Budde an Brett sechs lag das SV49-Team nach nur zweieinhalb Stunden mit 0:1 hinten. Nielinger nutzte jedoch kurz darauf in etwas schlechterer Stellung einen Fehler seines Gegners eiskalt aus und gewann. Schlottmann sorgte mit dem erwarteten Sieg am Spitzenbrett kurz darauf für die Bönener Führung, Poppenberg erhöhte mit einem souveränen Erfolg an Brett acht auf 3:1 für die Gäste.

Wegner an drei und Reinert an sieben standen zwischenzeitlich recht aussichtsreich, einigten sich dann aber beide auf ein Remis. Mit der 4:2 Führung im Rücken gewann Medger an Position vier dann einen Bauern und bot ebenfalls remis. Das Angebot konnte sein Kontrahent nicht ausschlagen und der Auswärtserfolg war unter Dach und Fach. Die letzte laufende Partie an Brett zwei endete auch für Mönkemeyer mit einem halben Punkt.

Nach Sieg ist Wiederaufstieg noch möglich

Bei noch zwei ausstehenden Spielen liegen die Bönener nun punktgleich mit der SG Mengede an der Spitze und sind weiter aussichtsreich im Rennen um den Wiederaufstieg. In der nächsten Runde könnten sie mit einem Erfolg im Spitzenduell gegen Mengede schon fast alles klar machen. Alles eine Frage der Aufstellung...

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