Stracke freut sich auf den Showdown mit dem RSV

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Das Ziel im Visier: Tino Stracke und der RSV wollen am Samstag die Meisterschaft perfekt machen.

BÖNEN -  „Dafür macht man den Sport!“ Tino Stracke freut sich riesig auf das Endspiel um den Aufstieg. Ein Sieg oder ein Unentschieden am Samstag gegen den Lüner SV II (16 Uhr/MCG-Halle) reicht, dann ist der RSV Altenbögge Meister in der Handball-Kreisliga. Bei einer Niederlage würde allerdings der Konkurrent SuS Oberaden II, der um 18.30 Uhr beim TuS Westfalia Kamen spielt, wohl die Gelegenheit nutzen und vorbeiziehen.

Und nicht nur der Rückraumshooter Stracke freut sich auf den Showdown in der MCG-Halle. „Wir sind alle heiß“, gibt der Leistungsträger die Stimmung im RSV-Team wieder. So waren bis auf den beruflich verhinderten Bernd Lublow alle Beteiligten beim Dienstagtraining in der Halle, egal ob verletzt oder nicht. Und es überwiegt die Zuversicht, nach einer überragenden Saison mit nur einer Niederlage die Meisterschaft auch perfekt zu machen. Allerdings hat Stracke auch eine gewisse Nervosität bemerkt. „Einige haben so etwas ja noch nie erlebt oder werden diese Situation vielleicht nicht mehr erleben“, sagt Stracke. Seit sich nach einer starken Hinserie intern das Ziel entwickelte, nun auch den Aufstieg ins Visier zu nehmen, ist die Lockerheit etwas abhanden gekommen. Mit dem Jahreswechsel, spätestens aber mit dem Sieg im Spitzenspiel gegen Oberaden Mitte März, mit dem der RSV die Tabellenspitze übernahm, traten die Bönener phasenweise verkrampft auf. „Einige haben auch geäußert, dass sie sich Gedanken schon mal machen, wenn sie eine Chance verworfen haben“, erzählt Stracke.

Er will den Kollegen die Angst vorm Versagen nehmen: „Wir haben positiven Druck. Wir können etwas erreichen, womit keiner vorher gerechnet hat“, stellt er klar, dass die Altenbögger schon jetzt eine bessere Saison gespielt haben als erwartet. Dementsprechend wollen sie vor der letzten Partie möglichst viel Routine erzeugen. „Wir haben gesagt, dass wir alles so machen wollen wie in den anderen Spielen – also kein extra Einlaufen und so. Wir wollen mit Spaß drangehen, so wie wir es die ganze Saison getan haben.“

Stracke selbst geht mit der Sache sowieso ganz anders um. „So ein Spiel entschädigt für andere Saisons, in denen man nur um die goldene Ananas spielt“, genießt er den Nervenkitzel, den der Kampf um den Titel mit sich bringt. Den ein oder anderen Aufstieg hat er schon erlebt, auch wenn er zugibt, dass es „immer noch was anderes ist, mit einer ersten Mannschaft, dem Aushängeschild des Vereins, aufzusteigen, und dann so großen Anteil daran zu haben.“ Und eines ist für den Führungsspieler der Altenbögger sowieso klar: „Aus der Hand geben, darfst du das nicht mehr. Dann hast du es auch nicht verdient.“

Deshalb hofft Stracke auf eine große Unterstützung in der MCG-Halle. „Es ist definitiv wichtig, dass die Zuschauer uns anfeuern“, sagt er. Schon gegen Oberaden aber auch vor eineinhalb Wochen beim umkämpften Derby in Heeren habe das Kräfte freigesetzt. „Das war richtig klasse in Heeren, dass so viele mitgekommen sind und so richtig Randale gemacht haben. Das hat vielleicht ein Plus gegeben“, so der Rückraumspieler. Und diesen Schub wird der RSV auch gegen den Tabellensechsten aus Lünen brauchen können. „Ich mache mir keine Sorgen“, strahlt Stracke Optimismus pur aus, schließlich wollen die Bönener am Abend auf der von ihnen organisierten Party im Zechenturm, ausgiebig feiern. - bob

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