Fußball

Zu Null: Thiemann mit 54 Jahren ohne Gegentor

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Weil Not am Mann war stellte sich SpVg-Trainer Ralf Thiemann mit 54 Jahren noch einmal ins Tor  und hielt die Null. 

Ralf Thiemann ist eigentlich Trainer der zweiten Mannschaft der SpVg Bönen. Mit 54 Jahren stand er nun am Sonntag beim Seniorenspiel seines Teams im Tor, weil niemand sonst konnte, obwohl er nach einer Knie-Operation ein Sportverbot haben. Der WA fragte den früheren Keeper, wie es ihm am Tag danach geht?

Wie geht es Ihnen nach dem Spiel am Sonntag?

Ich war schon joggen. Aber ich habe überall Schmerzen. Wenn ich erzähle, wo ich keine Schmerzen habe, bin ich schnell fertig. Ich bin froh, dass ich lebe.

Gegen den Tabellenzweiten Yunus Emre haben Sie einiges zu tun bekommen.

Das war reichlich. Von draußen haben sie gesagt, so was ist unmöglich in dem Alter, was der hält. Ich habe sogar eine Gelbe Karte bekommen, weil ich den Ball nicht schnell genug geholt habe. Aber ich kann gar nicht mehr sprinten. Der Schiedsrichter hat alles nachspielen lassen.

Sie haben sogar zu Null gespielt und mit einer Rumpftruppe 1:0 gewonnen.

Dass wir zu Null spielen, da hat gar keiner mit gerechnet. Zehn Minuten vor Schluss kam ein Schuss ins Eck, da haben sich alle schon weggedreht. Aber ich fand den gar nicht so schwierig. Und mit meinem Gewicht komme ich schnell runter.

Ist der Sieg ein Bonus im Abstiegskampf?

Wir waren nur zu elft und wollten schon absagen. Die Jungs wollten auch nicht. Da habe ich gesagt, ich spiele und opfere mich für euch. Und dann haben sich alle den Arsch aufgerissen. Shaslan Quint hatte Krämpfe, Patrick Luboch hat gehumpelt und Antar Öncül hat keine Luft bekommen. Wir haben füreinander gekämpft. Das war richtig schön.

Als Torwart wollen Sie aber nicht neu angreifen?

Nein. Diese Woche habe ich Urlaub, da ging das mal. Patrick Heller und Steven Steinwachs sollten wieder zurück sein. Aber wenn ich 20 Jahren jünger wäre, würde ich nochmal in der Ersten angreifen.

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