IG und VfK wollen raus aus dem Keller

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Der Einsatz von Bönens Mittelfeldspieler Björn Kempe (rechts) gegen Herringen ist ungewiss.

BÖNEN - Nach der peinlichen 1:7-Pleite beim Mitkonkurrenten TSC Hamm II ist beim VfK Nordbögge Wiedergutmachung angesagt. Die SpVg Bönen möchte Rang drei in der Fußball-Kreisliga A1 verteidigen. Die IG will nach dem spielfreien Wochenende ihren Negativlauf beenden.

SpVg Bönen – SVF Herringen (Sonntag 15 Uhr/Rehbusch).

Im Urlaub verfolgte SpVg-Trainer Hendrik Dördelmann das jüngste Spiel seiner Mannschaft und Hansi Sack, der die Bönener beim 3:1-Sieg in Rünthe betreute, hatte im Anschluss viel Gutes zu berichten. Denn nach drei schwachen Vorstellungen lieferte die Rehbusch-Elf wieder eine starke Partie ab. „An die Leistung wollen wir anknüpfen und natürlich zuhause gewinnen“, sagt Dördelmann, der die nächste Zeit zu „Wochen der Wahrheit“ erklärt. Bönen möchte nämlich den aktuell dritten Rang festigen und damit den Kontakt zu den beiden Spitzenteams Mark und Uentrop wahren, ehe es in der Schlussphase der Hinrunde zu direkten Duellen kommt.

Punktverluste vermeiden

Punktverluste gegen Teams aus dem Mittelfeld wie Herringen, das mit ausgeglichener Bilanz auf Rang acht liegt, gilt es da zu vermeiden. Nichtsdestotrotz erwartet Dördelmann eine schwierige Begegnung, zumal er die wahre Stärke des SVF kaum abschätzen kann: „Herringen hat keine Konstanz in seinen Leistungen.“ Bönens Bezirksliga-Mitabsteiger hat den Umbruch nicht so gut wie die SpVg gemeistert, verfügt aber noch über Qualität. Bei der SpVg fehlt Oliver Hartmann. Jörn Holtmann, Patrick Heller, Sedat Cakir und Björn Kempe sind angeschlagen.

VfK Nordbögge – SuS Rünthe (Sonntag 15 Uhr/Feuerwache).

Den ersten kleinen Sonnenstrahl haben die dunklen Wolken schon wieder vertrieben. Nach vier Punkten aus zwei Spielen präsentierte sich der VfK ausgerechnet im Kellerduell bei der TSC-Reserve von seiner ganz schwachen Seite. Statt die Abstiegsplätze zumindest vorübergehend zu verlassen, rutschte Nordbögge wieder auf den vorletzten Rang zurück. „Das war ein Rückfall in alte Zeiten“, ist Trainer Jürgen Serr noch immer enttäuscht: „Das ist ein bisschen traurig, wenn man sieht, was für Möglichkeiten man gehabt hätte.“ Angesichts der dürftigen Vorstellung in Hamm zog der Coach die Intensität im Training an. „Wenn man sonntags nicht läuft, muss man eben in der Woche laufen“, macht Serr eine einfache Rechnung auf.

Möller und Lenser kehren zurück

Am Sonntag bietet sich für den VfK die nächste Chance, sich gegenüber einem direkten Konkurrenten zu positionieren. Rünthe hat nur fünf Zähler mehr gesammelt als Nordbögge (4). Mit Daniel Möller und Lars Lenser kehrt ein Duo in den Kader zurück. Neben den Langzeitverletzten fehlt auch Frederik Bennemann studienbedingt.

Im Abstiegskampf sollte die Nordbögger unbedingt nachlegen, um Rünthe nicht davonziehen zu lassen. „Wie ich es immer sage, es liegt an uns. Mit der Einstellung wie am Sonntag werden wir keine Chance haben“, mahnt Serr, der ansonsten einen Sieg für möglich hält.

TuS Wiescherhöfen II – IG Bönen (Sonntag 15 Uhr/Wielandstraße).

Durch das spielfreie Wochenende liegt das letzte Spiel der IG nun 14 Tage zurück. „Und bei uns bedeutet das richtig Pause“, erklärt Coach Ayhan Sezer mit Galgenhumor, dass das Abschlusstraining am Freitag (nach Redaktionsschluss, Anm. d. Red.) die erste Einheit seit dem 1:7-Debakel in Werne sein könnte. In einer Krisensitzung war die schwache Trainingsbeteiligung ein Thema. Sezer kündigt an in Zukunft durchzugreifen, falls sich nichts ändert: „Wir werden Konsequenzen ziehen, aber soweit sind wir noch nicht.“

An der Einstellung arbeiten

Gegen den Tabellensiebten Wiescherhöfen II gilt es an der Einstellung zu arbeiten, Zwar gehen die Bönener motiviert in ihre Partien, lassen nach einem Gegentreffer aber zu häufig die Köpfe hängen. „Wir drehen kein Spiel mehr. Was uns vorher stark gemacht hat, fehlt uns jetzt“, sagt Sezer, der auf die Urlauber Mehmet Duman, Nihat Isik, Arman Kuba und Sherif Karahan verzichten muss. Das sind allesamt Defensivspieler, weswegen Sezer „Bedenken in der Abwehr hat“, schließlich sei Wiescherhöfen kein leichter Gegner. Der IG-Coach hofft, dass die angeschlagenen Daniel Bednarek und Evren Karka einsatzfähig werden, schließlich muss sein Team nach fünf Niederlagen so langsam wieder punkten. - bob

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