SpVg wieder in der Spur / IG greift nach dem Strohhalm

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Malik Öncül (links) bereitete das vorentscheidende 2:0 der SpVg gegen den TuS Uentrop vor.

BÖNEN -  Die Durststrecke war lange genug. Seit elf Spielen beziehungsweise seit dem 20. Oktober hatte die IG Bönen in der Fußball-Kreisliga A1 nicht mehr gewonnen. Am Ostermontag riss die Mannschaft von Trainer Ayhan Sezer nach dem Schlusspfiff aber zum überhaupt erst dritten Mal die Arme nach oben. Mit dem 5:2-Sieg über den Vorletzten TIU Rünthe griff die IG quasi nach dem letzten Strohhalm, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

Dennoch ist es ein weiter Weg, der vor dem Schlusslicht liegt. Sieben Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand der Bönener auf TIU drei Punkte. Der vorletzte Rang berechtigt aber nur dann zu einem Relegationsspiel, wenn außer dem nicht mehr zu rettenden Königsborner SV kein weiterer Bezirksligist aus dem Kreis Unna-Hamm absteigt. Dazu muss nach jetzigen Stand der SVF Herringen noch einen Platz klettern – und kein anderer der in den Staffeln 7 und 8 bedrohten fünf Vereine auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Der wesentlich sichere drittletzte Rang in der Kreisliga, den Gurbet Spor Bergkamen innehat, ist acht Zähler entfernt. Um das richtig einzuordnen: In den absolvierten 23 Begegnungen holte die IG gerade einmal elf Punkte.

Und auch gegen Rünthe war trotz des deutlichen Sieges bei weitem nicht alles gut. Die erste halbe Stunde enttäuschten die Bönener auf ganzer Linie, lagen schon 0:2 zurück, ehe mit dem Anschlusstreffer ein Ruck durch die Mannschaft ging. Sezer haderte zudem mit der Chancenverwertung, denn sein Team besaß eigentlich so viele hundertprozentige Möglichkeiten, um TIU mit einem zweistelligen Ergebnis nach Hause zu schicken. „Damit kann ich nicht zufrieden sein“, meinte der Trainer: „Je mehr Tore du machst, desto größer wird das Selbstvertrauen.“ Und das können die Bönener in den kommenden Partien gut gebrauchen. Denn jede andere Mannschaft als Rünthe wird den fahrlässigen Umgang mit den Einschussgelegenheiten sicherlich bestrafen.

Treffsicher zeigte sich dagegen die SpVg Bönen. Mit 5:0 schickte sie letztlich mit dem TuS Uentrop eines der bis dato besten Rückrundenteams nach Hause. Der Gast zeigte am Rehbusch in der ersten Hälfte seine Qualität, hätte eigentlich führen müssen. Bönen war dafür das effektivere Team, verdiente sich den Erfolg mit einer starken zweiten Hälfte. Positiv herauszuheben war, dass die SpVg-Akteure ruhig blieben, als es in den ersten 45 Minuten nicht so lief.

Am Ende hatten die Rehbusch-Kicker natürlich allen Grund zum Jubeln, denn nach dem Patzer vom FC Pelkum beim BV 09 Hamm holten sie sich die verlorengegangene Tabellenführung zurück. Sieben Spieltage vor Schluss hat es die SpVg also selbst wieder in der Hand, das Relegationsspiel um den Aufstieg zu erreichen. Trainer Axel Maurischat nahm es extrem gelassen. Nachdem seine Mannschaft innerhalb von zwei Wochen einen Vier-Punkte-Vorsprung auf Pelkum verspielt hatte, weiß er, dass noch längst keine Entscheidung gefallen ist. Die Bönener müssen sich schließlich jeden Erfolg erkämpfen, auch wenn das Ergebnis am Ende so deutlich ausfällt wie gegen Uentrop. Immerhin: Die März-Krise scheint endgültig überwunden. - bob

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