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Starker RSV Altenbögge bringt Spitzenreiter Herne ins Wanken

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Von: Günter Thomas

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Erzielte sechs Tore: Lukas Florian.
Erzielte sechs Tore: Lukas Florian. © Liesegang

Das war nichts für schwache Nerven: 60 Minuten lang beharkten und bekämpften sich die Spieler des Tabellensiebten der Handball-Verbandsliga, RSV Altenbögge, und des Spitzenreiters HC Westfalia Herne nach allen Regeln der Handballkunst – nur, um sich am Ende nach einer komplett ausgeglichenen Partie die Hände zum Unentschieden zu reichen.

Bönen – 18:18 (10:9) hieß es nach einer nervenaufreibenden Partie in der Sporthalle des Schulzentrums vor rund 150 Zuschauern. Leistungsgerecht. „Das war wirklich ein sehr, sehr gutes Spiel von beiden Seiten, eine Abwehrschlacht, die wir geliefert haben“, freute sich RSV-Coach Nadim Karsifi. „Im Angriff hatten wir ein paar technische Fehler. Aber Herne stellt auch eine gute Abwehr – die sind nicht umsonst ungeschlagen.“

In der Schlussminute hatten beide Mannschaften noch einmal die Chance, den Siegtreffer zu erzielen. „Aber auch so sind wir heute noch einmal eine kleine Nummer gewachsen.“

Karsifi hatte schon im Vorfeld der Partie keine Angst vor dem laut Tabellenbild eigentlich übermächtigen Gegner gezeigt und auf wichtige Punkte für den Klassenerhalt gehofft – und das, obwohl sein Team zuvor zweimal als Verlierer aus der Halle gegangen war. Gegen den Tabellenführer, der nach dem dritten Unentschieden der Saison weiter ungeschlagen bleibt, zeigten sich die Altenbögger aber von Beginn an hellwach.

Kein Team setzt sich ab

Keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich im Spiel abzusetzen. Und so schien es fast schon wie eine Vorentscheidung, als Herne nach 44 Minuten erstmals beim 13:15 mit zwei Treffern vorne lag Doch nach dem 14:16 in der 49. Minute setzten die Hausherren drei Treffer in Folge und ließen bis zur 58. Minute keinen Gegentreffer zu – auch weil mit Kai Kleeschulte „ein überragender Rückhalt zwischen den RSV-Pfosten stand“, lobte der RSV-Vorsitzende Karsten Schilling.

In den Schlussminuten überschlugen sich dann noch einmal die Ereignisse. Zunächst erhielt Luca Tröster eine Zeitstrafe, dann Jonas Gerke. Dennoch musste der RSV – der insgesamt in der Partie 14 Strafminuten kassierte (Herne auf der anderen Seite nur sechs) – nur noch den Ausgleich zum 18:18-Endstand hinnehmen.

Bereits am Samstag (18 Uhr) geht es für Altenbögge in eigener Halle gegen den PSV Recklinghausen weiter – allerdings ohne Steffen Feldmann, der sich zu seinem Bruder Sören und Sebastian Fröhling ins Krankenlager verabschiedet hat.

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