Wohin geht die Reise für die SpVg Bönen

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Skeptischer Blick auf das, was auf dem Platz passiert: Yussuf Senel, Hendrik Dördelmann und Niclas Arenz. 

Tabellenplatz zehn, sechs Punkte, 7:10-Tore. Grund zum Jubel bieten die Fußballer der SpVg Bönen momentan wenig. Die Ursachenforschung ist allerdings schnell erledig: Nach fünf Spieltagen ist der an sich große Kader extrem geschrumpft.

„Wir haben doch vom Syndesmose über doppelten Bänderriss bis zur Bandscheibe alles dabei“, verzweifelt Trainer Hendrik Dördelmann, „ein angehender Orthopäde würde bei uns alles kennenlernen.“ Noch vor Saisonbeginn meldeten sich die Neuzugänge Fatih Korkmaz und Yussuf Güney für drei Monate ab. Nach Saisonbeginn kamen dann Marvin Stappert, Burak Akkaya oder Pascal Müller und zuletzt Torwart Patrick Heller hinzu. Bei der 0:4-Niederlage gegen den VfL Mark rasselte dann noch Cengiz Güner mit Eyüp Senel zusammen. Güner erlitt eine Wadenprellung, die SpVg brachte das Spiel zu zehnt über die Zeit. „Ich hoffe, dass Cengiz nicht auch noch länger ausfällt.“ Trainer Dördelmann schnürte angesichts der Leere auf der Bank im dem Spiel auch noch selbst die Schuhe, spielte 20 Minuten für Florian Bednarek.

Hinzu komme, dass einige Spieler wie Jörn Holtmann oder Eyüp Senel noch nicht voll im Saft stehen. „Und wenn einige nicht so gut drauf sind, kann ich ihnen wegen der personellen Situation trotzdem keine Pause gönnen – es ist schwierig“, sagt Dördelmann. Auch, dass ein ganz wichtiger Führungsspieler wie Tobias Wittwer noch rotgesperrt ist. „Die Kontinuität fehlt, die Spieler haben doch jede Woche jemand anderen neben sich. Eigentlich hält die Testspielphase weiter an.“

Austausch mit der zweiten Mannschaft muss passieren

Ein Austausch mit der zweiten Mannschaft fand bisher kaum statt, auch wenn Daniel Bednarek in der Mark auf der Bank saß. „Wir werden miteinander reden müssen“, sucht Dördelmann das Gespräch mit Trainerkollege Ralf Thiemann, „auch wenn es eine schwierige Situation ist, da die Zweite ja sehr gut da steht.“ Der Tabellenzweite der Kreisliga B erwartet zudem am kommenden Sonntag Tabellenführer TuS Uentrop II zum Spitzenspiel am Rehbusch. Trotzdem: „Wir haben unserer Reserve ja in der Rückrunde der letzten Saison auch ausgeholfen.“

Auch wenn Platz zehn nicht gut aussieht – die Gegner zum Start waren bis auf Hölzken III (4:0) keine leichten. „0:4 gegen Mark kann passieren. Da haben wir auch schlecht gespielt, waren absolut unterlegen“, erklärt Dördelmann. „Beim 0:1 gegen TuRa Bergkamen haben wir gut gespielt – aber davon kann man sich ja nichts kaufen.“ Selbstbewusstsein und Zuversicht kämen nur über Punkte zurück.

In der vergangenen Saison startete die SpVg ebenfalls sehr durchwachsen in die Saison, hatte allerdings einen Sieg mehr in der Statistik stehen. Verloren wurde gegen die starken BSV Heeren und BV 09 Hamm. Der Rest der Gegner damals waren mit der Hammer SpVg III (5:1), dem TuS Lohauserholz III (2:1) und dem Ortsnachbarn TVG Flierich-Lenningsen (7:2) nominell leichte Gegner. Die Germanen und Hamms Dritte stiegen ab, Bönen beendete die Spielzeit auf dem neunten Rang.

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