Starke Altenbögger unterliegen starkem Tabellenführer Herne 

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Lukas Florian erzielte zehn Tore gegen Herne.

Bönen - „Teuflische Weihnachten“ hieß es am Sonntag beim RSV Altenbögge. Landesliga-Spitzenreiter Westfalia Herne ließ sich aber nicht bange machen von den „Roten Teufeln“. Exorzist Stephan Krebietke fand die richtigen Mittel in der Hölle, der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums.

Der Herner Trainer wechselte in der stärksten Phase im Spiel des Gastgebers nahezu sein komplettes Team und somit den Erfolg ein. „Ich musste reagieren, die Standspieler im Rückraum konnten sich heute nicht richtig in Szene setzen“, erklärte Krebietke den entscheidenden Tausch zu den „kleinen Schnellen.“

Herne wechselt fast komplett

7:4 zeigte die Anzeigetafel nach dem ersten Tor von Lukas Florian, als Herne ein anderes Bild zeigte. Die „Großen“ Alexander Rödiger, Luke Schumann, Fabian Scheunemann und Kai Schwitalski wurden ersetzt durch Jan Hildwein, Alexander Schade, Maik Klamann, Christopher Funke und vor allem Felix Eigenbrodt. Bis zur 23. Minute hielten die Gastgeber einen Zweitore-Vorsprung, anfangs der 24. hatte Herne durch Eigenbrodt ausgeglichen.

Bis zum Systemwechsel der Herner hatte der RSV mehr als gut mitgespielt. Sören Feldmann gab den Takt vor, Lukas traf. Die Altenbögger rissen durch variables Angriffsspiel zu dem Zeitpunkt hüftsteife Herner Kreisabwehr auseinander. Angriffe wurden vom RSV konsequent ausgespielt und meist erfolgreich abgeschlossen.

Hektik

In der Schlussphase der ersten Hälfte, Feldmann musste eine verletzungsbedingte Pause einlegen, wandelte sich das Bild. Die Kreisabwehr der Gäste war auf Zack, die Altenbögger Angreifer brachten ihre Kombinationen nicht mehr zum abschließenden Mitspieler. Hektik kehrte ein. Obwohl seit der 28. Minute mit nur einem Tor in Rückstand wirkte der Gastgeber, als ob die Schlussphase begonnen hätte und sie unbdingt alles auf eine Karte setzen müssten. Torwürfe wurden leichte Beute für den guten Daniel Ollesch im Herner Kasten. Viel änderte sich nach dem Wechsel mit einem knappen 12:13-Rückstand nicht an der Spielweise der Altenbögger. „Nur dass wir immer weniger Zugriff in der Deckung bekommen haben“, erklärte RSV-Trainer Tino Stracke, dass immer wieder ein Herner frei zum Abschluss kam. Auch wenn sein Team über weite Strecken der Westfalia alles abverlangt hätte. „Wir haben einfach zuviele falsche Entscheidungen getroffen“, stellte Stracke fest. Und Kleinigkeiten seien gegen einen solchen Gegner ausschlaggebend. Zufrieden war Krebietke. Mit dem Sieg sowieso, aber auch mit der Atmosphäre in der MCG-Halle: „Das ist eine tolle Kulisse. Hier ist es nicht einfach, zu gewinnen.“

RSV: Kleeschulte (1. - 30., 45. - 60.), Drevermann – Gerke, Röckenhaus, Lukas (10/3), Warias (3), Sö. Feldmann (3), Stefek (2), Fröhling, St. Feldmann (5), Burchert, Schrage (1) Westf.: Ollesch (1. - 60.), Obereonwu – Schumann (1), Hildwein (3), Klamann (3), Funke (6), Sibbbel (2), Hodde (1), M. Scheunemann, F. Scheunemann (1), Eigenbrodt (5), Schade (2)Rödiger (1), Schwitalski (1) Zeitstrafen: Warias, Stefek, St. Feldmann, Schrage (2) – Sibbel, Schade Spielverlauf: 4:4 (9.), 7:4 (17.), 8:6 (20.), 10:10 (24.), 11:12 (28.) – 12:14 (36.), 14:15 (36.), 16:17 (40.), 16:19 (43.), 18:22 (52.) Bes. Vork.: Rote Karte gegen Eigenbrodt (38., Westf.)

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